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Der Steckling hat geblüht

Fliedersteckling

Fliedersteckling

Eigentlich sollte es ja heißen: der Steckling blüht. Aber das war vor drei Wochen. Und vor lauter Arbeit ist der Artikel nicht rechtzeitig erschienen. Aber jetzt, wo er schon fast verblüht ist, habe ich Zeit genug. Ich hatte den Steckling in einen tiefen Kübel gepflanzt, wo er offenbar recht gut gediehen ist. Auf jeden Fall wurde er jedes Jahr größer, machte Ausläufer (naja, soweit der Kübel das zugelassen hat) und wuchs und wuchs. Jetzt ist er ca. einen Meter hoch und voller Blüten.
Vor vier Jahren hab ich den Steckling gezogen, in einem Wasserglas, wo er sehr langsam Wurzeln gezogen hat. Anschließend hab ich ihn dann in den tiefen Kübel ausgepflanzt, in dem er jetzt noch immer ist. Hoffentlich braucht er nicht bald schon einen neuen Platz. Ich hab nämlich keinen. Eins weiß ich jetzt aber, der Ausläufer, der diesen Steckling hervorgebracht hat, war kein Wildling, sondern die Edelform. Der Steckling blüht in der selben Farbe wie mein alter Flieder im Garten hinter dem Haus: dunkel-lila.

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Rosengärten inszenieren

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Bronzefigur “Im Rosengarten”

Bald öffnen die meisten ja wieder, die Rosengärten, die ich im Sommer so gerne besuche. Gut, im April blühen nur Gewächshausrosen, aber ich mag Rosengärten einfach. Ich habe auch das Glück, ganz in der Nähe zu einem der größten zu wohnen. Und ich bin oft dort. Zum Fotografieren, um mich über Neuzüchtungen zu informieren und einfach zum Genießen. Aber nicht nur die Rosen machen diese Gärten attraktiv, sondern auch ihre Gestaltung. Ein Meer von Rosen unterbrochen von Rosenbögen, von Skulpturen, von kleinen Teichen, Pavillions, und noch viel mehr.

Skulpturen im Rosengarten haben eine lange Tradition. So auch in meinem Lieblingsrosengarten in Zweibrücken. Nein, nicht dem offiziellen, sondern dem anderen, weniger bekannten, dem Wildrosengarten gegenüber der Fasanerie. Hier findet man neben Wildrosen vor allem alte Rosen, aber auch ein paar klassische Neuzüchtungen, unter anderem von David Austin. Im späten Frühjahr ist ein Besuch nicht nur etwas für die Augen, sondern auch für die Nase. Skulpturen, Steine, Rosenbögen bilden zusammen mit den Rosen ein wunderschönes Erlebnis.

Die meisten Rosengärten werden als formale Gärten angelegt. Die Beete werden entweder mit Buchsbaumhecken eingefasst oder mit Rosenbegleitern. Persönlich mag ich Buchsbaum nicht so sehr. Ich bevorzuge Geranien (Storchschnabel) als Rosenbegleiter. Geschmacksache, aber beides kann – gerade bei alten Rosen – die unteren verholzten kahlen Triebe verbergen. Und ganz wichtig im Rosengarten: Sitzgelegenheiten nicht vergessen.

Rosen wirken am besten, wenn man sie dicht pflanzt. Mindestens 4 Stück pro Quadratmeter und farblich aufeinander abgestimmt. Aber dazwischen braucht das Auge Ruhe und Abwechslung, eine Skulptur macht sich dann gut. Oder ein kleiner Brunnen.

Zu einem eher naturnahen Rosengarten mit Wild- und Alten Rosen passen Skulpturen, die alt und verwittert sind oder zumindest so aussehen. Zu einem eher eleganten Rosengarten mit seinen großblumigen farbintensiven Rosen passen elegante Skulpturen aus glatten Material. Ob elegant, verspielt, witzig oder verwittert – der Fantasie sind aber keine Grenzen gesetzt.

Bildmaterial mit freundlicher Genehmigung der Edition Strassacker

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Gartenplanung

WildtulpenDer Frühling ist da, nicht nur heute. Und so langsam geht es ans Aufräumen im Garten. Und man sieht sich wieder, die Gärtner und Gärtnerinnen der Nachbarschaft, die alle im Winter neue Pläne gemacht haben. Warum sollten wir nicht einmal ein Gartenseminar besuchen. Oder – noch besser – uns eins schenken lassen. Es gibt so viel, was wir nicht wissen, wir können dort Wissen austauschen, Neues lernen, Ideen bekommen und vieles mehr. Ich hätte ja gerne ein Rosen oder Päonienseminar. Irgendwie hab ich halt immer den Eindruck, ich weiss nicht genug. Ich habe noch nie einen wirklichen Plan für meinen Garten gehabt, er hat sich einfach so entwickelt im Laufe der Zeit. Das ist ja auch eigentlich gut so.

Und was ich wirklich nicht kann, das ist die professionelle Bepflanzung von Schalen und Kübeln.

Aber zum Sommer gibt es eine neue Herausforderung anderer Art: ich werde ein Grundstück neu bearbeiten dürfen. Ausser ein paar alten Obstbäumen und jeder Menge Kratzbeeren ist dort zur Zeit nicht sehr viel. Klar, die Obstbäume sollen bleiben, sie müssen nur geschnitten werden. Aber was mache ich mit dem Rest?

