Archiv der Kategorie: Gartenblumen

Zweite

Rose de Resht
Rose de Resht
Nach Louise Odier hat eine zweite „Alte Rose“ das Rennen um die ersten Blüten gewonnen. Heute morgen öffnete auch meine Rose de Resht ihre erste Blüte.

Die beiden historischen Rosen stehen etwas sonniger als alle meine anderen modernen Rosen, aber als Frühstarter waren beide bis jetzt noch nicht aufgefallen. Rose de Resht hängt voller Blüten und dieses Jahr ist sie von der Blattrollwespe verschont geblieben, die sonst regelmäßig ihre Blätter zum Einrollen brachte. Lediglich die Rosenzikade hat ihre Blätter ein bisschen angenagt, wie man an dem Foto deutlich erkennen kann. Ansonsten sieht sie gesund aus und ihre Blüten verströmem den gewohnten herrlichen Duft.

Erste

Louise Odier
historische Rose Louise Odier

Dieses Jahr war „Louise Odier“ die Erste, die den Beginn der Rosenblüte anzeigt. Trotz schlechtem Wetter, es war kalt in den letzten Tagen, es hat vom Himmel geschüttet, als ob der Wassermangel des letzten Jahres ausgeglichen werden müsste. Ach ja, und Minusgrade hatten wir auch. Die Eisheiligen sind noch nicht vorbei, trotzdem die erste Blüte ist voll aufgeblüht. Und sie duftet – dieser unvergleichliche Duft, den nur alte Rosen haben.
Allerdings hat das nasse, kalte Wetter Spuren hinterlassen. Die Blätter der „Louise Odier“ zeigen jetzt schon die ersten Anzeichen von Sternrußtau.

Hommage an David Austin

Open Arms
Ramblerrose Open Arms
Am 18. 12. 2018 starb David Austin, dessen Name mit „Englischen Rosen“ wie kein anderer verbunden ist. Er schaffte die Verbindung zwischen den öfterblühenden, aber oft wenig oder gar nicht durftenden Rosen (den Teehybriden) und den einmalblühenden, duftintensiven, winterharten alten Rosen. Damit schuf er nicht nur besonders attraktive Rosen, sondern schuf auch gleichsam eine neue Gattung, nämich die „Englischen Rosen“, die viel mehr sind als nur Rosen aus England bzw. von englischen Züchtern.
Seine erste Rose war Constance Spry, später folgten dann weitere Berühmtheiten, wie Graham Thomas, Shropshire Lass, Wife of Bath und viele andere.

Auch in meinem Garten gibt es einige, „The Pilgrim“, „Benjamin Britten“, „Summer Song“, „Open Arms“ und eine meiner Lieblingsrosen „Crown Princess Margareta of Denmark„. Sie alle zeichnen sich durch gute Gesundheit, einen überwältigenden Duft und eine besonders lange Blütezeit aus. Alles Eigenschaften, die eine echte Austin Rose auszeichnen müssen.

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David Austin wurde für seine Verdienste als Rosenzüchter mit dem „Order of the British Empire“ und der „Victoria Medal of Honour“ ausgezeichnet. Sein Unternehmen „David Austin Roses Ltd.“ wird mittlerweile von seinem Sohn und seinem Enkel weitergeführt.

Es schneit und schneit und …

Rosenstämmchen im Schnee
Rosenstämmchen im Schnee
Es hört gar nicht mehr auf, ununterbrochen rieselt die weisse Pracht. Es sieht ja schön aus, wenn die Bäume und Pflanzen weisse Hüte tragen. Auch meine Rosen sind weiss ummantelt. Aber auf den Straßen herrscht Chaos. Der einzige, der sich richtig über den Schnee freut, ist der Hund.
Aber auch dem Garten tut der Schnee gut. Vor allem leichter Pulverschnee bietet eine schützende Wärmedecke und der Boden gibt seine Wärme nicht so schnell an die Umgebung ab. Schnee schützt so die Pflanzen vor dem gefürchteten Nacktfrost, der die Wurzeln vertrocknen lässt und stellt genügend Feuchtigkeit für den Frühling bereit. Allerdings mögen viele Pflanzen – auch die Rosen – zuviel Schnee nicht auf ihren Blättern. Leichtes Abbürsten oder abschütteln hilft.
Allerdings auf dem Rasen sollte man nicht zu viel herumlaufen, denn der durch Fußspuren verdichtete Schnee bietet eine gute Basis für verschiedene Pilzkrankheiten.

