Archiv der Kategorie: Gartenblumen

Es schneit und schneit und …

Rosenstämmchen im Schnee
Rosenstämmchen im Schnee
Es hört gar nicht mehr auf, ununterbrochen rieselt die weisse Pracht. Es sieht ja schön aus, wenn die Bäume und Pflanzen weisse Hüte tragen. Auch meine Rosen sind weiss ummantelt. Aber auf den Straßen herrscht Chaos. Der einzige, der sich richtig über den Schnee freut, ist der Hund.
Aber auch dem Garten tut der Schnee gut. Vor allem leichter Pulverschnee bietet eine schützende Wärmedecke und der Boden gibt seine Wärme nicht so schnell an die Umgebung ab. Schnee schützt so die Pflanzen vor dem gefürchteten Nacktfrost, der die Wurzeln vertrocknen lässt und stellt genügend Feuchtigkeit für den Frühling bereit. Allerdings mögen viele Pflanzen – auch die Rosen – zuviel Schnee nicht auf ihren Blättern. Leichtes Abbürsten oder abschütteln hilft.
Allerdings auf dem Rasen sollte man nicht zu viel herumlaufen, denn der durch Fußspuren verdichtete Schnee bietet eine gute Basis für verschiedene Pilzkrankheiten.

Hommage an David Austin

Open Arms
Ramblerrose Open Arms
Am 18. 12. 2018 starb David Austin, dessen Name mit „Englischen Rosen“ wie kein anderer verbunden ist. Er schaffte die Verbindung zwischen den öfterblühenden, aber oft wenig oder gar nicht durftenden Rosen (den Teehybriden) und den einmalblühenden, duftintensiven, winterharten alten Rosen. Damit schuf er nicht nur besonders attraktive Rosen, sondern schuf auch gleichsam eine neue Gattung, nämich die „Englischen Rosen“, die viel mehr sind als nur Rosen aus England bzw. von englischen Züchtern.
Seine erste Rose war Constance Spry, später folgten dann weitere Berühmtheiten, wie Graham Thomas, Shropshire Lass, Wife of Bath und viele andere.

Auch in meinem Garten gibt es einige, „The Pilgrim“, „Benjamin Britten“, „Summer Song“, „Open Arms“ und eine meiner Lieblingsrosen „Crown Princess Margareta of Denmark„. Sie alle zeichnen sich durch gute Gesundheit, einen überwältigenden Duft und eine besonders lange Blütezeit aus. Alles Eigenschaften, die eine echte Austin Rose auszeichnen müssen.

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David Austin wurde für seine Verdienste als Rosenzüchter mit dem „Order of the British Empire“ und der „Victoria Medal of Honour“ ausgezeichnet. Sein Unternehmen „David Austin Roses Ltd.“ wird mittlerweile von seinem Sohn und seinem Enkel weitergeführt.

Rosenschutz im Winter

Richtige Sortenwahl

Im Spätherbst sind bereits deutliche Sortenunterschiede erkennbar. Manche Rosen sind nun völlig nackt und unbelaubt, oft ein Zeichen für unzureichende Gesundheit. Stark geschwächt durch die Rosenkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost während der Sommermonate hatte die Rose ohne Laub keine Chance Assimilate herzustellen, die während des Winters die Wurzeln versorgen. Durch diese in jedem Sommer wiederkehrende Schwächung besteht eine große Gefahr, dass die Rose einen starken Winter nicht übersteht.
» Weitere Tipps für die Vorbereitung des Winterschutzes finden sich in diesem Artikel auf: Gartenbista.de

Rosen im Beet

Die Veredelungsstelle muss vor Frost und Austrocknen geschützt werden, dazu wird Gartenerde, Kompost oder Laub um die Triebe angehäufelt. Auch Tannenzweige leisten gute Dienste.

Rosen im Kübel

Winterschutz
Winterschutz für Kübelpflanzen
Den Kübel rundum isolieren mit Winterschutzmatten (Kokos, Jutefilz, Stroh, Noppenfolie), direkten Bodenkontakt vermeiden (Pflanzenroller, Styroporplatte), Winterschutz-Discs zu oberen Abdeckung des Topfes.

Stammrosen

Der Winterschutz für Hochststämmchen ist vergleichsweise aufwändig, da sich die frostempfindliche Veredlungsstelle am Kronenansatz befindet. Die Krone wird dann mit Winterschutzhauben aus Jute oder Kokos geschüzt, die auch die Veredlungsstelle umhüllt. Auf keinen Fall Noppenfolie oder Plastik benutzen. Spannungsrisse des Stammes vermeiden. Stamm mit Juteband, Wintervlies oder Winterschutzmatten umwickeln.

Wildrosen

Wer nicht veredelte Wildrosen sein Eigen nennt, hat es gut, die brauchen nämlich überhaupt keinen Winterschutz. Selbst wenn in eiskalten Wintern mit Nacktfrost (das ist die tief durchgefrorene Erde ohne schützende Schnee- oder Laubdecke) einige Zweige zurückfrieren, treibt die Rose unbeirrt wieder aus und blüht zuverlässig. Rosen gedeihen schliesslich auch in der russischen Taiga.
Auch die Kleinstrauchrosen, oft als Bodendeckerrosen verkauft, brauchen normalerweise keinen Winterschutz. Erstens sind sie sehr wüchsig und robust, zum zweiten sind sie im allgemeinen nicht veredelt, sondern durch Stecklinge oder Steckholz vermehrt worden.

