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Der Rosenkäfer ist wieder da

Rosenkäfer
der große Rosenkäfer
Wie schon im letzten Jahr nagt der große Rosenkäfer an meinen Rosenblüte, aber der Schaden hält sich wirklich in Grenzen. Aufmerksam bin ich geworden, als ein dicker Käfer mit lautem Gebrumm gegen meinen Kopf knallte und aussah, als ob er das Fliegen erst noch lernen müsste. Anschliessend plumpste er in mein Hochbeet, wahrscheinlich , um sich zu erholen.

Anders als der Name Rosenkäfer andeutet, besucht er nicht nur Rosen, sondern auch die Blüten von Holunder, Weißdorn, Hartriegel und Co. Und er mag faules Obst und auch Pflanzensaft, der aus Wunden tropft.

Die Larven des Rosenkäfers leben im Kompost und tragen dort zur Humusbildung bei, aber auch an faulem Holz und ernähren sich von Pflanzenresten. Im meinem Kompost leben Engerlingähnliche Larven, vielleicht sind es ja die des Rosenkäfers.

Rosenkäfer haben eine Größe von ca. 1cm und glänzen grünlich, zumindest das Exemplar in meinem Garten.Im Jahr 2000 wurde der Rosenkäfer zum „Käfer des Jahres“ ernannt. Dadurch wollte man darauf aufmerksam machen, dass dieser Käfer in mehreren deutschen Bundesländern als „vom Aussterben bedroht“ oder stark gefährdet eingestuft ist. In Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung wird die Art als „streng geschützter Käfer“ geführt.

Wurzelnackte Rosen pflanzen

HagebuttenIm Herbst werden die wurzelnackten Rosen angeboten, die jedoch oft im Vergleich zur Containerware ein Schattendasein führen. Wurzelnackte Rosen sind nicht eingetopft, und ihre Äste und Zweige sind auf ein Minimum eingekürzt.

Vorteile der Wurzelware

  • 1. Sie sind deutlich billiger
  • 2. Wenn man es richtig macht, blühen sie früher und sie sind robuster.

Wurzelware richtig pflanzen

Wurzelnackte Rosen können von Oktober bis Ende April bei frostfreiem Boden gepflanzt. Empfehlenswert sind die Monate Oktober und November. Wenn das Päckchen mit den Rosen ankommt, sollte man die Rosen erst einmal einen Tag in einen Eimer mit Wasser nach draussen stellen. Anschliessend dann ein ca. 50 cm tiefes Loch graben und unten die Erde mit der Grabegabel noch einmal zusätzlich lockern. Die Rosen hineingeben und zwar so, dass die Veredelungsstelle ca. 5 cm unter der Erde liegt. (In sehr kalten Gegenden auch etwas tiefer.) Anschliessend die Erde gut festtreten und ausgiebig wässern. Und noch einmal Erde daraufgeben und wässern.

Wichtig: Nicht düngen, keinen Kompost geben.

Das ist eine Pflegemaßnahme fürs Frühjahr.
Anschliessend in Ruhe das nächste Jahr abwarten und sich auf die Rose freuen.

Weitere Artikel zum Thema:
» Pflanzhinweise
» Rosen umsetzen

Kletterrosen richtig schneiden

Laguna
Laguna am Bogen

Öfter blühende Kletterrosen

Meine erste Kletterrose war die Laguna, eine fantastisch duftende, sehr wüchsige, öfter blühende Rose, die mich kurz nach ihrem Erwerb vor das Problem „wie schneiden“ stellte.

Was braucht man: eine scharfe Rosenschere.

Meine Rosenschere ist immer scharf und immer desinfiziert, mit ganz normalem haushaltsüblichen Spiritus. Das macht Sinn, denn Pilzkrankheiten können durchaus durch die Schere übertragen werden und nicht glatt abgeschnittene oder gequetschte Triebe sind ein Krankheitsrisiko.

Die ersten Jahre müssen Kletterrosen eigentlich gar nicht geschnitten werden, sie sollen ja klettern. Aber dann.
Im Herbst schneidet man nur im Notfall, kranke Triebe, vertrocknete Triebe oder auch störende Triebe werden weggenommen. Der eigentliche Schnitt erfolgt dann im Frühjahr, wie immer zur Zeit der Forsythienblüte.
So. Um in dem Gewirr von Trieben den Überblick zu behalten schneide ich in mehreren Schritten:

  1. Ich entferne alles, was krank, morsch oder abgestorben ist.
  2. Ich entferne schwache Triebe, die deutlich dünner sind, direkt an der Ansatzstelle, damit sie nicht wieder kommen.
  3. Triebe, die sich kreuzen oder nach innen wachsen, werden ebenfalls an der Ansatzstelle entfernt. Das beugt Pilzkrankheiten vor, da die Rose so viel Licht und Luft bekommt und der Regen besser abtrocknen kann.

Weitere Tipps gibt es unter gartenbista.de

Jetzt kann man an den Formschnitt gehen. Kletterrosen blühen am reichlichsten an waagerechten Trieben, diese Langtriebe kann man dann gut zur Seite biegen. Wenn das nicht möglich ist, werden die Triebe auf drei bis fünf Augen zurück geschnitten. Triebe, die in unerwünschte Richtungen wachsen, werden ganz entfernt. Bei Rosen, die bereitwillig aus der Veredelung austreiben, kann man ältere Langtriebe ganz entfernen und durch den Neuaustrieb ersetzen.

Im Sommer wird dann alles Verblühte entfernt, um die Hagebuttenbildung zu vermeiden und um eine reiche zweite Blüte zu erreichen.
Grundsätzlich treiben Kletterrosen umso stärker wieder aus, je kräftiger sie zurück geschnitten werden. Ein schwacher Rückschnitt hat also auch nur einen schwachen Austrieb zur Folge.

Einmal blühende Kletterrosen

Minnehaha
Minnehaha
Dazu gehören auch die einmal blühenden Rambler wie zum Beispiel meine Minnehaha, die bei mir in den Flieder klettert und ihm so zu einer zweiten Blüte verhilft. Eigentlich werden diese Rosen gar nicht geschnitten, sondern nur gepflegt.
Am besten werden sie direkt nach der Blüte geschnitten, dabei werden kranke und abgestorbene Triebe entfernt. Außerdem werden zu dicht stehende Triebe ausgelichtet. Kräftige Rückschnitte sollten nicht durchgeführt werden, manchen Sorten sind schnittempfindlich. Wenn die Rose gut aus der Veredelung austreibt, können alte Triebe weggenommen werden und durch junge Triebe ersetzt werden. Bei Rosen ohne Veredelung (wie meine Minnehaha, die ich als Steckling gezogen habe) lichte ich so alle zwei bis drei Jahre die alte Triebe aus und mache so Platz für junge, blühfreudige Langtriebe.