Ein Zaun muss her

Schottische Zaunrose
Schottische Zaunrose
Überall wird gebaut – leider auch an der Grundstückgrenze. Der Zaun, der das Grundstück des Nachbarn von unserem trennt, wird abgerissen und stattdessen werden dort ein paar Garagen gebaut. Wir brauchen aber diesen Zaun, sei es nur, um dem Hund unerwünschte Ausflüge unmöglich zu machen. Ausserdem sind Garagen natürlich kein wirklich schöner Anblick. Fazit: ein Zaun muss her, und zwar bald.

Ich habe mich mal umgesehen, im Baumarkt bin ich nicht so recht fündig geworden, die Auswahl war zu klein. Also habe ich es online probiert und verschiedene Lösungen gefunden. Eine Mauer bzw. ein Gabionenzaun in einem kleinen Garten wirkt leicht erdrückend, nimmt Licht weg und verändert das Kleinklima im Garten zu sehr.
Ein Sichtschutzzaun, der mir die Sicht auf die Garagen versperrt, luftdurchlässig ist und gleichzeitig auf meiner Seite begrünt werden kann, scheint mir eine gute Lösung.

Wildrosenhecke
Wildrosenhecke
Nun bleibt die Frage nach dem Material: Holz oder Metall. Beides hat so seine Vor- und Nachteile. Holz als Naturwerkstoff ist gerade für einen Garten eigentlich das Material der Wahl. Leicht aufzubauen (sogar für mich), langlebig mit entsprechender Imprägnierung, farblich flexibel zu gestalten. Das gleich gilt aber auch für Metall. Ich bin eigentlich ziemlich unendschlossen, beides kommt in Fraage, leider muss ich mich schnell entscheiden, denn der alte Zaun des Nachbarn wird in wenigen Wochen noch vor Beginn des Winters abgerissen.

Ich denke ein Sichtschutzzaun aus Holz ist eine gute Lösung. Holz als Naturstoff eignet sich hervorragend für einen naturnahen Garten und auch als Hintergrund für eine Hecke aus einheimischen Pflanzen. Ich habe dabei an Wildrosen, Feuerdorn und / oder Weissdorn gedacht. Beides bietet Futter für Tiere, aber auch Nistschutz für Vögel. Beide zeigen Blüten, die bei Insekten sehr beliebt sind und bieten Früchte, die von den Vögeln in Herbst und Winter gerne angenommen werden.

Rosensträuße binden

RoseDie meisten Rosen in meinem Garten haben eher kurze Stiele, eignen sich deshalb nur für kleine Vasen oder eine Schale, in der die Blüten schwimmen können. Aber einige sind dabei, die sich auch für etwas größere Sträuße eignen. Bei mir ist das Out of Rosenheim. Als Hochstämmchen gekauft zeigt sie lange starke Stiele, blüht unermüdlich, wenn auch spät und ist gesund. Sogar bei regnerischem Wetter zeigen Blätter und Blüten keine Spur von Pilzkrankheiten. So soll eine Rose aussehen, die für einen Blumenstrauß in Frage kommt.

Die bekannteste Rose für Rosensträuße ist sicherlich die Baccara, eine tiefrote, langstielige Teehybride, die 1954 von Francis Meilland gezüchtet wurde. Sie ist heute zwar nur noch wenig im Handel zu finden, aber blüht noch in vielen Gärten. Die Baccara wie auch Out of Rosenheim kombiniert man am besten mit weissblühenden Margariten, Schleierkraut oder auch ganz klassisch mit Efeu. Aber da gibt es keine Regeln, erlaubt ist, was gefällt.

Was brauche ich für einen schönen Blumenstrauß?

In erster Linie natürlich langstielige Rosen in der Farbe der Wahl, was der Garten oder der Handel so hergibt. Natürlich kann man passende Rosen und ihre Begleiter auch bei darauf spezialisierten Unternehmen online bestellen entweder nur die Schnittblumen oder auch gleich einen professionell gebundenen Sommerblumenstrauß.

Was braucht man noch?

Natürlich eine Vase in schlichter Farbe oder aus Glas. Da ist die Auswahl immens, eine schöne Vase bringt die Rosen erst richtig zur Geltung, zumal wenn dadurch sowohl der Strauß als auch der Raum gut zur Geltung kommt. Mir persönlich gefallen hohe Glasvasen am besten, aber für einen Rosenstrauß sind weisse, hohe, schlanke Vasen auch sehr schön.
Zum zweiten braucht man eine scharfe Rosenschere, die wir Gartenbesitzer ja sowieso haben, aber wer keine hat, eine scharfe Haushaltsschere tut es auch.
Zum dritten ein scharfes Küchenmesser. Ausserdem noch Blumenband, Begleitpflanzen wie oben erwähnt.

Wie baue ich den Strauß auf?

