Standort und Pflege

Alle Rosen lieben luftige Plätze mit Sonnengarantie. Sonnige – aber nicht heiße – , windumspielte – aber nicht zugige – Standorte sorgen dafür, dass die Blätter nach dem Regen schnell abtrocknen können und somit der Pilzbefall gemindert wird.
Zu heiße Standorte können Blattverbrennungen zur Folge haben. Außerdem lieben Spinnmilben Lufttrockenheit und können durch vermehrtes Auftreten die Rosen schädigen. Rosen brauchen idealerweise tiefgründigen sandig-lehmigen Boden mit ausreichendem Humus- und Nährstoffanteilen. Eine unverdichtete Mischung aus Humus, Lehm und Sand ist ideal.

Rosen sind Tiefwurzler, ihre Wurzel stossen schnell einen Meter und mehr in den Boden hinunter. Wenn sie dann auf eine undurchdringliche Barriere (z. B. verdichteter Bauschutt) stossen, neigen sie zu Kümmerwuchs.
Halbschattige Lagen werden von einigen Sorten toleriert, vor allem von einigen Ramblersorten. In vollschattigen Lagen sollten andere Pflanzen gesetzt werden.

Wenn Rosen auf einen Standort gepflanzt werden, auf dem schon Rosen gestanden haben, kann das Phänomen der Nachbaukrankheitauftreten. Welche Ursachen dazu führen, ist bis heute ungeklärt, Tatsache ist aber, dass sich Rosen an solchen Plätzen nicht wohlfühlen und kümmern. Abhilfe schafft ein großes Pflanzloch (mindestens 45 cm breit und 50 cm tief), in das mit der neuen Rose ein Gemisch aus frischer Erde, Humus und Kuhdung kommt. Auch andere Mischungen sind möglich, wichtig ist nur, dass in der neuen Erde keine Rosen eingepflanzt waren.

Am falschen Standort wird jede Rose krank. Je enger Rosen zusammenstehen, umso empfindlicher werden sie. Der Befall mit Pilzkrankheiten variiert von Jahr zu Jahr. In verregneten Sommern tritt Sternrußtau unter Umständen verstärkt auf, in schwül-warmen Sommern zeigt sich Mehltau. Auch Rosen, die als robust eingestuft wurden, können sich nach Jahrzehnten gegen neue Erregerstämme nicht mehr zur Wehr setzen. Wer ökologisch handeln will, sollte die Rosen vorbeugend stärken – durch geeignete Sortenwahl, richtiges Düngen, geeigneten Standort und gute Pflege verbunden mit Omas Hausmitteln.

– Aktualisiert am 13.09.2017 um 19:51

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