Das Garten ABC

Gartenenzyklopädie
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Absenker

Das ist eine Vermehrungsmethode, bei der die Triebe vorsichtig zum Boden gebogen, mit Erde bedeckt und angegossen werden. Der Trieb bildet dann Wurzeln. Das funktioniert bei Kletterrosen, Johannisbeeren und vielen anderen.

Algen

Unter Wasser lebende, kleine Pflanzen. Sie gedeihen vor allem in nährstoffreichem Wasser und müssen deshalb regelmäßig abgefischt werden. Kommt es zur "Algenblüte", sterben die Algen ab und werden von den Mikroorganismen abgebaut. Bei diesem Vorgang wird dem Wasser viel Sauerstoff entzogen.

Anhäufeln

Bei Rosen wird die Basis bis zu 20 cm hoch mit Lauberde oder Gartenkompost zum Schutz vor Wind und Frost abgedeckt.

Auge

Unter dem Auge einer Rose versteht man einen Knospenansatz am Trieb mit dazugehörigem Rindenteil.

Ausgereiftes Holz

Die jungen Triebe von Bäumen und Sträuchern (auch Rosen) sind anfangs weich und enthalten viel Wasser, deshalb brechen sie auch nicht so leicht. Im Laufe des Sommers bilden sich in den Zellwänden Zellulose und Lignin, der Wassergehalt nimmt ab. Das Holz wird fester. Auf Grund des geringeren Wassergehaltes kann der Frost – der ja Wasser gefrieren lässt – der Pflanze wenig anhaben. Wer also noch im Spätsommer düngt, fördert die Bildung neuer Triebe, die dann nicht mehr ausreifen können.

Einjährige

Nichtverholzende Pflanzen, die innerhalb eines Jahres keimen, blühen, Früchte tragen und dann absterben. Die Einjährigen werden im Frühjahr gesät und vermehren sich durch Samenkörner, die oft den Winter überdauern können. Viele unserer Sommerblumen gehören zu dieser Gruppe.

Gießwasser

Fast alle Pflanzen lieben Gießwasser mit niedrigem pH Wert. Manche, wie Orchideen, Zitrusgewächse, Azaleen, brauchen "weiches" Wasser unbedingt zum Gedeihen. Den pH-Wert des Leitungswassers – Regenwasser ist immer "weich" – kann man auf verschiedene Art senken:

  • Wasser länger abstehen lassen.
  • Torfsäckchen oder Torftabletten ins Gießwasser geben.
  • Pinienrinde dazugeben.

Kaltkeimer

Die Samen der Kaltkeimer brauchen niedrige Temperaturen, oder auch Frost (Frostkeimer), um sich zu entwickeln. Dazu gehören Bärlauch, Eisenhut, Petersilie (Frostkeimer) und viele andere.

Knoten

Der Punkt eines Stängels, aus dem ein Blatt, ein Spross oder eine Blüte einspringt. Auch Nodium genannt. Die Abstände zwischen den Knoten sind die Internodien, die unterschiedliche Länge aufweisen.

Leguminosen

Sie können Stickstoff an ihren Wurzeln sammeln. Die Leguminosen gehen mit den Knöllchenbakterien im Boden eine Symbiose ein. Die Bakterien siedeln sich an den Wurzeln an und bilden dabei kleine, aber gut sichtbare Knöllchen. Sie wandeln den Stickstoff aus der Luft in organisch gebundenen Stickstoff um, mit dem der Boden dann angereichert wird. Zu dieser Pflanzengruppe zählen Erbsen, Bohnen, Wicken, Klee, Lupinen und andere. Nach der Ernte sollte man die Wurzeln im Boden belassen und nur die oberirdischen Teile entfernen.

Luftwurzeln

Über dem Boden wachsende Wurzeln, die man z.B. bei Orchideen und dem Ficus findet. Sie dienen der Aufnahme von Luftfeuchtigkeit.

Mutation

Spontane Veränderung in den Erbanlagen. Was genau Mutationen hervorruft, ist unbekannt. Man vermutet, Umweltveränderungen, verschiedene Reize von aussen könnten die Ursache sein.

