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Donnerstag

Kaum versucht man Salat zu setzen – den letzten für dieses Jahr – fängt es an zu regnen. Ein richtig dicker Gewitterguß, nur ohne das Gewitter

Die Tomaten werden reif, schön dick sind sie dieses Jahr und auch die Pepperoni bleiben nicht grün, drei von ihnen sind richtig rot geworden. Ich bin mal gespannt, wie scharf sie sind. Ich habe garnicht den Mut, es auszuprobieren

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Die Tomaten in ihren Töpfen gedeihen prächtig, es gibt ja auch Sonne satt. Aber Wasser brauchen sie, jede Menge davon und manchmal auch noch einen Schluck von der guten Brennnesseljauche.

Der Pfirsichbaum hat tatsächlich vier Früchte angesetzt, zum ersten Mal. Und er sah dieses Jahr auch nicht mehr so krank aus. Ich habe vor dem ersten Anschwellen der Knospen mit Milch gespritzt – hat jemand im “Mein Schöner Garten Forum” empfohlen – und es ist tatsächlich besser geworden. Es könnte aber auch an dem trockenen Frühjahr gelegen haben. Die Kräuselkrankheit wird ja durch einen Pilz hervorgerufen und Pilze gedeihen nun mal bei Feuchtigkeit besser.

Der Rasen sieht traurig aus, es hat zu wenig geregnet und wässern mag ich nicht. Naja, er wird sich wohl wieder erholen, aber im Herbst muss nachgesät werden.

Die Rosen machen eine kleine Blühpause, aber Climbing Mme. Meilland macht mir Freude. Nicht nur, dass sie eine duftende Blüte nach der anderen öffnet, sie macht auch Klettertriebe. Jetzt im dritten Jahr scheint sie endlich klettern zu wollen. Ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben.

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Donnerstag


Schon lange nichts mehr geschrieben, mir hat einfach die Zeit gefehlt. Dabei war so viel zu tun im Garten.

Die Rosen blühen alle, auch die spätblühende Minnehaha, die meinen Rosenbogen in ein Blütenmeer verwandelt.

Warum mickert Schneewittchen? Ich werde sie im Herbst mal umsetzen, sie ist noch von meinen Vorgängern gepflanzt worden, und ich vermute, sie steht auf einer Stelle, an der schon vorher Rosen standen (Nachbaukrankheit?). Auffallend ist, dass alle späteren Pflanzungen von Rosen nicht so recht gedeihen, nur die alten, die offenbar Anfang der 50er Jahre gesetzt wurden, haben sich prächtig entwickelt.

Es ist viel zu trocken. Die Regentonne ist leer und es gibt nicht einmal ein Gewitter zwischendurch. Soviel Wasser, wie die Pflanzen eigentlich brauchen, kann man garnicht giessen. Aber etwas Gutes hat die Trockenheit: Die Schnecken sind dieses Jahr sehr zurückhaltend. Der Nachbar wurde schon leichtsinnig und baute Möhren an, aber über Nacht – ratzfatz alles weg. Sie sind schon noch da, aber sie halten sich klein.

@longstocking: Wie mache ich das mit den Tomaten: Ganz einfach, sie stehen bei mir vor dem Haus, direkt an der Hauswand in großen Töpfen mit Untersetzern (15 Stück sind es dieses Jahr, ist aber noch Platz für mehr). Dadurch bekommen sie wenig bis gar keinen Regen ab und ich habe – ungelogen – noch nie Braunfäule gehabt. Vielleicht habe ich nur Glück, aber ich denke, dass Regen die Ausbreitung der Braunfäule begünstigt und dadurch meine Tomaten in ihren Töpfen sicher sind. Natürlich tragen die Stöcke nicht so viel, aber die Ernte reicht locker für ein bis zwei Monate.

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Sonntag

Der Regen hat allen gut getan. Plötzlich keimt und spriesst es an allen Ecken. Die Rosen zeigen die ersten – klitzekleinen – Knospen, auch Climbing Mme A. Meilland. Sie ist groß geworden, im Vergleich zu letzten Jahr, so ungefähr 80 cm hoch. Aber das sie eine Kletterrose werden will, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Die beiden Neupflanzungen “Sebastian Kneipp” und die “Königin der Rosen” lassen sich Zeit mit dem Wachsen.

Nächste Woche werde ich mich mal um Tomatensetzlinge kümmern. Ich ziehe schon seit drei Jahren keine mehr vor, es wird einfach zu eng auf der Fensterbank und ein Gewächshaus habe ich nicht.
Und Rasenmähen ist angesagt, zum ersten Mal in diesem Jahr.

Vor drei Jahren habe ich eine Päonie gepflanzt, die dieses Jahr zum ersten Male eine Knospe angesetzt hat. Man hatte mir gesagt, das sie sich Zeit nehmen, aber drei Jahre … Und es ist auch nur eine. Sie übertreibt es nicht.

@ yoda: Vielen Dank für den Tipp mit den Bierfallen. Meine Bedenken sind nur zwei:
1. Wie verhindere ich, dass die Schnecken der gesamten Nachbarschaft (in der Nähe ist ein schönes feuchtes Bachtal) sich zu mir und meinem Bier aufmachen?

2. Wie hindere ich meinen Hund daran, das Bier zu saufen? Das steht ganz oben auf der Liste seiner Lieblingsgetränke.

Das mit den Tomatenblättern kann ich nicht so glauben, bei mir haben sie auch schon Tomaten abgefressen.
Aber dieses Jahr ist es -toi, toi, toi – nicht so schlimm, daran war sicher die Trockenkeit schuld.

@ longstocking: Ja,ja, das Küchenmesser ist auch eine Methode, irgendwann ertappe ich mich auch bei Mordgelüsten. In manchen Jahren ist es zu schlimm.

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