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Terrassenumbau, aber wie?

Der Nachbar ist ein begnadeter Heimwerker, der mindestens einmal im Jahr ein neues Großprojekt in Angriff nimmt. Jetzt ist es der Terrassenumbau. Die alte Terrasse hat er durch ein kleines Gartenhaus mit Vordach mitten im Garten ersetzt und direkt am Haus, wo die Terrasse war, entsteht ein Wintergarten, auf den ich jetzt schon neidisch schaue. Er sagt, das sei ganz einfach und ich könnte das auch ohne Probleme hinbekommen. Es gäbe Komplettsets, sagt er, mit allem, was ein Heimwerker so braucht – mit den benötigten Doppelstegplatten, Verlegeprofilen, Dachrinnen, Unterkonstruktion,einfach allem. Wenn er so mit mir redet, klingt das alles sehr einfach, aber ich traue mich im Augenblick an so ein großes Projekt nicht ran. Aber vielleicht mit ein bisschen Hilfe ….?

Ich träume ja von einem Anlehnwintergarten, der sich an das Wohnzimmer anlehnt und im Winter als Kalthaus für die meine Sammlung von Mittelmeerpflanzen (Oleander, Zitrusgewächse, Olivenbäumchen, Agapanthus usw.) genutzt werden kann. Ratgeber zum Selberbau gibt es wie Sand am Meer, aber wer nimmt mir meine Zweifel.
Was mir vorschwebt ist ein Wintergarten, der nur ganz schwach (oder gar nicht) beheizt wird, aber bei schönem Wetter trotzdem auch noch als Wohnraum dient und natürlich auch gut belüftet werden kann.

Aber das wird wohl ein Traum bleiben. Was ich aber sicherlich selber in Angriff nehmen kann, ist ein Terrassendach, das als Wetterschutz dient. Dort kann ich dann den Blick auf den Garten auch bei schlechtem Wetter geniessen, morgens dort frühstücken, und mich zum Lesen dorthin zurückziehen. Das wäre doch schön, wenn auch nicht so schön wie ein richtiger Wintergarten. Aber einen Vorteil hätte diese Lösung: am Dach könnte eine meiner geliebten Kletterrosen emporranken, vielleicht die New Dawn oder die üppigblühende Minnehaha, die die ganze Terrasse mit ihrem Duft bzw. Blütenreichtum einhüllt.

Ein moderner Bauerngarten

Laguna
Bei einem meiner ausgedehnten Spaziergänge mit dem Hund kam ich an einem alten Bauernhaus mit einem wunderschönen Bauerngarten vorbei. Vor den Fenstern waren noch die alten Holzläden (sicherlich restauriert) angebracht und an der Fassade rankte eine Kletterrose, die wohl so alt wie die Fensterläden war. Farblich und auch von der Wuchsform erinnerte sie mich an die Laguna, die auch in meinem Garten wächst.
Holzläden vor den früher üblichen kleinen Fenstern waren sicherlich sehr praktisch, boten sie doch Schutz vor ungebetenen „Gästen“, vor zuviel Sonne und vor Wärmeverlust im Winter. Heutzutage mit unseren großen dreifach verglasten Fenstern sind moderne Holzjalousien praktischer, weil sie den gleichen Schutz bieten, aber bei weitem nicht so schwer sind.

Der Bauerngarten vor diesem Bauernhaus folgte nicht den klassischen Regeln für Bauerngärten. Gemüse habe ich dort keins entdecken können, auch auf Bäume hatte man verzichtet. Stattdessen wuchsen Rosen, rankten am Rosenbogen und an Obelisken. Alle noch jetzt im Oktober voller Blüten. Ein traumhafter Anblick für jeden Rosenliebhaber. Ich konnte mich kaum sattsehen und bedaure bis heute, weder Handy noch Fotoapparat mitgenommen zu haben Aber wenn ich mit dem Hund unterwegs bin, verzichte ich gerne auf „Ballast“, nur die Leckerli sind absolut erforderlich.

Ein Sitzplatz im Garten

Gartenbank
Gartenbank
Der Herbst ist die Zeit der Renovierung, Erneuerung und Planung für das nächste Jahr, natürlich auch die Zeit, um die Terrassenmöbel wieder in den Keller zu verbannen, um sie im nächsten Frühjahr verstaubt wieder herauszuholen und mit einem neuen Anstrich versehen zu müssen. Eigentlich ist das nicht so meine Idee von einer Frühjahrsbeschäftigung. Aber wenn ich mich so umschaue, ist das genau die Arbeit, die auf mich zukommt. Mit einer Ausnahme: der Sitzplatz im Garten kann ganzjährig genutzt werden, muss nicht besonders abgedeckt werden und wird im Frühjahr lediglich mit einer Bürste kurz gereinigt. Fertig, und der Kaffee kann dort in der Frühlingssonne getrunken werden.

Warum? Ich habe mir vor einigen Jahren Design Gartenmöbel aus Rattan (um es genau zu sagen aus Polyrattan) geleistet. Das ist ein langlebiges künstliches Material, das jede Witterung aushält, keinerlei Pflege einfordert und optisch von echtem Rattan nicht zu unterscheiden ist. Es passt sogar in einen naturnahen Garten wie meinen. Im Frühjahr schaue ich direkt auf die Krokusse, Osterglocken und Tulpen im Rasen, im Sommer blühen links und rechts davon Clematis und Rosen und ich kann den Duft von „Benjamin Britten“, die direkt daneben wächst, geniessen.

