Rosen von A – Z

Absenker:

Vor allem Ramblerrosen und Bodendecker werden so vermehrt. Ein Trieb wird zu Boden gebogen, leicht angeritzt, mit einer Astgabel oder ähnlichem fixiert und dann mit Erde angehäufelt. Dabei dürfen die Triebspitzen nicht bedeckt, sondern müssen nach oben gerichtet werden. Die Bewurzelung kann ziemlich dauern, bis zu einem Jahr. Nach erfolgreicher Bewurzelung wird die neu bewurzelte Rose von der Mutterpflanze angetrennt und an einen Ort der Wahl verpflanzt.

ADR-Rose

Abkürzung für ‚Anerkannte Deutsche Rose‘. Prädikat der Allgemeinen Deutschen Rosenneuheitenprüfung. Diese Rosensorten haben die härteste Rosenprüfung der Welt mit Erfolg bestanden! Sie zeichnen sich durch eine sehr gute Blattgesundheit, Robustheit, Frosthärte und nicht zuletzt durch einen reichen Blütenflor aus. Leider gehört Duft nicht zu den Kriterien.

Alte Rosen:

Sie werden auch historische Rosen genannt, darunter versteht man Rosensorten, deren Rosenklasse bereits vor 1867 in Kultur war. Im Jahre 1867 wurde die „erste“ Teehybride, die Sorte ‚La France‘, eingeführt. Alle Klassen, die vor diesem Zeitpunkt bereits bestanden, werden als „alte Gartenrosen“ eingestuft.

Bodendecker

Pflegeleichte ,robuste, gesunde nicht veredelte Kleinstrauchrosen, die sehr gut für die Bepflanzung größerer Flächen und Böschungen geeignet sind. Viele von ihnen sind auch für die Bepflanzung von Balkonkästen geeignet. Die meisten sind allerdings leider ohne jeden Duft.

Centifolien:

Rosa centifolia – auch bekannt als die Hundertblättrige Rose, Kohl-Rose oder Provence-Rose. Die meisten Sorten blühen weiß, rosa bis dunkelrot und einmal im Juni/Juli, duften fantastisch (besonders die größeren Sträucher) und werden deshalb zur Herstellung von Rosenöl genutzt. Der Wuchs ist locker, überhängend oder auch auseinander fallend, so dass die Triebe gestützt oder gebunden werden müssen. Ansonsten ist die Centifolie sehr winterhart und bevorzugt zur Förderung der Blattgesundheit einen sonnigen, luftigen Standort.

Damaszenerrosen

Die Gruppe der Damaszener-Rosen, (Rosa damascena) stammt aus Kleinasien und wird schon seit der Antike kultiviert. In unsere Gärten kam sie im 13. Jahrhunderts mit den Kreuzrittern. Ihr Duft ist intensiv und stark und bis heute wird aus ihren Blüten Rosenöl hergestellt.
Es gibt einmal blühende sowie remontierende Damaszenerrosen.

Drainage

Eine gute Drainage ist zwingend erforderlich, wenn Rosen in einem Pflanzgefäß wachsen sollen. Dieser Kübel muss ausreichend Platz für die langen Wurzeln der Rose bieten und Wasser darf sich nicht stauen. Nur mit einer Drainageschicht (Kies, sonstige Steine, Äste … und ein Loch im Kübel) ist gewährleistet, dass überschüssiges Gieß-, Regen- und Tauwasser restlos ablaufen kann. Stauwasser kann Wurzelfäulnis an Pflanzen und Frostschäden am Blumenkübel verursachen.

Dünger

Einmalblühende

Diese Rosen sind enorm blütenreich, blühen aber nur 6-8 Wochen und bilden meist Hagebutten zum Herbst; sie gelten oft als Bienenweide und blühen am vorjährigen Trieb. Deshalb dürfen sie nicht im Frühjahr geschnitten werden.

Eisenmangel

kommt vor allem bei Rosen mit Wildcharakter vor (oft bei Rosa Rugosa) und hat gravierende Folgen. Eisen ist einer der wichtigsten Bausteine, welche Pflanzen zum Wachsen und Gedeihen benötigen. Anzeichen für Eisenmangel bei Rosen sind gelbe Blätter und ein vermindertes Wachstum. Bei ersten Anzeichen von Eisenmangel sollte man einen reinen Eisendünger benutzen. Ansonsten reicht ein handelsüblicher Rosendünger.

Früchte

Hagebutten der Apfelrose
Hagebutten der Apfelrose
Die Frucht der Rosen ist die Hagebutte, die zu den Sammelnussfrüchten gehört. Die Hagebutte enthält einsamige Nüsschen von gelber bis brauner Farbe. Die Nüsschen werden beim Zerfall der Hagebutte im Winter bis zum Sommer des Folgejahres freigesetzt oder durch die Zerstörung der Hagebutte durch Tiere verbreitet.

