Ich bin sauer

nacktschneckeDie Schnecken haben meine Tomatensetzlinge gefressen, alle (mit einer einzigen Ausnahme).
Es ist grauenhaft. Nach dem Regen hängen sie zu Tausenden überall, in den abgeblühten Tulpen, in den Narzissen, in der Akelei, im Salbei (dem echten!), in den Primeln, im Blaukissen, den Vergissmeinicht. Diese Aufzählung könnte ich bis ins Unendliche fortsetzen. Es gibt kaum etwas, das ihnen nicht zum Opfer fällt. Zum Glück gehören meine Rosen dazu.

Alle Tipps helfen nicht. Für Schneckenkorn sind sie zu klein, den ganzen Garten könnte ich natürlich mit einem Schneckenzaun versehen, aber was mache ich dann mit denen, die schon drinnen leben? Holzspäne? Da lachen sie doch drüber, da kann man doch locker drüber spazieren. Kaffeesatz? Hmm, lecker. Heiner, im Hobbygartenblog hat einige Tipps zusammengestellt, aber ausser regelmäßig absammeln und dann … scheint gar nichts zu helfen.
Um Euch mal eine Vorstellung von dem Befall zu geben: Ich habe ca. 1000 Tulpen in Garten, an jeder hängen zur Zeit im Durchschnitt vier Exemplare. Dazu noch alle anderen. Alles ist schleimig.

Schneckeneier sammele ich fleissig und regelmäßig, aber was macht man, wenn man Nachbarn hat, unter deren Mulch sich Eier viel besser ablegen lassen?

Ich wünsche mir eine Katze, die Schnecken jagt. Und dann auch frisst. Igel scheinen auch lieber anderes zu fressen als Schnecken und die Amseln sind zwar Regenwürmern nicht abgeneigt, aber die Schleimer scheinen nur im Notfall in ihren Schnäbeln zu landen.

Und der Wetterdienst meldet weiter Schauerneigung.

2 Gedanken zu „Ich bin sauer“

  1. Ich kann es echt nachvollziehen.. Mich nerven die Biester auch immer!

    Folgendes hat mir geholfen und hilft vielleicht auch dir:
    – Barrieren aus trockenem Material errichten. Zum Beispiel Sägemehl, Kalk oder zerstoßene Kakaobohnen. Das hilft aber nur bis zum nächsten stärkeren Regen 🙁
    – ein Gefäß mit Bier aufstellen. Wenn es WIRKLICH hunderte/tausende sind, brauchst du aber eine ordentliche Menge 😀
    – Kamille oder Bohnenkraut in die Nähe bringen. Das schreckt die wohl auch ab..

    LG

  2. Das mit dem Bier ist keine wirklich gute Idee. Alle Schnecken der Nachbarschaft schreien: „Freibier“ und laufen so schnell die Füße tragen.

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