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Rosensträuße binden

RoseDie meisten Rosen in meinem Garten haben eher kurze Stiele, eignen sich deshalb nur für kleine Vasen oder eine Schale, in der die Blüten schwimmen können. Aber einige sind dabei, die sich auch für etwas größere Sträuße eignen. Bei mir ist das Out of Rosenheim. Als Hochstämmchen gekauft zeigt sie lange starke Stiele, blüht unermüdlich, wenn auch spät und ist gesund. Sogar bei regnerischem Wetter zeigen Blätter und Blüten keine Spur von Pilzkrankheiten. So soll eine Rose aussehen, die für einen Blumenstrauß in Frage kommt.

Die bekannteste Rose für Rosensträuße ist sicherlich die Baccara, eine tiefrote, langstielige Teehybride, die 1954 von Francis Meilland gezüchtet wurde. Sie ist heute zwar nur noch wenig im Handel zu finden, aber blüht noch in vielen Gärten. Die Baccara wie auch Out of Rosenheim kombiniert man am besten mit weissblühenden Margariten, Schleierkraut oder auch ganz klassisch mit Efeu. Aber da gibt es keine Regeln, erlaubt ist, was gefällt.

Was brauche ich für einen schönen Blumenstrauß?

In erster Linie natürlich langstielige Rosen in der Farbe der Wahl, was der Garten oder der Handel so hergibt. Natürlich kann man passende Rosen und ihre Begleiter auch bei darauf spezialisierten Unternehmen online bestellen entweder nur die Schnittblumen oder auch gleich einen professionell gebundenen Sommerblumenstrauß.

Was braucht man noch?

Natürlich eine Vase in schlichter Farbe oder aus Glas. Da ist die Auswahl immens, eine schöne Vase bringt die Rosen erst richtig zur Geltung, zumal wenn dadurch sowohl der Strauß als auch der Raum gut zur Geltung kommt. Mir persönlich gefallen hohe Glasvasen am besten, aber für einen Rosenstrauß sind weisse, hohe, schlanke Vasen auch sehr schön.
Zum zweiten braucht man eine scharfe Rosenschere, die wir Gartenbesitzer ja sowieso haben, aber wer keine hat, eine scharfe Haushaltsschere tut es auch.
Zum dritten ein scharfes Küchenmesser. Ausserdem noch Blumenband, Begleitpflanzen wie oben erwähnt.

Wie baue ich den Strauß auf?

Die Stielenden der Rosen werden mit dem Messer von Blätter und Dornen befreit. Der Teil des Straußes, der nachher im Wasser steht, sollte keine weiteren Blätter oder Dornen enthalten. Daran würden sich zu schnell Bakterien entwickeln und den Strauß schnell verblühen lassen.
Nun kann man mit dem Binden beginnen. Im Zentrum des Straußes ist die Rose mit der größten Blüte. Nun steckt man abwechselnd immer eine neue Blume und Blattwerk zur Auflockerung spiralförmig zusammen. Die Blumen werden idealerweise immer zwischen Daumen und Zeigefinger gehalten. Wenn der Strauß seine optimale Größe erreicht hat, können jetzt noch kleine Fehler ausgemerzt werden. Der Mittelpunkt des Straußes sollte auch auch die höchste Stelle sein.
Jetzt werden alle Blumenstiele mit der Rosenschere auf die gleiche Länge gekürzt und die Enden schräg angeschnitten. Das ganze wird mit Blumenband fixiert und in eine Vase mit frischem Wasser gegeben.
Die Vase muss vorher gründlich gespült werden, um alle Bakterien zu entfernen. Wer hat, gibt noch ein Päckchen Blumennährstoffe mit ins Wasser. Täglich oder, wenn es nicht anders geht, alle zwei Tage sollte das Wasser gewechselt werden und dabei schneidet man die Rosen aufs neue schräg an.

Übrigens: Duftrosen duften auch in der Vase.