Rosen als Abgrenzung zum Weg hin wären schon mal eine Möglichkeit, Aber hoffentlich werden sie nicht von den Rehen gefressen, die dort reichlich vorhanden sind. Rehe lieben junge Triebe, aber vielleicht sind ihnen Rosen ja zu stachelig. Auch Päonien sind offenbar rehsicher. Die Blätter schmecken einfach nicht, glaube ich mal. Aber sonst? Ich bin unschlüssig.
Der Boden dort ist das ortsübliche Lehm-Ton-Gemisch; knüppelhart im Sommer und eine matschige Pampe den Rest der Zeit. Gut für Rosen, aber was würde dort sonst noch gedeihen?

Einen Komposthaufen werde ich anlegen, um den Boden zu verbessern. Damit habe ich in meinem Hausgarten sehr viel Erfolg gehabt, der Boden dort ist mittlerweile schön krümelig und wesentlich einfacher zu bearbeiten. Und das Wasser bleibt nach einen kräftigen Regenguss nicht mehr an der Oberfläche stehen.
Oh ja, es gibt viel zu tun, packen wir es an.

Es wird Frühling

Hasel

Männliche Haselblüten

Pünklich zu Beginn des meteorologischen Frühlings am 1. März hat sich auch das Wetter geändert. Die Haselblüte hat erste Bienen angelockt, wir hatten ja schliesslich 14 Grad hier, die Luft roch förmlich nach Frühling, die Schneeglöckchen sind voll erblüht und auch die ersten Krokusse haben sich gezeigt. Gut, heute hat der Frühling eine Pause gemacht, aber es war eigentlich nicht kalt.

Auch die Discounter haben den Frühling ausgerufen, es gab wie üblich um diese Zeit jede Menge Gartengeräte, Samen, wurzelnackte Rosen (immer eine echte Wundertüte, man weiss nie, was drin ist), Zwiebelblüher, Sommerstauden und sogar Nützlinghotels. Die waren aber so schnell ausverkauft, das ich keins mehr bekommen habe. Schade. Ich hab zwar schon einige, aber ich hab auch noch jede Menge Platz an der Hauswand.
Ja, es juckt in den Fingern. Für morgen ist schönes Wetter gemeldet und dann geht es wieder in den Garten.

Optimierte Gartenbewässerung mit Regenwasser

RegentonneSo langsam denkt die Gärtnerin an den Sommer. Die Zeit des Katalogelesens ist vorbei. Jetzt ist Action angesagt.
Dünger ist noch reichlich vorhanden, aber das Regenwassersystem braucht dringend ein Update in Form einer zweiten Tonne.
Bewässerungssysteme sind übrigens uralt, bereits in den frühen Hochkulturen wie im alten Ägypten waren diese Systeme bekannt. Dabei ist die Wahl des Bewässerungssystems nicht nur von der Pflanzenart und Bodenbeschaffenheit, sondern auch von den Installationskosten abhängig.

Bewässerungssystem selbst bauen

ZisternenanlageGenerell unterscheidet man zwischen Oberflächenbewässerung, Beregung (Sprühanlagen), Unterflurbewässerung (Wassernutzung unterhalb der Bodenfläche) und Mikrobewässerung (bei der nur eine kleine Fläche mit wenig Wasser bewässert wird).
Eine fast automatisierte Bewässerung lässt sich aber auch in Form einer Tröpfchenbewässerung recht einfach selbst einrichten und ist nebenbei auch noch effizienter als das Gießen per Hand. Ein Wasserschlauch wird dabei so durch den Garten gelegt, dass alle Pflanzen erreicht werden. Dann wird er an den passenden Stellen mit kleinen Löchern versehen und an eine Gartenpumpe bzw. einen Wasserbehälter angeschlossen. Durch eine Zeitschaltuhr ist es zudem möglich das System gezielt zu aktivieren.
Auch gewöhnliche Blumenkästen können mit Wasserspeichermatten ausgelegt werden um eine entsprechende Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Pflanzen ziehen dabei nur so viel Wasser wie sie benötigen. Das ist enorm praktisch, weil dabei falsches Giessen nichts mehr kaputtmachen kann.

Regenwassernutzung der Umwelt zuliebe

GranitzapfsaeuleNutzung des Regenwassers ist im Gartenbereich völlig problemlos, da hier keine Trinkwasserverordnung das aufwändige Filtern des Wassers nötig macht und es rechnet sich auch. Trinkwasser ist viel zu schade und kostenintensiv, um es nur zum Giessen zu nutzen Ausserdem schadet das oft zu harte Wasser den Pflanzen.
Die billigste und einfachste Möglichkeit der Regennutzung ist dabei das Auffangen des Niederschlages in Regentonnen. Man braucht nur einen geeigneten Stellplatz, eine Tonne (manche gibt es schon für sehr kleines Geld) und eine Giesskanne.

Zisternen sind teurer, machen aber die Bewässerung auch von großen Gärten möglich und rechnen sich nach ein paar Jahren. Diese sind bei Gartenfachmärkten oder im Baumarkt zu bekommen und werden meist in kompletten Paketen angeboten.Je nach Bedarf sind sie mit Regenspeicher, Filtersystem, Pumpenart und verschiedenen Entnahmestellen ausgestattet. So kann der Nutzer je nach Pumpengröße seinen Garten sprengen und entscheiden welche Art von Entnahmestelle er haben möchte. Durch diese Nutzung werden besonders in heißen Monaten die Wasserkosten gesenkt und vor allem wertvolles Grund- und Trinkwasser eingespart. In vielen Regionen Deutschlands, wie neuerdings auch in Bremen, wird zudem die Anschaffung einer Regennutzungsanlage bezuschusst. Da dies auf kommunaler Ebene teils sehr unterschiedlich gehandhabt wird, empfiehlt es sich vor der Planung genauere Informationen dazu einzuholen.
– Bilder mit freundlicher Genehmigung von ©benz24

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