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Wasser, wir brauchen Wasser

Regentonne
Meine Regentonne
Die Wasserknappheit in diesem Sommer, die ja offenbar noch weiter geht, wird meine Wasserrechnung in ungeahnte Höhen treiben. Wir haben zwar eine Regentonne, die an das Fallrohr angeschlossen ist, die fasst aber nur 250 Liter. Und wenn der Sommer – wie dieser – extrem trocken ist, wird sie ganz schnell leer und es kommt einfach auch kein Wasser nach.
Regenwasser ist natürlich, wie jeder Gärtner weiss, das non-plus-ultra für die Pflanzen, auch wenn hier in der Region unser Trinkwasser fast schon Regenwasserqualität aufweist (Härtebereich 1). Aber das Wasser aus der Leitung ist teuer. Und ich besitze nun mal keinen Präriegarten.
Wir machen uns schon seit längerem Gedanken, ob wir nicht eine Zisterne bzw. einen Erdtank in den Garten legen sollten. Das ist zwar ziemlich teuer, könnte sich aber in wenigen Jahren rechnen. Damit stehen die größeren Wassermengen, die der Herbst, der Winter und das Frühjahr bringen, im Sommer zur Verfügung.

Regentonnen: Wasser für den kleineren Garten.

Regentonnen ins den verschiedensten Größen und Formen sind auch für Laien wie mich schnell aufgestellt und angeschlossen, haben aber durch ihre kompakte Größe leider ein sehr begrenztes Fassungsvermögen. Bei 1000 l ist Schluss und für einen solchen Tank muss auch erstmal Platz gefunden werden. Aber natürlich, manche Regentonnen sehen richtig gut aus und man kann sie gut in den Garten integrieren.

Erdtank: Wasser für mittlere Gärten

Wer einen größeren Garten pflegt und/oder von der öffentlichen Wasserversorgung möglichst unabhängig sein will, sollte deshalb wie wir über die Anschaffung eines Erdtanks nachdenken.
Wir werden das Fallrohr in den Garten legen, und einen Tank unterhalb der Rasenfläche installieren. Gräser wurzeln nicht tief und damit verlieren wir keine Beetfläche mit den Tiefwurzlern (Rosen z.B.) Weitere Vorteile sind: Ein oberirdischer Behälter mit vergleichbarem Volumen würde viel zu viel Platz im Garten beanspruchen. Das gesammelte Wasser ist oberirdisch Wärme und UV-Strahlung ausgesetzt und wird schneller brackig und Keime können sich ungehindert ausbreiten. Große Erdtanks fassen etwa 4.000 Liter im Gegensatz zu den deutlich kleineren Regentonnen. Erdtanks für Regenwasser werden meistens aus haltbarem, hochfestem Polyethylen hergestellt und sind sogar mit dem Auto befahrbar, können also locker auch unter einem Stellplatz verschwinden. Auch Erdtanks gibt es in verschiedenen Größen und Formen. Und wie ich das im Augenblick so sehe, ist ein Erdtank für mich die Lösung des Wasserproblems.

Zisternen: Wasser sammeln im großen Stil

Wer einen wirklich großen Garten bewässern muss oder das Regenwasser auch als Brauchwasser, zum Beispiel für die Toilette, sammeln möchte, braucht einen richtig großen Wasserspeicher. Eine unterirdische Zisterne aus Kunststoff oder Beton, wie ein befreundeter Gärtner sie hat, bietet natürlich das größte Fassungsvermögen. Zisternen sind natürlich wesentlich aufwändiger zu installieren. Sie können auch von innen gereinigt werden, benötigen ein Filtersystem, und zusätzliche Leitungsrohre für die Trennung von Trinkwasser und Brauchwasser – wie z.B. wavin.de sie bietet – müssen verlegt werden. Und das Ganze ist genehmigungspflichtig. Ehrlich – für mich eine Nummer zu groß, aber der befreundete Gärtner hat diesen Sommer meinen Neid erregt, als er ohne Probleme jeden frühen Morgen seinen Rasen bewässert hat.

