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Frohe Ostern

OsterlammWas gehört zu Ostern? Natürlich, Osterglocken und Osterlämmer. Zumindestens das letztere war pünktlich da. Ansonsten war es kalt, sogar in der Sonne, die heute sich nach langer Zeit einmal wieder zeigte. Wenn auch nur kurz. Aber es hat gereicht um mal durch den Garten zu gehen und eine erste Bestandsaufnahme zu machen. Die Hortensien haben dicke Knospen angesetzt. Einer der Päoniensämlingen vom letzten Jahr zeigt sich bereits, die anderen drei sind noch nicht zu sehen, wenn sie denn überhaupt wiederkommen. Die Rosen zeigen erste Austriebe, die Krokusse blühen und auch die Alpenveilchen.

So langsam scheint dieser endlos lange Winter zu weichen.

Willkommen, Holzbiene

Holzbiene
Große Holzbiene: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Dieses Jahr habe ich versuchsweise Duftwicken an meinen häßlichen Maschendrahtzaun gesetzt. Natürlich habe ich sie zu spät vorgezogen und entsprechend spät haben sie geblüht. Aber das Experiment ist geglückt und nächstes Jahr wird es wiederholt.
Was ich aber heute beobachtet habe, hat mich dann doch schon erstaunt, mehr noch erfreut. Eine große blaue Holzbiene kroch in die Blüten. Diese Biene habe ich hier noch nie gesehen. Holzbienen werden in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten auf der Vorwarnliste geführt (Kategorie V), denn sie brauchen viel Wärme und nisten in Totholz. Beides findet sich im Garten, wenn auch nicht in großem Maße. Vielleicht wohnen sie ja auch in einem meiner verschiedenen Insektenhotels.

Eidechsen

Mauereidechsen
Mauereidechsen
Eigentlich wollte ich ja Rosen fotografieren im Wildrosengarten Zweibrücken. Aber dann liefen mir diese kleinen Eidechsen vor die Linse.
Mauereidechsen sind es. Sie leben in den Hohlräumen von Trockenmauern, die sich in der Sonne schön erwärmen und so die nötige Wärme spenden, die die zierlichen Tierchen brauchen, um agil herumzuflitzen.
Diese Trockenmauern werden von verschiedensten Pflanzen besiedelt, die wiederum Insekten anlocken, die den Mauereidechsen als Nahrung dienen. Auch ihr Gelege wird in den Mauern abgelegt.

Sie ernähren sich nicht nur von Insekten und Spinnen, sondern auch von Schnecken, deshalb wären sie mir im Garten mehr als willkommen, aber leider habe ich bis jetzt noch keine gesichtet. Ob das wohl an der fehlenden Trockenmauer liegt?

Aufgrund des mittelfristigen Areal- und Bestandsrückgangs sowie der schlechten Zukunftsaussichten wurde die Mauereidechse in der EU-weit gültigen Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-RL) als streng zu schützende Art in den Anhang IV aufgenommen.

Die Zecken sind wieder da

Die gemeine Zecke macht ihrem Namen alle Ehre. Sie hat nicht nur mich gebissen, sondern auch meinen Kater, dem ich gleich zwei entfernen musste.

Harli
Das Zeckenopfer
Die hiesige Schildzecke, auch Gemeiner Holzbock genannt, ist eine Milbenart, die besonders gerne Menschen, aber auch Tiere befällt. Neben dem unangenehm juckenden Biss können sie leider auch Krankheiten übertragen. Die häufigste hier in der Gegend ist die Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME), gegen die man sich aber impfen lassen kann. Richtig heimtückisch ist die Borreliose, die häufig von Ärzten nicht erkannt wird, und gegen die keine Impfung existiert.

Vor allem wir Gärtner sind betroffen. Normalerweise hilft aber eine Dusche direkt nach der Gartenarbeit, denn Zecken beissen nicht sofort, sondern suchen sich genüsslich erst mal in Ruhe eine passende Stelle.

Aber manchmal erwischt es einen doch. Trotz Zeckenschutz.

Der Vorfrühling ist da

Schneegloeckchen
Die ersten Schneeglöckchen
Sie sind spät dran dieses Jahr – die ersten Schneeglöckchen. Der ungewöhnlich harte Frost im Februar war daran schuld. Normalerweise zeigen sich die ersten Blüten schon Ende Januar.

Aber jetzt kommt der Frühling mit Macht.

Hasel
Männliche Haselblüten
Der Hasel blüht, die ersten Bienen können kommen. Und die ersten Nasen laufen wieder, für Allergiker beginnt die schlimme Jahreszeit.

Die Schafe geniessen das erste frische Gras und liegen gemütlich draussen. Sie haben sich ein richtig dickes Fell wachsen lassen, das jedem Wetter trotzt. Den Winter haben sie zum Teil im Unterstand verbracht, aber jetzt lockt die frische Luft und das junge Gras, das sich überall zeigt.

Schafe
Die Rasenmäher

Ein erster Gang durch den Garten hat einige Schäden offenbart: die im Herbst gesetzten „winterharten“ Fuchsien sind wohl – trotz Winterschutz – erfroren. Der Rosmarin hat gewaltig Frost abbekommen, könnte sich aber wieder davon erholen. Er sieht nicht ganz erfroren aus. Die Poulson Rose Isabel hat es offenbar nicht überlebt, sie kränkelte bereits im Herbst. Aber vielleicht schlägt sie ja doch noch aus. Weitere Ausfälle konnte ich bis jetzt noch nicht feststellen.