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Gartenplanung

WildtulpenDer Frühling ist da, nicht nur heute. Und so langsam geht es ans Aufräumen im Garten. Und man sieht sich wieder, die Gärtner und Gärtnerinnen der Nachbarschaft, die alle im Winter neue Pläne gemacht haben. Warum sollten wir nicht einmal ein Gartenseminar besuchen. Oder – noch besser – uns eins schenken lassen. Es gibt so viel, was wir nicht wissen, wir können dort Wissen austauschen, Neues lernen, Ideen bekommen und vieles mehr. Ich hätte ja gerne ein Rosen oder Päonienseminar. Irgendwie hab ich halt immer den Eindruck, ich weiss nicht genug. Ich habe noch nie einen wirklichen Plan für meinen Garten gehabt, er hat sich einfach so entwickelt im Laufe der Zeit. Das ist ja auch eigentlich gut so.

Und was ich wirklich nicht kann, das ist die professionelle Bepflanzung von Schalen und Kübeln.

Aber zum Sommer gibt es eine neue Herausforderung anderer Art: ich werde ein Grundstück neu bearbeiten dürfen. Ausser ein paar alten Obstbäumen und jeder Menge Kratzbeeren ist dort zur Zeit nicht sehr viel. Klar, die Obstbäume sollen bleiben, sie müssen nur geschnitten werden. Aber was mache ich mit dem Rest?

Rosen als Abgrenzung zum Weg hin wären schon mal eine Möglichkeit, Aber hoffentlich werden sie nicht von den Rehen gefressen, die dort reichlich vorhanden sind. Rehe lieben junge Triebe, aber vielleicht sind ihnen Rosen ja zu stachelig. Auch Päonien sind offenbar rehsicher. Die Blätter schmecken einfach nicht, glaube ich mal. Aber sonst? Ich bin unschlüssig.
Der Boden dort ist das ortsübliche Lehm-Ton-Gemisch; knüppelhart im Sommer und eine matschige Pampe den Rest der Zeit. Gut für Rosen, aber was würde dort sonst noch gedeihen?

Einen Komposthaufen werde ich anlegen, um den Boden zu verbessern. Damit habe ich in meinem Hausgarten sehr viel Erfolg gehabt, der Boden dort ist mittlerweile schön krümelig und wesentlich einfacher zu bearbeiten. Und das Wasser bleibt nach einen kräftigen Regenguss nicht mehr an der Oberfläche stehen.
Oh ja, es gibt viel zu tun, packen wir es an.

Es wird Frühling

Hasel

Männliche Haselblüten

Pünklich zu Beginn des meteorologischen Frühlings am 1. März hat sich auch das Wetter geändert. Die Haselblüte hat erste Bienen angelockt, wir hatten ja schliesslich 14 Grad hier, die Luft roch förmlich nach Frühling, die Schneeglöckchen sind voll erblüht und auch die ersten Krokusse haben sich gezeigt. Gut, heute hat der Frühling eine Pause gemacht, aber es war eigentlich nicht kalt.

Auch die Discounter haben den Frühling ausgerufen, es gab wie üblich um diese Zeit jede Menge Gartengeräte, Samen, wurzelnackte Rosen (immer eine echte Wundertüte, man weiss nie, was drin ist), Zwiebelblüher, Sommerstauden und sogar Nützlinghotels. Die waren aber so schnell ausverkauft, das ich keins mehr bekommen habe. Schade. Ich hab zwar schon einige, aber ich hab auch noch jede Menge Platz an der Hauswand.
Ja, es juckt in den Fingern. Für morgen ist schönes Wetter gemeldet und dann geht es wieder in den Garten.

Optimierte Gartenbewässerung mit Regenwasser

RegentonneSo langsam denkt die Gärtnerin an den Sommer. Die Zeit des Katalogelesens ist vorbei. Jetzt ist Action angesagt.
Dünger ist noch reichlich vorhanden, aber das Regenwassersystem braucht dringend ein Update in Form einer zweiten Tonne.
Bewässerungssysteme sind übrigens uralt, bereits in den frühen Hochkulturen wie im alten Ägypten waren diese Systeme bekannt. Dabei ist die Wahl des Bewässerungssystems nicht nur von der Pflanzenart und Bodenbeschaffenheit, sondern auch von den Installationskosten abhängig.

Bewässerungssystem selbst bauen

ZisternenanlageGenerell unterscheidet man zwischen Oberflächenbewässerung, Beregung (Sprühanlagen), Unterflurbewässerung (Wassernutzung unterhalb der Bodenfläche) und Mikrobewässerung (bei der nur eine kleine Fläche mit wenig Wasser bewässert wird).
Eine fast automatisierte Bewässerung lässt sich aber auch in Form einer Tröpfchenbewässerung recht einfach selbst einrichten und ist nebenbei auch noch effizienter als das Gießen per Hand. Ein Wasserschlauch wird dabei so durch den Garten gelegt, dass alle Pflanzen erreicht werden. Dann wird er an den passenden Stellen mit kleinen Löchern versehen und an eine Gartenpumpe bzw. einen Wasserbehälter angeschlossen. Durch eine Zeitschaltuhr ist es zudem möglich das System gezielt zu aktivieren.
Auch gewöhnliche Blumenkästen können mit Wasserspeichermatten ausgelegt werden um eine entsprechende Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Pflanzen ziehen dabei nur so viel Wasser wie sie benötigen. Das ist enorm praktisch, weil dabei falsches Giessen nichts mehr kaputtmachen kann.

