Archiv der Kategorie: Nutzpflanzen

Wann wird es

Flieder
endlich Frühling? Das ist eine rhetorische Frage, denn mit Ausnahme einer einzigen warmen Woche im April lässt der Frühling doch sehr auf sich warten.

Der Flieder blüht zwar, aber letztes Jahr um diese Zeit war er schon verblüht. Die Natur ist um geschätzte 14 Tage im Verzug.

Trotzdem, ich war fleissig. Rasen gemäht (in beiden Gärten), Unkraut (pardon Wildkräuter) gejätet, Quecken bekämpft (ökologisch einwandfrei durch vorsichtiges Ausreissen) und vieles andere mehr.

Meine im Spätwinter gepflanzten Himbeerstecklinge sind leider nicht angegangen – mit einer einzigen Ausnahme. Ich werde das im Vorfrühling nächstes Jahr wiederholen, vielleicht habe ich dann ja mehr Glück.

Die kleinen Obstbäume vom Discounter meines Vertrauen entwickeln sich gut, nur an manchen Blättern gibt es offenbar Mitesser. Na ja, nicht so schlimm.

Das Kartoffelbeet sieht gut aus. Meine Erfahrungen mit Kartoffeln sind zwar Null, ich habe sie einfach in den Boden gelegt, angehäufelt und das wars schon. Ob die Sorte überhaupt geeignet ist? Keine Ahnung, das wird sich zeigen.



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Donnerstag

Kaum versucht man Salat zu setzen – den letzten für dieses Jahr – fängt es an zu regnen. Ein richtig dicker Gewitterguß, nur ohne das Gewitter

Die Tomaten werden reif, schön dick sind sie dieses Jahr und auch die Pepperoni bleiben nicht grün, drei von ihnen sind richtig rot geworden. Ich bin mal gespannt, wie scharf sie sind. Ich habe garnicht den Mut, es auszuprobieren

Samstag

Die Tomaten in ihren Töpfen gedeihen prächtig, es gibt ja auch Sonne satt. Aber Wasser brauchen sie, jede Menge davon und manchmal auch noch einen Schluck von der guten Brennnesseljauche.

Der Pfirsichbaum hat tatsächlich vier Früchte angesetzt, zum ersten Mal. Und er sah dieses Jahr auch nicht mehr so krank aus. Ich habe vor dem ersten Anschwellen der Knospen mit Milch gespritzt – hat jemand im „Mein Schöner Garten Forum“ empfohlen – und es ist tatsächlich besser geworden. Es könnte aber auch an dem trockenen Frühjahr gelegen haben. Die Kräuselkrankheit wird ja durch einen Pilz hervorgerufen und Pilze gedeihen nun mal bei Feuchtigkeit besser.

Der Rasen sieht traurig aus, es hat zu wenig geregnet und wässern mag ich nicht. Naja, er wird sich wohl wieder erholen, aber im Herbst muss nachgesät werden.

Die Rosen machen eine kleine Blühpause, aber Climbing Mme. Meilland macht mir Freude. Nicht nur, dass sie eine duftende Blüte nach der anderen öffnet, sie macht auch Klettertriebe. Jetzt im dritten Jahr scheint sie endlich klettern zu wollen. Ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben.

Donnerstag

Minnehaha
Minnehaha
Schon lange nichts mehr geschrieben, mir hat einfach die Zeit gefehlt. Dabei war so viel zu tun im Garten.

Die Rosen blühen alle, auch die spätblühende Minnehaha, die meinen Rosenbogen in ein Blütenmeer verwandelt.

Warum mickert Schneewittchen? Ich werde sie im Herbst mal umsetzen, sie ist noch von meinen Vorgängern gepflanzt worden, und ich vermute, sie steht auf einer Stelle, an der schon vorher Rosen standen (Nachbaukrankheit?). Auffallend ist, dass alle späteren Pflanzungen von Rosen nicht so recht gedeihen, nur die alten, die offenbar Anfang der 50er Jahre gesetzt wurden, haben sich prächtig entwickelt.

Es ist viel zu trocken. Die Regentonne ist leer und es gibt nicht einmal ein Gewitter zwischendurch. Soviel Wasser, wie die Pflanzen eigentlich brauchen, kann man gar nicht giessen. Aber etwas Gutes hat die Trockenheit: Die Schnecken sind dieses Jahr sehr zurückhaltend. Der Nachbar wurde schon leichtsinnig und baute Möhren an, aber über Nacht – ratzfatz alles weg. Sie sind schon noch da, aber sie halten sich klein.

@longstocking: Wie mache ich das mit den Tomaten: Ganz einfach, sie stehen bei mir vor dem Haus, direkt an der Hauswand in großen Töpfen mit Untersetzern (15 Stück sind es dieses Jahr, ist aber noch Platz für mehr). Dadurch bekommen sie wenig bis gar keinen Regen ab und ich habe – ungelogen – noch nie Braunfäule gehabt. Vielleicht habe ich nur Glück, aber ich denke, dass Regen die Ausbreitung der Braunfäule begünstigt und dadurch meine Tomaten in ihren Töpfen sicher sind. Natürlich tragen die Stöcke nicht so viel, aber die Ernte reicht locker für ein bis zwei Monate.

Sonntag

Endlich Regen, der Garten hat es dringend gebraucht. Aber die Eisheiligen mussten eigentlich ihrem Namen nicht so viel Ehre machen. (Zitter, Bibber!) Die Tomaten sind gesetzt, auch der Paprika, jetzt sollte auch ein bisschen mehr Wärme kommen.