Mulchen

Das Bedecken das nackten Bodens mit einer Schicht aus organischem Material, damit unerwünschte Wildpflanzen (Unkraut) nicht keimen können und der Boden nicht verschlämmt. Geeignet ist Moos, Holzhäcksel, bedingt auch Rasenschnitt und Laub. Allerdings bietet die Mulchschicht auch ungebetenen Gästen Unterschlupf, z.B. den Nacktschnecken.

Nacktfrost

Keine schützende Schneedecke bei klarem Himmel, tagsüber strahlendem Sonnenschein und sehr tiefen Temperaturen. Für fast alle überwinternden Pflanzen eine gefährliche Situation.

Nematoden

Fadenwürmer oder Älchen, die die Pflanzenwurzeln schädigen. Gegenmittel sind Blumen und Stauden, die mit ihren Wurzelausscheidungen die Vermehrung der Nematoden verhindern, z.B. Ringelblumen, Tagetes, einjähriger Sonnenhut.

pH-Wert

Der pH-Wert drückt die Konzentration der Bodensäure aus. Für Rosen gilt ein pH-Wert von 6,5 bis 7 im neutralen Bereich auf lehmig, sandigem Boden als ideal. Der pH-Wert des Gartenbodens kann mit Hilfe eines Bodenanalyse-Sets, das überall im Fachhandel angeboten wird, leicht ermittelt werden.

Reihenabstand

Das ist der Abstand zwischen den Pflanzenreihen, der Abstand zwischen den Pflanzen in einer Reihe ist der Pflanzabstand.

Rückschnitt

Die Zweige von Bäumen und Sträuchern um mehr als die Hälfte kürzen, z.B. der Schnitt von Rosen.

Stauden

Krautige Pflanzen, die mehrere Jahre alt werden. Die Wurzeln überwintern unter der Erde, alle oberirdischen Triebe sterben ab.
 » Päonien

Steckling

Von einer Pflanze abgetrennter Teil, aus dem eine neue Pflanze hervorgeht. Je nach Pflanzenart gelingt das mit einzelnen Blättern, einem Triebstück mit Blättern oder auch dem Abschnitt eines Wurzelausläufers.

Teilung

Vermehrungsart für Stauden. Man teilt sie im Herbst in Stücke, von denen jedes ein Wurzelsystem und ein oder mehrere Sprosse oder Knospen hat.

Terminalknospe

Die oberste Knospe eines Stengels, auch Scheitelknospe genannt. Häufig wird sie von Blättern verdeckt.

Unterlage

Viele Rosen, aber auch Obstbäume werden veredelt. Das Holz, dass Blüten bzw. Früchte trägt, wächst dabei auf dem Stamm (bei Hochstämmchen) und/oder dem Wurzelwerk einer verwandten Art – der Unterlage. Damit profitieren die oft schwachwüchsigen Edelreiser vom starkwüchsigen Wildling der Unterlage.

Vegetative Vermehrung

Vermehrung als Stecklinge oder durch Teilung ohne Samen. Alle Nachkommen haben dadurch die gleichen Eigenschaften wie die Mutterpflanze. Gelegentlich kann es aber bei Rosen trotzdem zu Veränderungen kommen.

Wurzelausläufer

Ein Spross, der im oder auf dem Boden verläuft und an jedem Knoten eine neue Pflanze mit Wurzeln bildet. Bei einigen Rosenarten verbreitet.

Zungenblüte

Die äußeren, schmal-lanzettartigen Blütenblätter bei Korbblütlern (z.B. Gänseblümchen,Margeriten).

Zweijährige

Eine Pflanze, die im ersten Jahr nur Blätter entwickelt (oder eine schwache Blüte), im zweiten Jahr blüht, Samen bildet und dann abstirbt. Dazu gehören Stiefmütterchen, Goldlack und viele Nelken.

Zwiebelblumen

Pflanzen, bei denen sich fleischige Blätter zu Speicherorganen umgebildet haben. Nach der Blüte bilden die grünen Blätter neue Nährstoffe, die über die Leitungsbahnen in die Zwiebeln transportiert werden. Deshalb nie zurückschneiden. Nach der Blüte die Köpfe abschneiden, damit die Pflanze keinen Samen ausbildet, der die Zwiebel viel Kraft kostet. Nach einigen Wochen sterben die oberirdischen Blätter ab, sie ziehen ein, die Zwiebel ruht bis zum nächsten Austrieb.

– Aktualisiert am 05.06.2012 um 16:40

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