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Sie fliegen wieder und es wird Winter

Der Flug der Kraniche
Der Flug der Kraniche
Jedes Jahr vor dem Winter, meistens vor einem ersten Kälteeinbruch ertönt direkt über dem Garten ein charakteristisches Rufen. Am 13.11. gegen 21.00 war es wieder soweit. Eine große Menge Kraniche konnte ich auf ihrem Weg nach Süden hören und sehen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Es waren die ersten, die ich dieses Jahr gesehen bzw. gehört habe, oft kommen ein paar Nachzügler noch im Dezember.

Munstead Wood ist da

Eine tiefdunkelrote Rose hatte ich schon lange gesucht und jetzt auch mit Munstead Wood hoffentlich gefunden. Sie kam vorgestern an und nach dem Auspacken verbrachte sie einen Tag im Eimer, damit sie sich gut mit Regenwasser vollsaugen konnte.


Anschliessend, sprich am nächsten Tag regnete es gerade mal nicht und ich konnte ans Werk gehen. Ein ca. 50 cm tiefes Loch habe ich gegraben, der Boden war wunderbar locker – kein Vergleich zur Sommerpflanzung – und habe die Rose dort eingesetzt. Zugebuddelt, kräftig angegossen, angehäufelt, fertig.
Ich bereue, jemals Containerware geordert zu haben. Wenn ich an die Mühe denke im Sommer ein tiefes Loch zu graben … Nein, die Herbstpflanzung erspart viel Arbeit.
Fazit: Man kann sich im Herbst zwar nicht an Blüten erfreuen, aber man erspart sich viel Arbeit und Kraft.
Wurzelnackte Rosen pflanzen

Rosen ins rechte Licht gerückt

Crown Princess Margareta
Crown Princess Margareta of Denmark
Obwohl die Rose natürlich in jedem Fall ein wunderschöner Blickfang ist, hat sie es verdient, bestmöglich präsentiert zu werden. Rosenbögen, Spaliere und Pergolen sind klassische Möglichkeiten, der Rose ein Bühne zu geben. Auch Rosenrabatten oder die Rose als Solitär machen ordentlich was her.

Doch man kann noch mehr tun: bei entsprechender Beleuchtung kommt die Rose erst richtig zur Geltung. Die Beleuchtung der Rosen erfolgt am besten via LED. Besonders geeignet sind zarte Lichterketten, die die Rose nicht beschädigen. Dabei bieten vor allem selbstklebende LED-Leisten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können flexibel an beliebigen Vorrichtungen oder Fassaden befestigt werden um das richtige Licht auf die Rosen zu werfen. Je nach Rosenart und Standort eignen sich außerdem Leuchtkegel, Stecklaternen oder Komplettsysteme mit Spotstrahlern und separater Solarzelle. Ketten und Leuchtleisten sind vor allem für Spaliere, Rosenbögen und Pergolen geeignet, mit einzelnen Spots lassen sich auch Beetrosen toll in Szene setzen.

Auf keinen Fall rosentauglich sind hingegen Leuchtmittel, die sehr heiß werden. Insbesondere normale Glühbirnen, aber auch Halogenstrahler entwickeln eine enorme Hitze, die die zarten Blütenblätter leicht verbrennen kann. Aus diesem Grund ist es am besten sich eine LED-Lampe mit warmweißen Lichtstrahl zu besorgen, da diese weder extreme Hitze noch einen zu starken Lichteinfall entwickelt. Denn darüber hinaus kommen Rosen bei zu heller Beleuchtung nicht gut zur Geltung, weil der starke Lichtkegel den Blick auf zahlreiche Blütendetails verwehrt.

Ebenfalls nicht geeignet sind schwere oder starre Lichterketten, etwa Lampionketten, denn sie können dem Blattwerk und der Blüte der Rose schaden. Bei Lichterketten ist darauf zu achten, dass sie tatsächlich nur um den Rosenbogen geschlungen werden, ohne die Pflanze dabei einzuengen.

Blush Damask
Blush Damask

Farblichen Vorlieben sind bei der Rosenbeleuchtung wiederum keine Grenzen gesetzt. Jedoch zeigt sich, dass eine Rose nach Möglichkeit nicht in der Farbe ihrer eigenen Blüte beleuchtet werden sollte. Eine intensiv rote Rose wirkt blasser, wenn sie ebenfalls in Rot beleuchtet wird. Kühle Lichtfarben, etwa kühlweißes LED, unterstreichen hingegen das Rot der Rose und lassen es erstrahlen. Rosafarbene oder orangefarbene Rosen erstrahlen hervorragend unter der Beleuchtung mit warmweißen Lämpchen, deren Licht eher eine gelbliche Nuance ausstrahlt. Grundsätzlich lassen sich dunkle Rosen mit kühlen Lichtfarben präsentieren, etwa mit blauen, lilafarbenen oder grünen Leuchten. Helle Rosenblüten sehen in warmem Licht harmonischer aus. Infrage kommen hier gelbe, orangefarbene oder leicht rötliche Lichter.
Um bei aller Inszenierung auch die Wirtschaftlichkeit nicht zu vergessen, empfehlen sich insbesondere Lichter mit integrierter oder separater Solarzelle, die sich, gut in der Sonne platziert, jeden Tag selbst aufladen. Eine Alternative sind LED-Leuchtmittel mit sehr geringem Stromverbrauch bei intensiver Leuchtstärke und längerer Lebenszeit – setzt natürlich voraus, dass der Garten mit Stromanschluss ausgestattet ist. Meiner ist es nicht, deshalb plane ich für den nächsten Sommer eine solarbetriebene Lichterkette für den neugesetzten Rosenbogen.

Hundstage

persische Rose
persische Rose
Mal wieder sind die Hundstage die heißeste Zeit des Jahres. 36 Grad zeigte das Thermometer heute nachmittag an und das ist natürlich im Vergleich zu anderen Werten eher bescheiden. Aber der Wasserverbrauch steigt ins Unermessliche, auch mein eigener. Sogar einige meiner Rosen werden jetzt gegossen, vor allem die im letzten Jahr gesetzte Persica Rose. Offenbar reicht ihre Wurzel noch nicht tief genug.
Die Regentonne ist leer, natürlich, sie fasst auch nur knapp 250 Liter. Und der letzte Regen ist Wochen her. Wir brauchen eine Zisterne, mit der der reichliche Winterregen aufgefangen werden kann. Mit dem Wasser gehe ich schon sehr sparsam um, die Rosen (mit Ausnahme der Persica Rose) werden gar nicht gegossen, aber die Hortensien brauchen viel Wasser, obwohl sie im Halbschatten stehen. Der Rasen wird nicht gegossen, aber die vielen Kübelpflanzen, die sich auf der Terrasse und dem Balkon angesammelt haben.