Hundstage

persische Rose
persische Rose
Mal wieder sind die Hundstage die heißeste Zeit des Jahres. 36 Grad zeigte das Thermometer heute nachmittag an und das ist natürlich im Vergleich zu anderen Werten eher bescheiden. Aber der Wasserverbrauch steigt ins Unermessliche, auch mein eigener. Sogar einige meiner Rosen werden jetzt gegossen, vor allem die im letzten Jahr gesetzte Persica Rose. Offenbar reicht ihre Wurzel noch nicht tief genug.
Die Regentonne ist leer, natürlich, sie fasst auch nur knapp 250 Liter. Und der letzte Regen ist Wochen her. Wir brauchen eine Zisterne, mit der der reichliche Winterregen aufgefangen werden kann. Mit dem Wasser gehe ich schon sehr sparsam um, die Rosen (mit Ausnahme der Persica Rose) werden gar nicht gegossen, aber die Hortensien brauchen viel Wasser, obwohl sie im Halbschatten stehen. Der Rasen wird nicht gegossen, aber die vielen Kübelpflanzen, die sich auf der Terrasse und dem Balkon angesammelt haben.

Ein Hoch aufs Hochbeet

Warum eigentlich ein Hochbeet?

Terrassenhochbeet
Terrassenhochbeet
Wer mich kennt, weiss, dass ich durchaus DIY-affin bin, mich aber an größere Projekte einfach nicht herantraue. Deshalb besitze ich jetzt auch nur selbstgekaufte Hochbeete, drei an der Zahl. Ein oder mehrere Hochbeete sollte eigentlich jeder im Garten haben, denn sie bieten eigentlich nur Vorteile:

  1. für die nicht so ganz Jungen unter uns, sie sind rückenschonend
  2. man kann den Winter hindurch sämtliche Gemüseabfälle dort prima ablegen, im Frühjahr werden die einfach mit der Erde vermischt und man spart sich das Düngen
  3. Das Beet erwärmt sich früher, also ist die Ernte auch ohne Gewächshaus früher möglich.

Zwei meiner Hochbeete stehen auf der Terrasse direkt am Haus und für eins davon plane ich die Anschaffung einer Abdeckung, damit ich das Beet auch als Frühbeet nutzen kann.

Wie befüllt man ein Hochbeet

Vorher muss ein bisschen gesammelt werden. Alles, was so anfällt im Garten wird nicht in die grüne Tonne gegeben, sondern dient als Material fürs Hochbeet. Bei mir war das der Weihnachtsbaum, der Rasenschnitt, der Gehölzschnitt, der halbverrottete Inhalt der Komposttonne, der bereits verrottete Inhalt ebenso. All das habe ich aufbewahrt und gelagert, bis das Hochbeet geliefert wurde. (Ja, ich habe es liefern lassen, denn wie ich oben schon sagte, an so große Projekte traue ich mich einfach nicht ran).
Ganz unten kam dann eine Lage vom Weihnachtsbaum, (wer Wühlmaus geplagt ist, sollte Kaninchendraht auf dem Boden geben) nur die grob zerteilten Äste und Teile vom Stamm. Darauf kommt das Häckselgut. Leider besitze ich keinen Häcksler, ich habe also klein geschnittene Äste vom Gehölzschnitt und Laub genommen. Als nächste Schicht habe ich dann die Grassoden genommen, die ich beim Aufbau des Hochbeetes abgestochen habe, am besten legt man die umgekehrt ins Hochbeet. Dann kam eine Schicht mit dem Herbstlaub gemischt mit ein paar frischen Küchenabfällen und dem Rasenschnitt. Zuletzt habe ich dann den Kompost aus der Tonne genommen, den halbverrotteten Kompost zuerst und obendrauf dann die verrottete Komposterde. Leider hat das noch nicht ganz gereicht, ich musste noch etwas Erde dazukaufen, wobei ich darauf geachtet habe, nur torffreie Erde zu kaufen.

Bepflanzen

Im ersten Jahr habe ich einen Kürbis aufs Hochbeet gesetzt. Zum Glück, kann ich nur sagen, denn in meinem Überschwang habe ich Kürbissamen ausgestreut, aber nur einer hat sich durchgesetzt. Der Kürbis (Hokkaido war es) hat das Hochbeet komplett ausgefüllt und auch ordentlich Kürbisse produziert. Dieses Jahr stehen Tomaten auf dem Hochbeet und dazwischen wächst Basilikum. Nächstes Jahr werde ich wohl Zwiebeln und Möhren anbauen, mal sehen.
Auf den Terrassenhochbeeten wachsen zur Zeit nur verschiedene Salate sowie Zwiebeln und Knoblauch. Aber der wächst bei mir auch bei den Rosen. Ich gebe immer ein paar Knoblauchzehen ins Pflanzloch der Rosen als Schutz gegen Pilzerkrankungen und um die Rosen herum wächst er auch.

Nachfüllen

Wenn die Erde absinkt und das geschieht schon ab dem ersten Jahr, grabe ich im Herbst ein Loch in die Mitte des Hochbeets und entsorge dort den ganzen Winter hindurch alle Küchenabfälle. Im Frühjahr wird das ganze untergemischt und das Hochbeet kann wieder neu bepflanzt werden.

Blattläuse überall

Marienkäferlarve
Marienkäferlarve
Überall dieses Jahr scheinen Blattläuse in großen Mengen aufzutreten. Warum? Niemand weiss es, aber ein ernsthaftes Problem sind sie meines Erachtens nicht. Ich schnipse sie einfach mit dem Finger von den Rosen weg, sie fallen dann zu Boden und werden Opfer von verschiedenen Raubinsekten. Ausserdem habe ich schon die Marienkäfer und einige ihrer Larven gesichtet. Gut, wenn man Überwinterungsmöglichkeiten für sie im Garten hat. Falls man darauf nicht warten will, Marienkäfer bzw. ihre Larven werden mittlerweiler auch vom Handel angeboten.

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Blattläuse sind im Hobbygarten eigentlich auch bei massenhaft auftretendem Befall eher ein ästhetisches Problem, ernsthaft werden die Rosen dadurch nicht geschädigt. Und die chemische Keule muss man auch nicht gleich auspacken, denn die tötet bzw. schädigt auch die Blattlausfeinde. Mit einem scharfen Wasserstrahl abspritzen, mit den Fingern zerdrücken sind ebenfalls effektive Bekämpfungsstrategien.

in meinem Garten

Was im Herbst zu tun ist:
Rosenpflege im Herbst