Alte Rosen

„Alte“, oder auch „historische“ Rosen sind eigentlich keine eigenständige Gruppe, sondern entstanden aus Wildrosen, die ständig mit neueingeführten Sorten und Mutationen gekreuzt wurden. Die meisten bilden einen Strauch, der sich oft zu beträchtliche Breite entwickeln kann.

Fatin Latour
Fatin Latour

Bei der Pflanzung benötigt man deshalb auch nicht so viele Pflanzen wie bei der Verwendung von modernen Beetrosen. Viele Sorten sind nur einmalblühend – der Einfluß der Gallica-Rosen – und blühen nicht nach. Daher müssen sie auch anders geschnitten werden als die modernen Rosen, die an jedem frischen Trieb blühen. Viele „Alte Rosen“ blühen erst am zweijährigen Holz. Das heisst, dass die frisch gepflanzte Rose im ersten Jahr die Triebe hervorsprießen lässt, an denen sich im nächsten Jahr die Blüten bilden.

Blush Damask
Blush Damask

Schneiden Sie nur alle kranken und verletzten Triebe heraus. Alle vier bis fünf Jahre kann man durch das Herausnehmen mehrerer alter Triebe den Strauch verjüngen. Wenn man den Strauch aber kompakter haben möchten, so kann man gleich nach der Blüte zurückschneiden. Es wachsen bis zum Winter neue Triebe nach, die im folgenden Jahr Blüten hervorbringen. Allerdings bringt man sich dabei um den oft schönen Anblick der Hagebutten.

Pompon de Bourgogne
Pompon de Bourgogne

Man kann sie in Gruppen oder auch in Reihen pflanzen. Verschiedene Sorten dicht, aber nicht zu eng, nebeneinander gesetzt, wachsen mit der Zeit zusammen und geben das Gesamtbild einer einzigen großen Pflanze. In den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts entstand die Gruppe der Remontantrosen (remontierend = zum zweiten Mal blühend). Aber nur wenige aus dieser Gruppe sind wirkliche Dauerblüher. Die meisten zeigen eine deutlich schwächere Nachblüte

Rose de Peintres
Rose de Peintres

Historische Rosen wachsen meist strauchartig und haben oft überhängende Triebe. Sind die Blüten regenbeladen, werden sie kopflastig. Für regenreiche Gebiete sind sie daher weniger geeignet. Auch die „Mumienbildung“, das Verkleben und Schimmeln der Blüten bei Regen ist ein Problem.

Trotz all dieser Nachteile entschädigen die „Alten Rosen“ ihre Liebhaber mit verschwenderischem Duft und Blütenpracht im Frühsommer für das etwas mehr an Pflege.

– Aktualisiert am 04.11.2015 um 20:28

5 Gedanken zu „Alte Rosen“

  1. Warum werden die Edlen Rosenstock im Winter dunkeln braun-schwarz? und drinnen total vertrocknet? was kann man dagegen tun? wie kann man sie wieder zum leben erwecken? bitte hilft mir. danke schön

  2. Ich finde die historischen Rosen in ihrer Bescheidenheit oft viel schöner, als die hochgezüchteten modernen Rosen.

  3. Im September nehme ich einen neuen schon festen Trieb, stecke ihn 2/3 in die Erde und 1/3 oberhalb, stülpe ein Glas fest darüber und warte bis zum Frühlin, meistens klappt’s mit dem wurzeln.

  4. Ich möchte gern wiesen wie ich ein ableger einer Rose ziehe ? Gruß euer Rosen Freund Karsten.

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