Rosen im Kübel

Zisterzienserrose als Kübelpflanze
Rosenfans mit Garten haben es gut, denn Rosen geben jedem Garten Struktur und eine ganz eigene Note. Aber auch diejenigen unter uns, die nur eine Terrasse oder einen Balkon haben, müssen nicht auf Rosen verzichten, denn entgegen manchmal geäußerten Meinungen gedeihen Rosen im Kübel sehr gut. Man muss nur ein paar Kleinigkeiten beachten.

  1. Die richtige Wahl der Rose. Nicht alle Rosen sind für Kübelhaltung geeignet. Aber sehr viele. Gut geeignet sind Beetrosen oder kompakt wachsende Strauchrosen. Sogar Kletterrosen für die Begrünung einer Balkon- oder Terrassenwand sind geeignet. Auf meiner Terrasse wachsen zwei historische Rosen im Kübel, nämlich die Rose de Resht und Louise Odier, weil ich im Juni auf den starken Rosenduft der beiden dicht am Haus nicht verzichten wollte.
  2. Die richtige Wahl des Kübels. Rosen sind Tiefwurzler, und das bedeutet, dass sie lange Wurzeln haben, die das Wasser aus den tiefen Stellen des Bodens aufnehmen. Der Kübel sollte deshalb mindestens einen halben Meter hoch sein, noch höher ist besser. Natürlich muss der Kübel ein oder mehrere Ablauflöcher haben, denn Staunässe ist für jede Rose tödlich. Die unterste Schicht im Kübel sollten Tonscherben oder Kieselsteine bilden. Sie fungieren als Drainageschicht und verhindern, dass die Wurzeln die Löcher verstopfen. Das Material des Kübels ist Geschmackssache, nur frosthart muss es sein. Ideal sind frostharte Terracottakübel, weil sie atmungsaktiv sind, aber leider sind sie auch sehr schwer.
  3. Pflanzkübel richtig bewässern. Die Erde im Kübel sollte nie trocken sein, sonst drohen Pilzkrankheiten wie Mehltau, der bei Trockenheit und Hitze der Rose schwer zusetzen kann. Vor dem Einsetzen im Kübel sollte die Rose ausgiebig gewässert werden, wurzelnackte Rosen stellt man dazu ca. 24 Stunden in einen Eimer mit Wasser, Containerrosen werden mitsamt dem Container solange getaucht, bis keine Luftbläschen mehr aufsteigen.
  4. Richtiges Düngen. Am besten benutzt man einen Langzeitdünger, kombiniert mit einer wöchentlichen Flüssigdüngergabe während der üblichen Düngezeit. Also, gedüngt wird zur Zeit der Forsytienblüte und ein zweites Mal nach der ersten Blüte der Rose. Zum Aushärten der Triebe und um sie so winterfest zu machen wird ab Ende Juli bis spätestens Mitte August noch einmal mit kaliumbetontem und stickstofffreiem Patentkali (Kalimagnesia – 30% K / 10% Mg / 17% S) gedüngt. Das ist für Rosen im Kübel besonders wichtig, da der hohe Kaliumanteil die Rose besser ausreifen lässt und für einen ausgeglichenen Wasserhaushalt sorgt. Dadurch wird die Frostresistenz der Pflanze gesteigert.
  5. Richtiges Überwintern.
    Winterschutz
    Winterschutz für Kübelpflanzen
    Dabei kommt es vor allem auf das Wetter und den Standort der Kübelrose an. Aber generell kann man sagen, dass der Kübel vor strengen Frösten geschützt werden muss, da die Wurzeln der Rose nicht ganz durchfrieren sollten. Überwinterung in einem kalten frostfreien Raum ist möglich, führt aber auch zu Ausfällen. Am besten stellt man den Kübel auf eine dicke Styroporplatte, packt ihn mit Luftpolsterfolie ein und umwickelt danach Kübel und Pflanze mit Jutestoff, um auch die Äste zu schützen und einen zu frühen Austrieb im Februar zu verhindern.
  6. Richtiges Schneiden. Hier unterscheiden sich Rosen im Kübel wenig von denen, die im Garten stehen. Geschnitten wird zur Zeit der Forsythienblüte, lediglich der Sommerschnitt muss etwas sorgfältiger ausfallen, denn damit legt man ja die Wuchsform der Rose fest.

Marienkäfer

MarienkäferMarienkäfer sind echte Sympathieträger unter den Insekten. Jeder kennt sie und sie gelten als Glückbringer. Nicht ganz zu Unrecht, denn sie und vor allem ihre Larven haben großen Appetit auf Blattläuse. Allein in Deutschland gibt es über 70 verschiedene Arte mit unterschiedlichen Farben – rot, gelb und schwarz mit unterschiedlicher Anzahl an Punkten.

