Archiv der Kategorie: Allgemein

Es wird Weihnachten

So langsam wird es Zeit, sich über Geschenke Gedanken zu machen. Viele haben das auch sicher schon getan, ich bin wie üblich eine der Letzten.

Im vorigen Jahr habe ich mich über ein Buch besonders gefreut, nämlich Maike Winnemuth: Bin im Garten: Ein Jahr wachsen und wachsen lassen. Das Buch ist kein Ratgeber, auch wenn man daraus durchaus auch als versierte Gärtnerin etwas mitnehmen kann, sondern einfach ein persönlicher Bericht über die Freude am Garten. am Gärtnern, am Gestalten, die viele Menschen ja nie wieder loslässt. In manchen ihrer Aussagen habe ich mich wiedergefunden, obwohl Frau Winnemuth erklärterweise keine Rosenfreundin ist.
Dieses Jahr würde ich mich über historisches Saatgut oder auch einen Gartenkrimi sehr freuen. Ich muss diesen Tipp mal unter die Leute streuen.

Meine Rosen sind versorgt und hoffentlich auf strengeren Frost gut vorbereitet. Das bisschen Frost, das wir bis jetzt hatten, dürfte ihnen nichts ausgemacht haben. Die Wurzelnackten sind jetzt alle angekommen, in der Erde und angehäufelt: Munstead Wood, Wollerton Old Hall und James Galway.

Gespannt bin ich auf die Stecklinge, die ich zu ziehen versuche. Von einer unbekannten Rose im Garten von Freunden habe ich Stecklinge genommen und sie in einen Topf gesetzt. Alle vier Stück haben ausgetrieben, aber ob sie auch Wurzeln gebildet haben, weiss ich noch nicht. Abwarten …. bis zum Frühling. Aber jetzt ist es Zeit für Geschenke.

Geschenke für Gärtner und Gärtnerinnen

Hundstage

persische Rose
persische Rose
Mal wieder sind die Hundstage die heißeste Zeit des Jahres. 36 Grad zeigte das Thermometer heute nachmittag an und das ist natürlich im Vergleich zu anderen Werten eher bescheiden. Aber der Wasserverbrauch steigt ins Unermessliche, auch mein eigener. Sogar einige meiner Rosen werden jetzt gegossen, vor allem die im letzten Jahr gesetzte Persica Rose. Offenbar reicht ihre Wurzel noch nicht tief genug.
Die Regentonne ist leer, natürlich, sie fasst auch nur knapp 250 Liter. Und der letzte Regen ist Wochen her. Wir brauchen eine Zisterne, mit der der reichliche Winterregen aufgefangen werden kann. Mit dem Wasser gehe ich schon sehr sparsam um, die Rosen (mit Ausnahme der Persica Rose) werden gar nicht gegossen, aber die Hortensien brauchen viel Wasser, obwohl sie im Halbschatten stehen. Der Rasen wird nicht gegossen, aber die vielen Kübelpflanzen, die sich auf der Terrasse und dem Balkon angesammelt haben.

Ein Hoch aufs Hochbeet

Warum eigentlich ein Hochbeet?

Terrassenhochbeet
Terrassenhochbeet
Wer mich kennt, weiss, dass ich durchaus DIY-affin bin, mich aber an größere Projekte einfach nicht herantraue. Deshalb besitze ich jetzt auch nur selbstgekaufte Hochbeete, drei an der Zahl. Ein oder mehrere Hochbeete sollte eigentlich jeder im Garten haben, denn sie bieten eigentlich nur Vorteile:

  1. für die nicht so ganz Jungen unter uns, sie sind rückenschonend
  2. man kann den Winter hindurch sämtliche Gemüseabfälle dort prima ablegen, im Frühjahr werden die einfach mit der Erde vermischt und man spart sich das Düngen
  3. Das Beet erwärmt sich früher, also ist die Ernte auch ohne Gewächshaus früher möglich.