Allgemeines

Rosen nicht jetzt im Herbst zurückschneiden, da eingekürzte Enden bei Frost leicht vertrocknen. Faustregel: Rosenschnitt erst zur Forsythienblüte im Frühjahr.
Trotz Klimawandel und milden Wintern sollte man auf Nummer Sicher gehen. Der erste Teil einer effizienten Frostschutzmaßnahme beginnt schon im Sommer: Rosen sollten nach dem 1. Juli nicht mehr mit Stickstoff gedüngt werden, damit die Triebe bis zum Herbst gut aushärten können. Außerdem ist es wichtig, dass Rosen tief genug gepflanzt werden – die Veredlungsstelle, die bei Frost besonders gefährdet ist, muss gut geschützt unter der Erdoberfläche liegen.
Wenn der Frost einzelne Rosentriebe zerstört, ist das nicht weiter dramatisch, denn Rosen sind sehr wüchsig und treiben nach einem starken Rückschnitt bis in das gesunde Holz gut wieder aus. Wichtig ist nur, dass die Veredlungsstelle nicht geschädigt wird, denn dann stirbt der gesamte veredelte Teil der Pflanze ab. Übrig bleibt nur der Wildling als ursprüngliche Veredlungsunterlage.

Blaue Rosen? Gibt es nicht

Veilchenblau

blaue Rose
Meine blaue Rose
Neulich war ich – mal wieder – im Wildrosengarten in Zweibrücken. Und dort wächst an einer Mauer „Veilchenblau“, eine wunderschöne, reich blühende Ramblerrose mit zartem Duft. In Gedanken habe ich schon einen Platz für sie gesucht, eine geeignete Mauer habe ich nicht, sie müsste am Zaun wachsen. Aber wer dieses Gartentagebuch schon länger liest, weiss, das mein Zaun schon sehr lange steht und nicht mehr der stabilste ist. Ich weiss ja, ich muss was tun. Ich werde mich mal einem Zaun Shop informieren, welche Möglichkeiten es gibt. Der Zaun soll ja schliesslich nicht nur Sicherheit und Schutz bieten, sondern auch noch gut aussehen und eine Stütze für Ramblerrosen sein.

Blau durch Gentechnik

Aber zurück zum Thema „Blaue Rosen“. Ganz ehrlich, richtig blau ist „Veilchenblau“ natürlich nicht, eher Fliederfarben/Violett. Rosen können gar nicht blau sein, ihnen fehlt das Gen, um blaue Blüten zu bilden. Mit moderner Gentechnik ist ja einiges möglich, und ich kann mir vorstellen, dass es in näherer Zukunft auch blaue Rosen geben wird. Vielleicht mit einem Gen des Eisenhuts? Mittlerweise sind Unternehmen dabei, genau das zu tun, nämlich Gene von blaublühenden Pflanzen in die Rose einzuschleusen, aber bis jetzt ohne großen Erfolg. Die australische Firma Florigene hat eine (fast) blaue Rose entwickelt. Seit 2009 gibt es „Applause„, eine genmanipulierte Rose, die allerdings auch nur blauviolette Blüten bildet.Auf dem asiatischen Mark ist sie zugelassen und ein großer Erfolg trotz eines hohen Preises.
Die blaue Rose steht – zumindest in Japan – für vollkommene und lebenslange Liebe. Sie ist also eine Hochzeitsrose und findet sich in Brautsträußchen und Hochzeitsgestecken.
Viele Europäer stehen allerdings der Gentechnik eher skeptisch gegenüber, aber trotzdem gibt es auch hier eine Nachfrage nach blauen Rosen.

Wie bekommt man denn nur eine blaue Rose?

Ganz einfach, das habe ich als Kind schon in der Schule gelernt, allerdings war unser Forschungsobjekt eine Tulpe. Man nimmt eine reinweisse Rose und füllt die Vase mit blauer Tinte oder blauer Lebensmittelfarbe. Nach einiger Zeit färbt sich die Rose blau. Man kann natürlich auch Photoshop aufrufen.
Wer daran Spaß hat, kann es ja mal selber versuchen.

Alles geschnitten

Rose de Resht
Rose de Resht
Die Forsythie in meinem Garten wirft bereits die ersten Blüten ab, für mich ein Zeichen, dass alle Rosen geschnitten sein müssen. Und so ist es denn auch. Ich schneide immer verhältnismässig tief herunter – bis auf zwei Augen. Damit habe ich gute Erfahrungen gemacht. Einige wenig wüchsige Rosen werden so zu neuen Austrieben direkt aus der Veredelung animiert und die Rosen bleiben lange gesund.

Das Entfernen von alten Trieben tut den meisten meiner Rosen ebenfalls gut, die Blüte wird dadurch gefördert. Und jetzt geht es ans Düngen. In den nächsten Tage ist Regen gemeldet, der wird dann den Dünger direkt an die Rosenwurzeln spülen.

Ach ja, ein paar Neuanschaffungen gibt es auch: für den Kübel auf der Terrasse gab es Rose de Resht. Sie eignet sich für Kübelhaltung (der Kübel muss allerdings ziemlich hoch sein) und duftet vor allem besonders intensiv. Und sie macht eine kleine Nachblüte von August bis zum Frost.