Archiv der Kategorie: Zimmerpflanzen

Duftalpenveilchen

AlpenveilchenVor Jahren hatte ich mal eins, das mir dann eingegangen ist. Es war wahrscheinlich mein Fehler, offenbar war ich ein wenig zu verschwenderisch beim Gießen. Seitdem habe ich nie wieder irgendwo ein Duftalpenveilchen gefunden. Ich erinnere mich nur, dass es die Bezeichnung odorata oder odorella im Namen trug, steril war und von einer einzigen Schweizer (?) Firma vertrieben wurde.

Neulich, in einem Pflanzencenter, sah ich dann Alpenveilchen im Sonderangebot. Sie sahen gut aus, also nahm ich mal eins mit. Ich mag die Pflanzen mit ihren zierlichen Blüten halt. Angeblich (so die Beschriftung auf dem Topf), ein Cyclamen Persicum, eine Outdoor und Indoor Pflanze. Das Outdoor haben sie aber auf bis zu -2 Grad eingeschränkt.
Als ich nach Hause kam, war die Überraschung groß. es duftet. Und zwar ziemlich stark sogar.

Die Beschreibung auf dem Topf verwirrt mich: Cyclamen Persicum verträgt meines Wissens nach keineswegs Minusgrade und duften tut es auch nicht. Nun denn, ich werde es nicht Minusgraden aussetzen.

Vielleicht kann man es ja vermehren, so etwas wie Blütenstaub zeigt sich auf den Blättern und eine Samenkapsel hat sich mittlerweile auch schon gebildet. Aber ob die auch mit keimfähigem Samen gefüllt ist, bleibt abzuwarten.

Es wird spannend.

Ergänzung: Odorella hieß das von mir erworbene Duftalpenveilchen tatsächlich. Ich habe einen entsprechenden Hinweis bei Tante Google gefunden. Die Schweizer Firma scheint nicht mehr zu existieren und nirgendwo findet sich ein aktueller Hinweis auf besagtes Duftalpenveilchen, das unter dem botanischen Namen Cyclamen x perpuris läuft.

Gefunden

CrassulaDer Wald bietet doch immer wieder Überraschendes. Und manche Zeitgenossen entsorgen dort auch ihren Grünschnitt. Dabei tauchte dieses Exemplar auf, das jetzt schon seit mehr als einem halben Jahr bei mir wohnt und gedeiht.
Ich denke, es handelt sich um eine Euphorbie oder um eine Crassula, allerdings konnte ich nirgends ein Bild davon entdecken. Im Winter hat sie geblüht. Die Blüten waren sehr klein, gelb und unscheinbar. Die Blätter sind fleischig und schmal. Sie braucht offenbar wenig Wasser und steht jetzt auf dem Balkon.

Weiße Schönheit

Weisse Amaryllis
Amaryllisblüte
Die Amaryllis bringt wohl mit die schönsten Blüten hervor. Offiziell heisst die Pflanze ja gar nicht Amaryllis, sondern Hippeastrum (zu deutsch Rittersporn), aber sie gehört zu den Amaryllisgewächsen.

Die Kultur dieser beliebten Zimmerpflanze ist denkbar einfach, hängt aber von der jeweiligen Vegetationsphase ab:
Die Amaryllis (bleiben wir mal bei diesem Namen) wird im Winter im Zimmer und im Frühjahr/Sommer vorzugsweise im Freien kultiviert, während im Herbst der dunkle Keller ein geeigneter Ort ist. Wird sie nach der Blüte nicht weitergepflegt, wird sie in der darauffolgenden Saison nicht wieder blühen.

Die Amarylles ist eine Zwiebelpflanze und braucht nicht all zu viel Wasser. Bei zuviel Wasser fault die Zwiebel. Während der Blüte Ende des Winters braucht sie nicht sehr viel Licht, sie steht bei mir in einer einer relativ dunklen Ecke. Nach der Blüte braucht sie Helligkeit möglichst im Freien und viel Dünger. Sie sollte regelrecht gemästet werden.
Wenn im September/Oktober die Blätter einziehen, stellt man das Giessen fast ganz ein. Sie kann dann auch im dunklen Keller kühl stehen. Am Ende der Ruhezeit sollte sie in frische Erde getopft werden. Wieder mehr gegossen wird sie erst, wenn sich der erste Blütenaustrieb zeigt.

Vermehrt wird sie im allgemeinen durch Brutzwiebeln. Die Samen treiben willig aus, es dauert aber mehrere Jahre, bis sich eine blühfähige Pflanze aus den Samen entwickelt. Ausdem kostet die Samenproduktion viel Kraft, so dass die Amaryllis dann ziemlich sicher im nächsten Jahr nicht blühen wird.

Meine weisse Amaryllis ist jetzt drei Jahre alt und blüht zuverlässig – dieses Jahr mit drei Blüten.

Dendrobium Blüte

Dendrobium Nobile
Dendrobium Nobile mit fast liegendem Blütenstand
Mitten in der Weihnachtszeit blüht eins meiner mittlerweile drei Dendrobien.

Dendrobien legen eigentlich eine Winterpause ein, zumindest die Gattung Dendrobium Nobile, zu der meins zählt. Der Blütenstand ist fast liegend gewachsen, wohl auch bedingt durch die Enge und dem Lichtmangel auf der winterlichen Fensterbank.

Die Stängel, eigentlich eher Pseudobulben kommen aus einem Rhizom,
und sterben oft nach der Blüte ab. Das macht aber garnichts, es bilden sich immer wieder neue Bulben, die dann Blüten ansetzen. Das Dendrobium Nobile wird in der Literatur als Anfängerfreundlich beschrieben, zum Glück für mich, denn Orchideenkennerin bin ich wahrlich nicht.

Ich pflege meine Dendrobien genauso wie allen anderen Orchideen: nicht allzu häufiges Einnebeln mit Regenwasser. Und wenn ich mal in einen gut sortierten Pflanzenmarkt komme, werde ich den Orchideen hohe Gläser spendieren, in denen sich die Luftfeuchtigkeit gut hält.

Der Geldbaum blüht

Crassula Ovata
Crassula Ovata - Der Geldbaum
Das hatte ich noch nie: einen blühenden Geldbaum, hoffentlich bringt mir das auch viel Geld. Zugegeben – er hat nur eine einzige winzige Blüte. Ich habe ihn schon ein paar Jahre lang, und diesen Sommer hat er im Freien verbracht. Das – so heisst es – ist der Grund für die weihnachtliche Blüte.

Ansonsten ist der Geldbaum, Crassula Ovata – sehr pflegeleicht. Im Sommer im Freien braucht er nie gegossen zu werden und im Winter auch nur sehr selten. Seine Blätter können große Mengen von Wasser speichern. Ich dusche ihn einmal im Monat ab, das reicht. Im letzten Winter ging es ihm nicht so gut, er bekam Wollläuse, die aber im Sommer wieder verschwunden sind. Die Marienkäfer haben ganze Arbeit geleistet. Und ich habe mit Schmierseifenlösung für die nötige Vorarbeit gesorgt.

Vermehrt wird der Geldbaum durch Kopfstecklinge, durch abgefallene Blätter (die bis jetzt immer problemlos angewachsen sind) oder durch Abwurf von schwach bewurzelten Trieben, die regelmäßig zum Winterende erscheinen.