Optimierte Gartenbewässerung

So langsam denkt die Gärtnerin an den Sommer. Die Zeit des Katalogelesens ist vorbei. Jetzt ist Action angesagt.
Dünger ist noch reichlich vorhanden, aber das Regenwassersystem braucht dringend ein Update in Form einer zweiten Tonne.
Bewässerungssysteme sind übrigens uralt, bereits in den frühen Hochkulturen wie im alten Ägypten waren diese Systeme bekannt. Dabei ist die Wahl des Bewässerungssystems nicht nur von der Pflanzenart und Bodenbeschaffenheit, sondern auch von den Installationskosten abhängig.

Bewässerungssystem selbst bauen

Generell unterscheidet man zwischen Oberflächenbewässerung, Beregung (Sprühanlagen), Unterflurbewässerung (Wassernutzung unterhalb der Bodenfläche) und Mikrobewässerung (bei der nur eine kleine Fläche mit wenig Wasser bewässert wird).
Eine fast automatisierte Bewässerung lässt sich aber auch in Form einer Tröpfchenbewässerung recht einfach selbst einrichten und ist nebenbei auch noch effizienter als das Gießen per Hand. Ein Wasserschlauch wird dabei so durch den Garten gelegt, dass alle Pflanzen erreicht werden. Dann wird er an den passenden Stellen mit kleinen Löchern versehen und an eine Gartenpumpe bzw. einen Wasserbehälter angeschlossen. Durch eine Zeitschaltuhr ist es zudem möglich das System gezielt zu aktivieren.
Auch gewöhnliche Blumenkästen können mit Wasserspeichermatten ausgelegt werden um eine entsprechende Wasserversorgung zu gewährleisten. Die Pflanzen ziehen dabei nur so viel Wasser wie sie benötigen. Das ist enorm praktisch, weil dabei falsches Giessen nichts mehr kaputtmachen kann.

Regenwassernutzung der Umwelt zuliebe

Regentonne Wassertonne Regenfass Wassertank Amphore 210L mit Wasserhahn (Terracotta)

Regentonne Wassertonne Regenfass Wassertank Amphore 210L mit Wasserhahn (Terracotta)
  • Regentonne mit einem Fassungsvolumen von 210 L mit Wasserhahn
  • Länge: 560mm, Breite: 596 mm, Höhe: 1183 mm
  • Frostsicher und UV-beständig
Nutzung des Regenwassers ist im Gartenbereich völlig problemlos, da hier keine Trinkwasserverordnung das aufwändige Filtern des Wassers nötig macht und es rechnet sich auch. Trinkwasser ist viel zu schade und kostenintensiv, um es nur zum Giessen zu nutzen. Ausserdem schadet das oft zu harte Wasser den Pflanzen.
Die billigste und einfachste Möglichkeit der Regennutzung ist dabei das Auffangen des Niederschlages in Regentonnen. Man braucht nur einen geeigneten Stellplatz, eine Tonne (manche gibt es schon für sehr kleines Geld) und eine Giesskanne.

Zisternen sind teurer, machen aber die Bewässerung auch von großen Gärten möglich und rechnen sich nach ein paar Jahren. Diese sind bei Gartenfachmärkten oder im Baumarkt zu bekommen und werden meist in kompletten Paketen angeboten.Je nach Bedarf sind sie mit Regenspeicher, Filtersystem, Pumpenart und verschiedenen Entnahmestellen ausgestattet. So kann der Nutzer je nach Pumpengröße seinen Garten sprengen und entscheiden welche Art von Entnahmestelle er haben möchte. Durch diese Nutzung werden besonders in heißen Monaten die Wasserkosten gesenkt und vor allem wertvolles Grund- und Trinkwasser eingespart. In vielen Regionen Deutschlands wird zudem die Anschaffung einer Regennutzungsanlage bezuschusst. Da dies auf kommunaler Ebene teils sehr unterschiedlich gehandhabt wird, empfiehlt es sich vor der Planung genauere Informationen dazu einzuholen.