Alle Beiträge von Biggi

Pläne für 2020

Es ist Winter, der Garten schläft und die Gärtnerin würde auch am liebsten die kalte, regnerische Jahreszeit verschlafen. Geht aber nicht, also mache ich Pläne für die nächste Gartensaison. Ich wälze Kataloge, lese mich durch einschlägige Gartenbücher und -zeitschriften und träume vom Sommer.

Eine Hängematte im Garten

Hängematte
Hängematte
Schon letzten Sommer habe ich so leise im Hinterkopf die Idee gehabt, mir eine Hängematte zuzulegen, im Schatten natürlich unter Bäumen inmitten des Gartens. Nur leider besitze ich gar keine Bäume, die stark genug sind, eine Hängematte auszuhalten – und das auch noch mit mir darin. Ich muss mir mal verschiedene Hängemattengestelle ansehen. Ich stelle mir das so schön vor, eine Hängematte inmitten meiner blühenden Rosen, umgeben vom Duft der neu gepflanzten Munstead Wood.

Schlafen in der Hängematte

„Erfunden“ wurde die Hängematte in Südamerika, weniger zur Entspannung sondern als Bettersatz, denn bei hohen Temperaturen belüftet sie den Körper auch von unten und bietet gleichzeitig Schutz vor giftigen Bodenlebewesen. Heute dient sie natürlich vor allem der Entspannung im Grünen, aber nicht nur. Auch Kinder schlafen durch die leichten Schaukelbewegungen leichter ein. Das Prinzip der beliebten Federwiege für Babies beruht natürlich auch auf der Hängematte.
Ob man wirklich in der Hängematte schlafen kann, entzieht sich meiner Kenntnis, ich habe es noch nie ausprobiert, aber Seeleute habe jahrhundertelang darin geschlafen und tageüber schwere Arbeit geleistet. Und es gibt auch heute Menschen, die behaupten, man würde darin sogar besser schlafen als in einem Bett. Auch manche Camper sind von der Hängematte überzeugt.

Nun ja, ich will darin ja nur entspannen. Und zur Entspannung gibt es wohl kaum etwas Schöneres.

Es wird Weihnachten

So langsam wird es Zeit, sich über Geschenke Gedanken zu machen. Viele haben das auch sicher schon getan, ich bin wie üblich eine der Letzten.

Im vorigen Jahr habe ich mich über ein Buch besonders gefreut, nämlich Maike Winnemuth: Bin im Garten: Ein Jahr wachsen und wachsen lassen. Das Buch ist kein Ratgeber, auch wenn man daraus durchaus auch als versierte Gärtnerin etwas mitnehmen kann, sondern einfach ein persönlicher Bericht über die Freude am Garten. am Gärtnern, am Gestalten, die viele Menschen ja nie wieder loslässt. In manchen ihrer Aussagen habe ich mich wiedergefunden, obwohl Frau Winnemuth erklärterweise keine Rosenfreundin ist.
Dieses Jahr würde ich mich über historisches Saatgut oder auch einen Gartenkrimi sehr freuen. Ich muss diesen Tipp mal unter die Leute streuen.

Meine Rosen sind versorgt und hoffentlich auf strengeren Frost gut vorbereitet. Das bisschen Frost, das wir bis jetzt hatten, dürfte ihnen nichts ausgemacht haben. Die Wurzelnackten sind jetzt alle angekommen, in der Erde und angehäufelt: Munstead Wood, Wollerton Old Hall und James Galway.

Gespannt bin ich auf die Stecklinge, die ich zu ziehen versuche. Von einer unbekannten Rose im Garten von Freunden habe ich Stecklinge genommen und sie in einen Topf gesetzt. Alle vier Stück haben ausgetrieben, aber ob sie auch Wurzeln gebildet haben, weiss ich noch nicht. Abwarten …. bis zum Frühling. Aber jetzt ist es Zeit für Geschenke.

Geschenke für Gärtner und Gärtnerinnen

Sie fliegen wieder und es wird Winter

Der Flug der Kraniche
Der Flug der Kraniche
Jedes Jahr vor dem Winter, meistens vor einem ersten Kälteeinbruch ertönt direkt über dem Garten ein charakteristisches Rufen. Am 13.11. gegen 21.00 war es wieder soweit. Eine große Menge Kraniche konnte ich auf ihrem Weg nach Süden hören und sehen. Ein beeindruckendes Schauspiel. Es waren die ersten, die ich dieses Jahr gesehen bzw. gehört habe, oft kommen ein paar Nachzügler noch im Dezember.

Munstead Wood ist da

Eine tiefdunkelrote Rose hatte ich schon lange gesucht und jetzt auch mit Munstead Wood hoffentlich gefunden. Sie kam vorgestern an und nach dem Auspacken verbrachte sie einen Tag im Eimer, damit sie sich gut mit Regenwasser vollsaugen konnte.