Regenwassernutzung der Umwelt zuliebe

GranitzapfsaeuleNutzung des Regenwassers ist im Gartenbereich völlig problemlos, da hier keine Trinkwasserverordnung das aufwändige Filtern des Wassers nötig macht und es rechnet sich auch. Trinkwasser ist viel zu schade und kostenintensiv, um es nur zum Giessen zu nutzen Ausserdem schadet das oft zu harte Wasser den Pflanzen.
Die billigste und einfachste Möglichkeit der Regennutzung ist dabei das Auffangen des Niederschlages in Regentonnen. Man braucht nur einen geeigneten Stellplatz, eine Tonne (manche gibt es schon für sehr kleines Geld) und eine Giesskanne.

Zisternen sind teurer, machen aber die Bewässerung auch von großen Gärten möglich und rechnen sich nach ein paar Jahren. Diese sind bei Gartenfachmärkten oder im Baumarkt zu bekommen und werden meist in kompletten Paketen angeboten.Je nach Bedarf sind sie mit Regenspeicher, Filtersystem, Pumpenart und verschiedenen Entnahmestellen ausgestattet. So kann der Nutzer je nach Pumpengröße seinen Garten sprengen und entscheiden welche Art von Entnahmestelle er haben möchte. Durch diese Nutzung werden besonders in heißen Monaten die Wasserkosten gesenkt und vor allem wertvolles Grund- und Trinkwasser eingespart. In vielen Regionen Deutschlands, wie neuerdings auch in Bremen, wird zudem die Anschaffung einer Regennutzungsanlage bezuschusst. Da dies auf kommunaler Ebene teils sehr unterschiedlich gehandhabt wird, empfiehlt es sich vor der Planung genauere Informationen dazu einzuholen.
– Bilder mit freundlicher Genehmigung von ©benz24

Schnecken

Der Gärtnerin Lieblingsfeind: Nacktschnecken oder um es genau zu sagen die Wegschnecken (Arionidae). Sie können einem das Gartenleben zur Hölle machen. An regnerischen Tagen ist der Rasen, die Beete, die Weg voll von ihnen. Schneckenkorn mag ich nicht mehr auslegen, da das auch die überaus nützlichen Tigerschnegel tötet, die nun wiederum die Nacktschnecken und deren Gelege angreifen. Also versuche ich es mit anderen Methoden.

Zum ersten: erfreulich ist es, eine Erdkröte im Garten zu haben. Ich habe, beziehungsweise hatte eine (dieses Jahr habe ich sie noch nicht gesehen, aber sie sind halt auch sehr scheu). Kröten lieben Nacktschnecken und sind auch sonst sehr nützlich in der Insektenvertilgung. Nun kann man leider nicht einfach eine Einladung an Kröten verschicken und vor allem in städtischen Gärten werden sie die Einladung kaum annehmen können. Also muss die Schneckenbekämpfung anders aussehen.

Zum zweiten: Gelege finden und vernichten. Ab September findet man bereits die Gelege der Nacktschnecken. Die sind absolut winterhart, kein noch so kalter Winter wird sie vernichten, also Absammeln. Gelege finden sich unter Trittsteinen, an Rasenbegrenzungen, gerne in der Nähe und direkt an Steinen relativ dicht unter der Oberfläche. Ich entferne diese Gelege, und gebe sie die Vögeln. Vor allem Amseln mögen Schneckeneier.

Zum dritten: Wenn man auf Schneckenkorn verzichtet, haben die Tigerschnegel im Garten eine Chance und helfen mit, die Schneckenplage in Grenzen zu halten. Es klappt, eine kleine Menge Schnecken verträgt jeder Garten und wenn es in regnerischen Jahren wie diesem mal zu viel wird, helfe ich bei der Bekämpfung eben mit.

Eine Möglichkeit mitzuhelfen ist die bekannte Schneckenfalle, sehr wirkungsvoll, aber Vorsicht, das Bier lockt auch die Schnecken aus Nachbars Garten an, trotzdem wirkungsvoll ist sie allemal.

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Goldfelberich

Goldfelberich

Der Felberich ist eigentlich eine Wildstaude, die sich aber in jedem Garten gut macht. Er leuchtet von ferne und kann Riesenflächen begrünen – das Wort passt jetzt nicht, eher begolden. Allerdings muss man ein paar Regeln beachten, die ich auch erst einmal lernen musste. Meine Vorgänger hatten ihn mitten in den Gartengesetzt. Ich fand ihn schön, schnitt regelmäßig die Blüten für die Vase und habe erst nach zwei Jahren gemerkt, das er immer mehr Raum einnahm. Soviel Platz sollte er aber gar nicht haben. Jetzt hab ich ihn rigoros von seinem alten Platz verbannt und ihm einen Platz in einigen Pflanzkübeln zugewiesen. Dort muss er bleiben.
Der Felberich vermehrt sich nämlich ungestüm durch unterirdische Ausläufer und ist nur schwer zu vertreiben. Aber er ist eine lange haltbare Schnittblume und sieht einfach gut aus.
Im Herbst schneide ich die abgeblühten Triebe zurück und mehr Pflege braucht er nicht. Ja und gelegentlich entferne ich ein paar von seinen Ausläufern, damit der Platz in den Pflanzkübeln nicht zu eng wird.

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