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Hasen, Eier, Osterglocken und ähnliches

Narzissen in der Gruppe

Bald ist Ostern, draußen ist der Frühling deutlich angekommen, drinnen ist die Weihnachtsdeko abgeräumt (schon seit einiger Zeit) und die Gärtnerin möchte den Garten ins Haus bringen.

Eier müssen gefärbt werden mit Naturfarben, weniger aus Angst vor Chemie, sondern weil ich die weichen Töne lieber mag. Aber ganz ehrlich, so wirklich viel Mühe mache ich mir nicht damit, es muss schnell gehen und die Farbstoffe müssen leicht erreichbar sein. Ich benutze Malventee für die Rottöne, die Blätter des Efeus, das aus dem Nachbargarten herüberwächst für die Grüntöne. Das Efeu muss sowieso weg, es würde den Garten sonst vollständig vereinnahmen. Kamillenblütentee für die Gelbtöne und natürlich Zwiebelschalen für das braun. Alles ganz einfach und schnell gemacht.

Narzissen
Narzissen in meinem Garten
Die Osterhasen werden gekauft und die Osterglocken stehen im Garten. Aber abschneiden mag ich meine Blumen nicht. Ich freue mich im Garten viel länger an Ihnen. Und wenn man sie gut pflegt kommen sie jedes Jahr in größerer Anzahl wieder.

Ich werde wie immer einige Sträuße kaufen. Leider hat das letzte Blumengeschäft vor drei Jahren geschlossen (wir Dorf- und Kleinstadtbewohner sind nicht gut dran, immer mehr Geschäfte machen dicht) und Blumen gibt es nur noch beim Discounter. Die sind nicht schlecht, aber leider nichts besonderes. Und meinen Vorstellungen für Ostern entsprechen sie leider gar nicht. Aber es gibt ja das Internet. Es macht es möglich mit dem Online-Blumenversand nicht nur Ostersträuße zu kaufen, sondern auch ein Abonnement abzuschließen, das regelmäßig einen frischen Strauß liefert.

Und backen muss ich auch noch. Zum Osterfrühstück gehört ein Hefezopf, natürlich selbstgemacht.

So sieht der Winter aus

Hier war mal ein Beitrag, der von einem armseligen Würstchen, das sich eingehackt hatte, gelöscht wurde. Also ehrlich, mich interessieren keine absurden Psychopharmaka, und ganz ehrlich, der Krieg in Syrien muss hier auch nicht ausgetragen werden.

Soweit so gut , aber die Rosen sehen mit ihrem Reifschmuck einfach schön aus. Nach der langen Kältewelle mitte Januar war es dann ein paar Tage warm, um dann wieder kalt zu werden. Hoffentlich haben die Hochstämmchen das unbeschadet überstanden. Eingepackt habe ich sie nicht, das war mir zu umständlich und ehrlich gesagt auch zu pieksig. Ausserdem haben sie das bis jetzt immer überstanden.
So langsam habe ich genug von der Kälte. Ich schaue jeden Tag nach, ob sich die Zwiebelblüher regen, aber nur die Schneeglöckchen zeigen sich, sonst nichts. Aber das Licht kommt zurück, seit dem 2. Februar (Lichtmess) werden die Tage deutlich länger. Traditionellerweise wird spätestens jetzt die Krippe abgebaut und der Christbaum aus der Wohnung entfernt. Wie vieles geht das auf einen alten Brauch zurück. Vor der Christianisierung war Maria Lichtmess als keltisches „Imbolc“-Fest der Göttin Brigid gewidmet. Beides geht wohl auf alte Wetterbeobachtungen zurück, denn im Februar wird es deutlich heller, die ersten Zwiebelblüher sind da, die Vögel sind wieder zu hören. Und nicht zuletzt ist der Lichtmess-Termin ein traditioneller Wetter-Lostag: „Wenns zu Lichtmess stürmt und schneit, ist der Frühling nicht mehr weit!“, und „Wenn am Lichtmess-Tag die Sonne den Priester auf der Kanzel bescheint, folgt ein schlechtes Jahr!“ Hier hat es geregnet.

Die Saison hat begonnen

… und zwar wie immer mit der Forsythienblüte. Und die bedeutet, die Rosen müssen geschnitten werden. Und das dauert Tage, vor allem, wenn es immer wieder zwischendurch wie aus Eimern schüttet. Vorige Woche habe ich begonnen und bin noch immer nicht fertig. Die grüne Tonne quillt über, die Müllabfuhr kommt nur alle 14 Tage. Mein Auto ist ungeeignet, um den Schnitt zur Deponie zu bringen. Ja, es gibt so kleine Autos.

Winterschwenken

schwenkerBei uns im Saarland wird meistens nicht gegrillt, sondern geschwenkt – und zwar ganzjährig.

Zum Ersten: Was ist Schwenken?

Zum Schwenken braucht man ein Dreibeingestell, einen sogenannten Schwenkgrill mit einer verstellbaren Kette, einen Grillrost und eine Feuerstelle, die auch selbstgebastelt sein kann. Die Feuerstelle wird im Idealfall mit Buchenholz betrieben, auf den Grill kommen Schwenker (das sind Schweinenackensteaks, die vorher eingelegt sind) oder was man auch immer grillen möchte. Das Ganze wird dann hin- und herbewegt, damit das Fleisch nicht verbrennt, aber trotzdem genug Hitze abbekommt.

Zum Zweiten: Was ist das Tolle am Schwenken?

Das Fleisch wird schonend gebraten, nimmt ein bisschen den Duft des Buchenholzes an, verbrennt nicht und entwickelt deshalb keine der schädlichen Nitrosamine. Ausserdem lässt sich Holz einfach mit Anfeuerholz entzünden und erspart so ungesunde Brandbeschleuniger.

Zum Dritten: Warum Winterschwenken?

Die Feuerstelle macht die Umgebung schön warm. Man kann Bänke herumstellen und das Feuer auch nach dem eigentlichen Grillvorgang weiter betreiben. Also deshalb wird das Ganze auch gerne bei trocken-kaltem Winterwetter im Freien betrieben.

Übrigens, unter Schwenker versteht man nicht nur den Grill, sondern auch das eingelegte Schweinenackensteak und die Person, die den Schwenker schwenkt. Alles klar?

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Rezept für zwei Personen:
2 Nackensteaks ohne Knochen (nicht zu mager)
1 Gemüsezwiebel, und 1-2 Schalotten
Kräuter nach Wahl gern auch frische (Thymian, Majoran, Rosmarin sollten dabei sein)
schwarzer Pfeffer, Cayennepfeffer

Fleisch trockentupfen. Zwiebeln in feine Ringe schneiden, Gewürze und Kräuter hacken und mit den Zwiebelringen vermischen. Fleisch in eine große Schüssel oder besser noch einen Steinguttopf legen und abwechselnd Zwiebel- Kräutermischung und Fleisch schichten. Das Ganze über Nacht kühl ziehen lassen.

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