Anschliessend, sprich am nächsten Tag regnete es gerade mal nicht und ich konnte ans Werk gehen. Ein ca. 50 cm tiefes Loch habe ich gegraben, der Boden war wunderbar locker – kein Vergleich zur Sommerpflanzung – und habe die Rose dort eingesetzt. Zugebuddelt, kräftig angegossen, angehäufelt, fertig.
Ich bereue, jemals Containerware geordert zu haben. Wenn ich an die Mühe denke im Sommer ein tiefes Loch zu graben … Nein, die Herbstpflanzung erspart viel Arbeit.
Fazit: Man kann sich im Herbst zwar nicht an Blüten erfreuen, aber man erspart sich viel Arbeit und Kraft.
Wurzelnackte Rosen pflanzen

Rosen ins rechte Licht gerückt

Crown Princess Margareta
Crown Princess Margareta of Denmark
Obwohl jede Rose natürlich immer ein wunderschöner Blickfang ist, hat sie es verdient, bestmöglich präsentiert zu werden. Rosenbögen, Spaliere und Pergolen sind klassische Möglichkeiten, der Rose ein Bühne zu geben. Auch Rosenrabatten oder die Rose als Solitär machen ordentlich was her.

Doch man kann noch mehr tun: bei entsprechender Beleuchtung kommt die Rose erst richtig zur Geltung. Die Beleuchtung der Rosen erfolgt am besten via LED. Besonders geeignet sind zarte Lichterketten, die die Rose nicht beschädigen. Dabei bieten vor allem selbstklebende LED-Leisten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können flexibel an beliebigen Vorrichtungen oder Fassaden befestigt werden um das richtige Licht auf die Rosen zu werfen. Je nach Rosenart und Standort eignen sich außerdem Leuchtkegel, Stecklaternen oder Komplettsysteme mit Spotstrahlern und separater Solarzelle. Ketten und Leuchtleisten sind vor allem für Spaliere, Rosenbögen und Pergolen geeignet, mit einzelnen Spots lassen sich auch Beetrosen toll in Szene setzen.

Auf keinen Fall rosentauglich sind hingegen Leuchtmittel, die sehr heiß werden. Insbesondere normale Glühbirnen, aber auch Halogenstrahler entwickeln eine enorme Hitze, die die zarten Blütenblätter leicht verbrennen kann. Aus diesem Grund ist es am besten sich eine LED-Lampe mit warmweißen Lichtstrahl zu besorgen, da diese weder extreme Hitze noch einen zu starken Lichteinfall entwickelt. Denn darüber hinaus kommen Rosen bei zu heller Beleuchtung nicht gut zur Geltung, weil der starke Lichtkegel den Blick auf zahlreiche Blütendetails verwehrt.

Ebenfalls nicht geeignet sind schwere oder starre Lichterketten, etwa Lampionketten, denn sie können dem Blattwerk und der Blüte der Rose schaden. Bei Lichterketten ist darauf zu achten, dass sie tatsächlich nur um den Rosenbogen geschlungen werden, ohne die Pflanze dabei einzuengen.

Blush Damask
Blush Damask

Farblichen Vorlieben sind bei der Rosenbeleuchtung wiederum keine Grenzen gesetzt. Jedoch zeigt sich, dass eine Rose nach Möglichkeit nicht in der Farbe ihrer eigenen Blüte beleuchtet werden sollte. Eine intensiv rote Rose wirkt blasser, wenn sie ebenfalls in Rot beleuchtet wird. Kühle Lichtfarben, etwa kühlweißes LED, unterstreichen hingegen das Rot der Rose und lassen es erstrahlen. Rosafarbene oder orangefarbene Rosen erstrahlen hervorragend unter der Beleuchtung mit warmweißen Lämpchen, deren Licht eher eine gelbliche Nuance ausstrahlt. Grundsätzlich lassen sich dunkle Rosen mit kühlen Lichtfarben präsentieren, etwa mit blauen, lilafarbenen oder grünen Leuchten. Helle Rosenblüten sehen in warmem Licht harmonischer aus. Infrage kommen hier gelbe, orangefarbene oder leicht rötliche Lichter.
Um bei aller Inszenierung auch die Wirtschaftlichkeit nicht zu vergessen, empfehlen sich insbesondere Lichter mit integrierter oder separater Solarzelle, die sich, gut in der Sonne platziert, jeden Tag selbst aufladen. Eine Alternative sind LED-Leuchtmittel mit sehr geringem Stromverbrauch bei intensiver Leuchtstärke und längerer Lebenszeit – setzt natürlich voraus, dass der Garten mit Stromanschluss ausgestattet ist. Meiner ist es nicht, deshalb plane ich für den nächsten Sommer eine solarbetriebene Lichterkette für den neugesetzten Rosenbogen.