Die Stielenden der Rosen werden mit dem Messer von Blätter und Dornen befreit. Der Teil des Straußes, der nachher im Wasser steht, sollte keine weiteren Blätter oder Dornen enthalten. Daran würden sich zu schnell Bakterien entwickeln und den Strauß schnell verblühen lassen.
Nun kann man mit dem Binden beginnen. Im Zentrum des Straußes ist die Rose mit der größten Blüte. Nun steckt man abwechselnd immer eine neue Blume und Blattwerk zur Auflockerung spiralförmig zusammen. Die Blumen werden idealerweise immer zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Wenn der Strauß seine optimale Größe erreicht hat, können jetzt noch kleine Fehler ausgemerzt werden. Der Mittelpunkt des Straußes sollte auch auch die höchste Stelle sein.
Jetzt werden alle Blumenstiele mit der Rosenschere auf die gleiche Länge gekürzt und die Enden schräg angeschnitten. Das ganze wird mit Blumenband fixiert und in eine Vase mit frischem Wasser gegeben.
Die Vase muss vorher gründlich gespült werden, um alle Bakterien zu entfernen. Wer hat, gibt noch ein Päckchen Blumennährstoffe mit ins Wasser. Täglich oder, wenn es nicht anders geht, alle zwei Tage sollte das Wasser gewechselt werden und dabei schneidet man die Rosen aufs neue schräg an.

Übrigens: Duftrosen duften auch in der Vase.

Rosen und Regen

Crown Princess Margaret of Denmark im Regen
Crown Princess Margaret of Denmark im Regen
Der anhaltende Dauerregen macht nicht nur meinen Rosen zu schaffen. Überall sieht man jetzt faulende Blütenknospen und durch Pilzkrankheiten (vor allem durch Sternrußtau und Rost) geschädigte Blätter.

Rosen lieben kurze, erfrischende Schauer, aber mit Dauerregen können die Meisten nicht umgehen, weil dann weder Blätter und Blüten richtig abtrocknen können. Vor allem die Alten Rosen und die Rosen mit dicht gefüllten Blüten leiden stark unter dem Dauerregen.

Mumienbildung an Giardina
Mumienbildung an Giardina

Was ist zu tun

Die erste und wichtigste Maßnahme ist „deadheading“ wie die englischen Gärtner sagen, das Entfernen aller toten Blüten. Regen füllt die dichten Blütenköpfe mit Wasser, durch das Gewicht werden sie schwer und beugen sich dann bis zum Boden. Die Blütenblätter kleben zusammen und bleiben dann als braune sogenannte „Mumien“ am Strauch. Knospen öffnen sich nicht mehr, faulen und sind dann auch eine Ursache für Krankheitsbefall.

Als zweites werden dann durch Pilzkrankheiten geschädigte Blätter entfernt.

Sternrußtau
Sternrußtau an Rosenblättern

Vorbeugen

Wer in einem Gebiet wohnt, in dem Dauerregen auch im Sommer keine Seltenheit ist, sollte bei der Sortenwahl beachten, dass Rosen mit einfachen bis halbgefüllten Blüten, aber auch einzelne Teehybriden mit festen Blütenblättern meistens ziemlich regenresistent sind. Wer ganz sicher gehen will, sollte sich bei den ADR-Rosen umsehen, bei denen Regenfestigkeit getestet wird.

Constanze Mozart
Constanze Mozart ist resistent

Blattkrankheiten, die durch Regen begünstigt werden sind Grauschimmel, Echter Mehltau, Rost und der aggressive Sternrußtau.
Während und nach dem Regen müssen unbedingt die befallenen Blätter abgepflückt und vernichtet (Restmülltonne) werden, damit der Pilz nicht auch den Neuaustrieb und den Boden befällt. Zusätzlich kann dann noch zur Vorbeugung der Boden mit Knoblauch- oder Schachtelhalmbrühe desinfiziert werden.

Auch der kräftiger Sommerschnitt kann durch das Auslichten des Rosenstrauches Blattkrankheiten verhindern.
Wichtig ist auch den Standort der Rose mit Bedacht zu wählen. Rosen brauchen viel Sonne, aber auch Licht, Luft und Wind zwischen den Blättern.

Oh, dieses Wetter

Normalerweise steht hier um diese Jahreszeit ein Beitrag über die Rose, die die erste Blüte zeigt. Aber dieses Jahr? Auf weiter Linie Fehlanzeige. Manche Rosen haben durchaus Knospen, einige allerdings noch nicht einmal Knospenansätze. Dazu gehört auch die Louise Odier, die sonst immer eine der ersten war. Es war einfach den ganzen April und Mai über zu kalt und zu regnerisch. Auch die Rosenkäfer, die sonst immer mit den ersten Rosenblüten ihre Flugzeit beginnen, haben sich noch nicht sehen lassen.

Auch die Pfingstrosen, die sonst pünktlich zu Pfingsten starten, zeigen nur kleine Knospen, sogar die frühblühende Pink Hawaian wird wohl erst nach Pfingsten im Juni ihre Blütezeit beginnen.
Wer hätte das gedacht, nachdem uns der Frühling letztes Jahr mit traumhaftem Wetter verwöhnt hatte.

Die Rosen sind geschnitten

Forsythie
bluhende Forsythie
Die Forsythienblüte ist fast vorbei, nur wegen der kühlen Temperaturen halten sich die Blüten länger als sonst. Aber es ist immer noch laut Wetterbericht zu kühl für die Jahreszeit. Die Temperaturen sind auch in der Sonne nicht einmal zweistellig, sondern dümpeln so um 5 Grad herum. Und das im wärmeverwöhnten Südwesten. Wer hätte gedacht, dass nach einer reihe von warmen Wintern noch einmal eine solche Kälte kommt, die auch noch in den April andauert.

in meinem Garten

Was im Herbst zu tun ist:
» Rosenpflege im Herbst
» Wurzelnackte Rosen pflanzen

 

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