Zwei meiner Hochbeete stehen auf der Terrasse direkt am Haus und für eins davon plane ich die Anschaffung einer Abdeckung, damit ich das Beet auch als Frühbeet nutzen kann.

Wie befüllt man ein Hochbeet

Vorher muss ein bisschen gesammelt werden. Alles, was so anfällt im Garten wird nicht in die grüne Tonne gegeben, sondern dient als Material fürs Hochbeet. Bei mir war das der Weihnachtsbaum, der Rasenschnitt, der Gehölzschnitt, der halbverrottete Inhalt der Komposttonne, der bereits verrottete Inhalt ebenso. All das habe ich aufbewahrt und gelagert, bis das Hochbeet geliefert wurde. (Ja, ich habe es liefern lassen, denn wie ich oben schon sagte, an so große Projekte traue ich mich einfach nicht ran).
Ganz unten kam dann eine Lage vom Weihnachtsbaum, (wer Wühlmaus geplagt ist, sollte Kaninchendraht auf dem Boden geben) nur die grob zerteilten Äste und Teile vom Stamm. Darauf kommt das Häckselgut. Leider besitze ich keinen Häcksler, ich habe also klein geschnittene Äste vom Gehölzschnitt und Laub genommen. Als nächste Schicht habe ich dann die Grassoden genommen, die ich beim Aufbau des Hochbeetes abgestochen habe, am besten legt man die umgekehrt ins Hochbeet. Dann kam eine Schicht mit dem Herbstlaub gemischt mit ein paar frischen Küchenabfällen und dem Rasenschnitt. Zuletzt habe ich dann den Kompost aus der Tonne genommen, den halbverrotteten Kompost zuerst und obendrauf dann die verrottete Komposterde. Leider hat das noch nicht ganz gereicht, ich musste noch etwas Erde dazukaufen, wobei ich darauf geachtet habe, nur torffreie Erde zu kaufen.

Bepflanzen

Im ersten Jahr habe ich einen Kürbis aufs Hochbeet gesetzt. Zum Glück, kann ich nur sagen, denn in meinem Überschwang habe ich Kürbissamen ausgestreut, aber nur einer hat sich durchgesetzt. Der Kürbis (Hokkaido war es) hat das Hochbeet komplett ausgefüllt und auch ordentlich Kürbisse produziert. Dieses Jahr stehen Tomaten auf dem Hochbeet und dazwischen wächst Basilikum. Nächstes Jahr werde ich wohl Zwiebeln und Möhren anbauen, mal sehen.
Auf den Terrassenhochbeeten wachsen zur Zeit nur verschiedene Salate sowie Zwiebeln und Knoblauch. Aber der wächst bei mir auch bei den Rosen. Ich gebe immer ein paar Knoblauchzehen ins Pflanzloch der Rosen als Schutz gegen Pilzerkrankungen und um die Rosen herum wächst er auch.

Nachfüllen

Wenn die Erde absinkt und das geschieht schon ab dem ersten Jahr, grabe ich im Herbst ein Loch in die Mitte des Hochbeets und entsorge dort den ganzen Winter hindurch alle Küchenabfälle. Im Frühjahr wird das ganze untergemischt und das Hochbeet kann wieder neu bepflanzt werden.

Dritte

Crown Princess Margareta
Crown Princess Margareta of Denmark
Die dritte Rose, die ihre Blüten vor dem Juni, dem Rosenmonat, öffnet, ist Crown Princess Margareta of Denmark. Sie wächst am Zaun, (eine zweite wächst am Rosenbogen, blüht aber noch nicht) blüht zuverlässig bis zum Frost und duftet stark.
Dieses Jahr soll sie von Duftnesseln begleitet werden, um ihre doch etwas kahlen Beine zu verdecken und hoffentlich auch ein paar Insekten anlocken. Hoffentlich kommen die Duftnesseln auch gut über die kalte Jahreszeit, denn sie mögen unsere eher feuchten Winter gar nicht. Ich werde das Pflanzloch mit ein bisschen Sand abmagern und ein paar Steine zur Dränage dazugeben. Mal schauen, vielleicht klappt es ja.