Natürlich wäre es schön, noch einen zweiten Sitzplatz direkt im Garten anzulegen, aber dafür ist der Garten einfach zu klein. Aber die Terrasse ist groß. Ein Strandkorb wäre schön, oder aber auch ein paar bequeme Loungemöbel. Ein Projekt für die nächsten Jahre, denn um die Terrasse wirklich nutzen zu können, muss die Frage der Beschattung gelöst werden. Die Terrasse ist im Sommer einfach knallheiß, auch mit Sonnenschirm ist die Hitze dort kaum auszuhalten. Im Garten selber spendet die Vegetation Schatten und Kühle.

Eine Bank vor dem Haus ist noch eine Option, dort kann ich den Vorgarten genießen (und den der Nachbarn) und gleichzeitig auch mit den Nachbarn ein bisschen plauschen. Das wäre doch was, oder?

Ein Zaun muss her

Schottische Zaunrose
Schottische Zaunrose
Überall wird gebaut – leider auch an der Grundstückgrenze. Der Zaun, der das Grundstück des Nachbarn von unserem trennt, wird abgerissen und stattdessen werden dort ein paar Garagen gebaut. Wir brauchen aber diesen Zaun, sei es nur, um dem Hund unerwünschte Ausflüge unmöglich zu machen. Ausserdem sind Garagen natürlich kein wirklich schöner Anblick. Fazit: ein Zaun muss her, und zwar bald.

Ich habe mich mal umgesehen, im Baumarkt bin ich nicht so recht fündig geworden, die Auswahl war zu klein. Also habe ich es online probiert und verschiedene Lösungen gefunden. Eine Mauer bzw. ein Gabionenzaun in einem kleinen Garten wirkt leicht erdrückend, nimmt Licht weg und verändert das Kleinklima im Garten zu sehr.
Ein Sichtschutzzaun, der mir die Sicht auf die Garagen versperrt, luftdurchlässig ist und gleichzeitig auf meiner Seite begrünt werden kann, scheint mir eine gute Lösung.

Wildrosenhecke
Wildrosenhecke
Nun bleibt die Frage nach dem Material: Holz oder Metall. Beides hat so seine Vor- und Nachteile. Holz als Naturwerkstoff ist gerade für einen Garten eigentlich das Material der Wahl. Leicht aufzubauen (sogar für mich), langlebig mit entsprechender Imprägnierung, farblich flexibel zu gestalten. Das gleich gilt aber auch für Metall. Ich bin eigentlich ziemlich unendschlossen, beides kommt in Fraage, leider muss ich mich schnell entscheiden, denn der alte Zaun des Nachbarn wird in wenigen Wochen noch vor Beginn des Winters abgerissen.

Ich denke ein Sichtschutzzaun aus Holz ist eine gute Lösung. Holz als Naturstoff eignet sich hervorragend für einen naturnahen Garten und auch als Hintergrund für eine Hecke aus einheimischen Pflanzen. Ich habe dabei an Wildrosen, Feuerdorn und / oder Weissdorn gedacht. Beides bietet Futter für Tiere, aber auch Nistschutz für Vögel. Beide zeigen Blüten, die bei Insekten sehr beliebt sind und bieten Früchte, die von den Vögeln in Herbst und Winter gerne angenommen werden.

Rosen und Regen

Crown Princess Margaret of Denmark im Regen
Crown Princess Margaret of Denmark im Regen
Der anhaltende Dauerregen macht nicht nur meinen Rosen zu schaffen. Überall sieht man jetzt faulende Blütenknospen und durch Pilzkrankheiten (vor allem durch Sternrußtau und Rost) geschädigte Blätter.

Rosen lieben kurze, erfrischende Schauer, aber mit Dauerregen können die Meisten nicht umgehen, weil dann weder Blätter und Blüten richtig abtrocknen können. Vor allem die Alten Rosen und die Rosen mit dicht gefüllten Blüten leiden stark unter dem Dauerregen.

Mumienbildung an Giardina
Mumienbildung an Giardina

Was ist zu tun

Die erste und wichtigste Maßnahme ist „deadheading“ wie die englischen Gärtner sagen, das Entfernen aller toten Blüten. Regen füllt die dichten Blütenköpfe mit Wasser, durch das Gewicht werden sie schwer und beugen sich dann bis zum Boden. Die Blütenblätter kleben zusammen und bleiben dann als braune sogenannte „Mumien“ am Strauch. Knospen öffnen sich nicht mehr, faulen und sind dann auch eine Ursache für Krankheitsbefall.

Als zweites werden dann durch Pilzkrankheiten geschädigte Blätter entfernt.

Sternrußtau
Sternrußtau an Rosenblättern

Vorbeugen

Wer in einem Gebiet wohnt, in dem Dauerregen auch im Sommer keine Seltenheit ist, sollte bei der Sortenwahl beachten, dass Rosen mit einfachen bis halbgefüllten Blüten, aber auch einzelne Teehybriden mit festen Blütenblättern meistens ziemlich regenresistent sind. Wer ganz sicher gehen will, sollte sich bei den ADR-Rosen umsehen, bei denen Regenfestigkeit getestet wird.

Constanze Mozart
Constanze Mozart ist resistent

Blattkrankheiten, die durch Regen begünstigt werden sind Grauschimmel, Echter Mehltau, Rost und der aggressive Sternrußtau.
Während und nach dem Regen müssen unbedingt die befallenen Blätter abgepflückt und vernichtet (Restmülltonne) werden, damit der Pilz nicht auch den Neuaustrieb und den Boden befällt. Zusätzlich kann dann noch zur Vorbeugung der Boden mit Knoblauch- oder Schachtelhalmbrühe desinfiziert werden.

Auch der kräftiger Sommerschnitt kann durch das Auslichten des Rosenstrauches Blattkrankheiten verhindern.
Wichtig ist auch den Standort der Rose mit Bedacht zu wählen. Rosen brauchen viel Sonne, aber auch Licht, Luft und Wind zwischen den Blättern.