Rosenschutz im Winter

Richtige Sortenwahl

Im Spätherbst sind bereits deutliche Sortenunterschiede erkennbar. Manche Rosen sind nun völlig nackt und unbelaubt, oft ein Zeichen für unzureichende Gesundheit. Stark geschwächt durch die Rosenkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost während der Sommermonate hatte die Rose ohne Laub keine Chance Assimilate herzustellen, die während des Winters die Wurzeln versorgen. Durch diese in jedem Sommer wiederkehrende Schwächung besteht eine große Gefahr, dass die Rose einen starken Winter nicht übersteht.
» Weitere Tipps für die Vorbereitung des Winterschutzes finden sich in diesem Artikel auf: Gartenbista.de

Rosen im Beet

Die Veredelungsstelle muss vor Frost und Austrocknen geschützt werden, dazu wird Gartenerde, Kompost oder Laub um die Triebe angehäufelt. Auch Tannenzweige leisten gute Dienste.

Rosen im Kübel

Winterschutz
Winterschutz für Kübelpflanzen
Den Kübel rundum isolieren mit Winterschutzmatten (Kokos, Jutefilz, Stroh, Noppenfolie), direkten Bodenkontakt vermeiden (Pflanzenroller, Styroporplatte), Winterschutz-Discs zu oberen Abdeckung des Topfes.

Stammrosen

Der Winterschutz für Hochststämmchen ist vergleichsweise aufwändig, da sich die frostempfindliche Veredlungsstelle am Kronenansatz befindet. Die Krone wird dann mit Winterschutzhauben aus Jute oder Kokos geschüzt, die auch die Veredlungsstelle umhüllt. Auf keinen Fall Noppenfolie oder Plastik benutzen. Spannungsrisse des Stammes vermeiden. Stamm mit Juteband, Wintervlies oder Winterschutzmatten umwickeln.

Wildrosen

Wer nicht veredelte Wildrosen sein Eigen nennt, hat es gut, die brauchen nämlich überhaupt keinen Winterschutz. Selbst wenn in eiskalten Wintern mit Nacktfrost (das ist die tief durchgefrorene Erde ohne schützende Schnee- oder Laubdecke) einige Zweige zurückfrieren, treibt die Rose unbeirrt wieder aus und blüht zuverlässig. Rosen gedeihen schliesslich auch in der russischen Taiga.
Auch die Kleinstrauchrosen, oft als Bodendeckerrosen verkauft, brauchen normalerweise keinen Winterschutz. Erstens sind sie sehr wüchsig und robust, zum zweiten sind sie im allgemeinen nicht veredelt, sondern durch Stecklinge oder Steckholz vermehrt worden.

Allgemeines

Rosen nicht jetzt im Herbst zurückschneiden, da eingekürzte Enden bei Frost leicht vertrocknen. Faustregel: Rosenschnitt erst zur Forsythienblüte im Frühjahr.
Trotz Klimawandel und milden Wintern sollte man auf Nummer Sicher gehen. Der erste Teil einer effizienten Frostschutzmaßnahme beginnt schon im Sommer: Rosen sollten nach dem 1. Juli nicht mehr mit Stickstoff gedüngt werden, damit die Triebe bis zum Herbst gut aushärten können. Außerdem ist es wichtig, dass Rosen tief genug gepflanzt werden – die Veredlungsstelle, die bei Frost besonders gefährdet ist, muss gut geschützt unter der Erdoberfläche liegen.
Wenn der Frost einzelne Rosentriebe zerstört, ist das nicht weiter dramatisch, denn Rosen sind sehr wüchsig und treiben nach einem starken Rückschnitt bis in das gesunde Holz gut wieder aus. Wichtig ist nur, dass die Veredlungsstelle nicht geschädigt wird, denn dann stirbt der gesamte veredelte Teil der Pflanze ab. Übrig bleibt nur der Wildling als ursprüngliche Veredlungsunterlage.