Terrassenbau

Terrassenplanung

Nein, ich bin nicht unter die Terrassenbauer gegangen, das überlasse ich lieber den Fachleuten. Aber Terrassen gestalten und planen ist ein kleines Hobby von mir. Eine liebe Freundin möchte ihre Terrasse, die schon ziemlich in die Jahre gekommen ist, umbauen und umgestalten. Das Problem dabei: die Terrasse stützt auch gleichzeitig den Hang und das ist Sache einer Fachfirma wie z.B. Grossmann-Baugesellschaft , ich kümmere mich dann um den Rest.

Rosa Rugosa
Rosa Rugosa
Als Sichtschutz zum Nachbarn hatten wir uns eine mittelhohe Rosenhecke vorgestellt. Gut, Rosen sind nicht immergrün, aber im Winter sitzt niemand auf der Terrasse und einige Rosen sind durchaus schnittverträglich. Ich habe mir eine breite Hecke (Platz ist mehr als genug) aus Rugosarosen vorgestellt in verschiedenen Farben, die im Herbst leuchtendgelbes Laub tragen, das lange am Strauch bleibt. Um die Ausläuferbildung der Rosenhecke zu unterbinden, müssen die Rosen in einen nach unten offenen Betonkasten gesetzt werden, auch das ist Sache der Baufirma.

Warum Rugosa Rosen als Hecke?

Die Rosa rugosa (Kartoffelrose, Apfelrose) ist eine robuste Rosenart, die sich hervorragend als Hecke eignet. Die Blüten ( rosa. rot oder weiss) sind ein Insektenmagnet. Die Hagebutten sind dick und fleischig und besonders gut geeignet für Hagebutten-Marmelade oder Hagebutten-Saft und enthalten viel Vitamin C.
Die Kartoffelrose wird 1,5 bis 2 m hoch und etwa genauso breit und eignet sich deshalb gut zum Anlegen einer Hecke. Der Rückschnitt der Kartoffelrose erfolgt am besten im März, also nach der Frostperiode. Zudem ist die Kartoffelrose auch kaum krankheitsanfällig, wie praktisch!

Zur anderen Seite hin soll eine Pergola entstehen, mit einer kleinen Ramblerrose (zb. Open Arms) und viel Platz für verschiedene Stauden und einjährige Sommerblüher.

Beschattung

Dazu kommt natürlich noch die Frage der Beschattung im Sommer- Die Terrasse liegt von ca. 11 Uhr morgens in der Sonne. hat also eine klare Süd-West Ausrichtung. Das ist fantastisch im Frühjahr und im Herbst, aber leider unerträglich im Sommer. Nur Frühaufsteher können dort noch frühstücken, der Sonntagskaffee muss allerdings dann drinnen stattfinden. Meine Freundin hatte an eine Solarmarkise gedacht, die sich bei Bedarf vollautomatisch ausrollt. So ein System lässt sich auch mit einem Windsensor verbinden. Der Vorteil ist, dass kein Strom verbraucht wird und das Verlegen von Stromleitungen entfällt. Nachteil ist der höhere Anschaffungspreis. Aber da sind unsere Überlegungen noch nicht abgeschlossen.

Als Belag haben wir uns Holzfliesen vorgestellt aus robustem Robinienholz. Robinienholz ist hoch belastbar und abriebfest. Dazu kommt eine gute Ökobilanz.

Wie ich schon sagte, unsere Planungen sind noch nicht abgeschlossen, aber ich freue mich schon auf die neue Terrasse, die mit einem Terrassenfest eingeweiht werden soll. Ich bin schon eingeladen.