Gallica Rosen

auch Essig Rose genannte europäische Wildrose, die sich stark durch Ausläufer vermehrt.

Hagebutten:

Die Früchte der Rose, die die Samen enthalten. Die Form ist unterschiedlich, von oval, rund, groß, fleischig ist alles dabei. Auch die Farben variieren, orange, schwarz, rot sind die häufigsten. Alle Hagebutten sind essbar.

LSD

Luft, Sonne, Düngen. Die Grundbedingungen für gesunde Rosen.

Okulieren:

ein sogenanntes „schlafendes“ Auge der gewünschten Edelsorte wird in die Rinde der Unterlage eingesetzt. Als Unterlage wird eine wüchsige Wildsorte verwendet, oft Rosa Multiflora oder die Weinrose. Man verwendet dafür im Idealfall ein spezielles Okuliermesser.
» Rosen vermehren

Öl:

Gewonnen wird Rosenöl hauptsächlich aus den Centifolien (Rosa Centifolia) und den Damaszenerrosen (Rosa Damascena), die stark durftend sind. Destilliertes Rosenöl ist eines der teuersten ätherischen Öle. Im Großhandel kostet 2017 ein Liter echtes bulgarisches Rosenöl (rosa damascens) bis zu 10.000 €. Man kann es aber auch weniger aufwändig selber herstellen. Dazu braucht man ein- bis zwei Handvoll Rosenblätter der oben genannten Sorten, 0,5 Liter geruchsneutrales, kaltgepresstes Öl wie Mandel- oder Rapsöl, ein großes Glas oder ähnliches und ein Mulltuch zum filtern.
Die Blüten werden morgens geerntet und zum Trocknen an einem kühlen, schattigen, luftigen Ort ausgelegt. Nach dem Trocknen werden die Blüten in ein Glas gegeben und mit dem Öl übergossen. Das Glas verschließen oder besser noch mit Mull bedecken. An einem warmen, sonnigen Ort ziehen lassen. Anschliessend das Öl durch ein Mulltuch giessen. In ein dunkles Glas geben und in den Kühlschrank stellen, wo es ein paar Wochen haltbar ist.

Officinalis

Beiname der Rosen, die auch als Arzneipflanze verwendet werden.

Rambler

Eine Art Kletterrose, mit langen, weichen, biegsamen Trieben, die in Bäume hineinranken können. Oft werden sie genutzt, um alten, halb abgestorbenen Obstbäumen zu einem weiteren Leben zu verhelfen. Sie können Triebe bis zu 10 m ausbilden und sind überaus blühfreudig. Die meisten sind allerdings nur einmal blühend. Insgesamt sind sie sehr pflegeleicht, müssen wenig geschnitten, sondern nur gelegentlich ausgelichtet werden.

Remontieren

Remontieren nennt man die Fähigkeit von Rosen, nach der Hauptblüte im Juni/Juli ein zweites Mal meist schwächer zu blühen. Die meisten modernen Rosen remontieren, viele ältere Züchtungen sind nur einmal blühend.

Sport:

Sports sind Triebe, die anders aussehen als alle anderen. Das können Klettertriebe einer Strauchrose sein, andersfarbige Blüten usw. Rosen neigen zur Bildung von Sports, die teilweise als neue Sorten oder Kletter-Variante als Steckling weiter vermehrt werden.

Stacheln

Rosen haben Stacheln, keine Dornen, die am Stamm, an den Ästen und Zweigen mehr oder weniger stark erscheinen.

Wurzelechte

Sie werden meist durch Stecklinge vermehrt und sind oft schwachwüchsiger und niedriger als die Rosen gleicher Sorte, die auf einem starktwüchsigen Wildling veredelt wurden und benötigen keinen tiefgründigen Boden.

Wurzelnackt

Die Bezeichnung „wurzelnackt“ bedeutet, dass die Rosen ohne Erdballen um die Wurzel geliefert werden, die Wurzeln also sozusagen nackt sind.
Ein Vorteil bei diesen Pflanzen ist der vergleichsweise sehr günstige Preis, ein zweiter Vorteil ist, dass die Rosen sehr gut anwachsen, wenn einige Dinge beachtet werden. Die Pflanzzeit ist in der Regel auf wenige Wochen im Frühjahr und Herbst begrenzt. Ebenso müssen wurzelnackte Pflanzen nach der Lieferung umgehend wieder eingepflanzt werden.
» mehr zum richtigen Pflanzen

– Aktualisiert am 28.03.2018 um 17:24

in meinem Garten

Was im Frühling zu tun ist:
Rosenpflege im Frühling