Marienkäfer im Garten

Wer Marienkäfer im Garten hat, hat viel richtig gemacht, denn sie siedeln sich nur in Gärten an, in denen auf Insektengifte verzichtet wird. Dort bleiben sie und vermehren sich. Allerdings muss man dann auch als Zugeständnis ein paar Blattläuse tolerieren, um ihnen nicht die Nahrungsgrundlage zu entziehen.

Blattläuse saugen gerne an der jungen Stielen von Rosen und deren Blüten. Dort siedeln sich schnell Marienkäfer an, wenn man nicht vorher mit der Giftspritze gekommen ist. Das gleiche gilt auch für Kapuzinerkresse und Ringelblumen. Im Gemüsegarten werden Kohl, Kopfsalat, Tomaten und Kartoffeln gerne von Blattläusen befallen. Wer diese Pflanzen im Garten hat und auf Gift verzichtet, braucht sich wegen Blattläusen keine Sorge zu machen. Darüber hinaus lieben erwachsene Marienkäfer auch Pollen und Nektor und siedeln sich gerne auf Dill, Fenchel, wilden Möhren und Salbei an.
Die gelben Arten der Marienkäfer fressen zusätzlich noch den Mehltau von den Blättern, Voraussetzung auch hier, man darf den Mehltau nicht vorher mit einem Fungizid behandelt haben..

Marienkäferlarve
Marienkäferlarve
Im Frühjahr werden die kleinen gelben Eier an der Unterseite von Blättern bevorzugt inmitten einer Blattlauskolonie abgelegt. Nach ungefähr einer Woche schlüpfen die Larven dann und beginnen zu Fressen. Eine einzige Larve futtert bis zur Verpuppung ungefähr 400 bis 600 Blattläuse. Nach ein paar Wochen verpuppt sich die Larve, aus der dann der fertige Käfer schlüpft. Marienkäfer überwintern in Laubhaufen – ein Grund, das Laub nicht mit dem Laubbläser zu entfernen – in Mauerritzen, modrigen Bäumen, Holzstapel und manchmal auch auf dem Dachboden. Und damit sie nicht erfrieren, bilden die Marienkäfer ein körpereigenes Frostschutzmittel in Form von Glyzerin und anderen Zuckern.

Der asiatische Marienkäfer

Vor einigen Jahren wurde zur biologischen Bekämpfung der asiatische Marienkäfer (Harlekin) in Gewächshäusern eingesetzt, da er noch wesentlich mehr Schädlinge (unter anderem die Reblaus) frisst als unsere einheimischen Arten. Dort ist er allerdings ausgebrochen. Umstritten ist, ob der Harlekin unsere einheimischen Arten verdrängt. Mittlerweile kann man den asiatischen Marienkäfer überall in unseren Gärten sehen, manchmal häufiger als die einheimischen Arten.

Rosen gießen?

Und wenn ja, wann sollen Rosen gegossen werden.
Rosen sind echte Tiefwurzler. Die Wurzeln gut eingewachsener Rosen reichen bis zu 3 Meter in die Tiefe, und auch im Herbst /Frühjahr als wurzelnackte Ware gepflanzte Rosen reichen ein Jahr später bereits ca. 1 Meter in die Tiefe. Daraus folgt:

Im Winter

– auch bei langen Frostperioden – müssen Rosen nicht gegossen werden. Dazu kommt, das Rosen im Winter ihr Wachstum einschränken und daher auch weniger Wasser verbrauchen.

Im Frühjahr

ist der Boden eigentlich immer recht feucht. Die abschmelzende Schneedecke oder auch der winterliche Dauerregen bringen genug Feuchtigkeit. Eher sollte man den Boden durchlässiger gestalten, denn Rosen sind keine Seerosen und stehen nicht gerne im Wasser. Erst gegen Ende des Frühjahrs bei extrem trockener Witterung kann man frisch gepflanzten Rosen Wasser geben.

Im Sommer

bei heisser, lang andauernder trockener Witterung werden Rosen gegossen, und zwar kräftig, je nach Bodenbeschaffenheit sogar täglich. Wer allerdings unter der Gartenerde noch ein Lehm- /Tongemisch hat, kann sogar dann bei gut verwurzelten Rosen auf das Gießen verzichten. (Ich habe auch in den beiden letzten trockenen Sommern meine Rosen im Garten gar nicht gegossen – nur die Kübelrosen.) Bei leichten Boden und Sandböden sieht die Sache anders aus, dann müssen die Rosen unbedingt gegossen werden – und zwar durchdringend.

Im Herbst

kommt es auf das Wetter an. Wenn sich an einen trockenen Sommer ein trockener Herbst anschliesst, reicht die zunehmende Luftfeuchtigkeit nicht aus, die Rosen müssen weiter gegossen werden, aber zunehmend weniger. Sobald die Temperaturen fallen, verlangsamt die Rose ihren Stoffwechsel und verlegt ihr Wachstum in den Boden. Deshalb ist der Herbst die beste Pflanzzeit für wurzelnackte Rosen. Bis zum Frühjahr erreichen die Wurzeln bereits tiefe Bodenschichten und finden dort im kommenden Jahr ausreichend Wasser.

Anders sieht es natürlich bei Rosen im Kübel aus. Selbstverständlich müssen sie nach Bedarf regelmäßig mit Wasser versorgt werden. Die Erde darf nicht austrocknen. Neugepflanzte Rosen – vor allem die im Frühjahr und Sommer angebotenen Containerrosen – müssen nach dem Einschlämmen beim Pflanzen im ersten Jahr regelmässig mit Wasser versorgt werden. Die Wurzeln sind erst am Ende des ersten Winters in der Lage, tiefere Bodenschichten zu erreichen.

Erste

Louise Odier
historische Rose Louise Odier
Rose de Resht
Rose de Resht
Diesmal gibt es zwei erste Rosenblüten: Louise Odier und Rose de Resht. Eigentlich ist das keine Überraschung, beide stehen auf der sonnigen Terrasse im Kübel. Rose de Resht steht dazu noch an der warmen Hauswand, Louise Odier hingegen steht weniger geschützt am luftigen Zaun. Beide gehören zu der Gruppe „historische oder Alte Rosen„, beide duften sehr stark, beide fühlen sich auch im Kübel sehr wohl, vorausgesetzt der Kübel ist hoch genug, um ihren langen Wurzeln Raum zu bieten. Trotz aller Gemeinsamkeiten gehören sie aber zu verschiedenen Sorten. Bei der Rose de Resht handelt es sich um eine öfterblühende Portland Rose, eine Seltenheit unter den Alten Rosen. Louise Odier gehört zu den Bourbon Rosen, hat aber nur eine eher schwache Nachblüte.

Gallica-Rosen

Rosa Gallica Officinalis
Rosa Gallica Officinalis
Rosa gallica,Rosa rubra, gallische, auch französische Rose, Essigrose, oder Provins-Rose, alle diese Namen werden für die Gallica-Rosen verwendet. Die Wildform der Gallica-Rosen kommt in den europäischen Mittelmeer- und Alpenländern vor und zwar schon seit der Antike. Grund dafür war neben optischen Gründen vor allem ihr Wert als Medizinalpflanze. Apotheker machten Rosenöl, Rosenwasser, Rosenessig und Tee aus den Blütenblättern. In der französischen Kleinstadt Provins (deshalb der Name) wurde ab etwa dem 13 Jhrd. die Gallica-Rose als die Apotheker-Rose wegen ihres hohen Ölgehalts der Blütenblätter in großem Umfang angebaut.

Gallica-Rosen sind extrem frosthart, ziemlich gesund gelegentlich tritt Mehltau auf), einmalblühend mit mattgrünem Laub. Viele duften stark und variieren farblich von rosa bis zu dunklem purpurviolett. In dieser Klasse gibt es auffallend viele gepunkte, gestreifte oder marmorierte Sorten. An einigen Standorten kann Mehltau gelegentlich auftreten, ansonsten sind sie sehr gesund. Die Sträucher haben je nach Schnitt eine Größe zwischen 1 – 2 m. Sie wachsen eher aufrecht , später auch überhängend. Viel Aufmerksamkeit erregte ein gestreifter Sport der Apotheker-Rose. Etwa im 16. Jhrd. wurde sie zum ersten Mal erwähnt: Rose Mundi oder R.gallica ‚Versicolor‘. 2009 wurde sie zur Weltrose erklärt.

Gallica Rose in ihrer Wildform
https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/deed.en
https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Wild_Rosa_gallica_Romania.jpg
Einige der ältesten Rosa-Gallica ist die karmesinrote Charles de Mills“, die vermutlich vor 1700 in den Niederlanden gezüchtet wurde. Aber so ganz genau weiss das keiner.
Anschließend entdeckten französische Züchter die Gallica-Rosen und brachten sie in riesiger Zahl auf den Markt. Aber Mitte des 19.Jahrhundert entdeckte man die remontierenden Rosenklassen, und die Begeisterung für die Gallica-Rosen nahm stark ab.
Aber trotzdem, noch heute werden neue Gallica-Sorten gezüchtet, und David Austin setzte die Gallica-Rose Belle Isis ein, um Rosen mit dem Duft und Charme der alten, historischen Rosen zu züchten.

Wer heute eine alte Gallica-Rose in seinem Garten kultivieren möchte, sollte auf genügend Platz achten, denn alle Gallica-Rosen tendieren zu Ausläufern.

in meinem Garten

Was im Sommer zu tun ist:
» Rosenpflege im Sommer
» Vermehren, Veredeln, Okulieren

 

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