Schlagwort-Archive: aktualisiert

Rosen ins rechte Licht gerückt

Crown Princess Margareta
Crown Princess Margareta of Denmark
Obwohl jede Rose natürlich immer ein wunderschöner Blickfang ist, hat sie es verdient, bestmöglich präsentiert zu werden. Rosenbögen, Spaliere und Pergolen sind klassische Möglichkeiten, der Rose ein Bühne zu geben. Auch Rosenrabatten oder die Rose als Solitär machen ordentlich was her.

Doch man kann noch mehr tun: bei entsprechender Beleuchtung kommt die Rose erst richtig zur Geltung. Die Beleuchtung der Rosen erfolgt am besten via LED. Besonders geeignet sind zarte Lichterketten, die die Rose nicht beschädigen. Dabei bieten vor allem selbstklebende LED-Leisten eine Vielzahl an Gestaltungsmöglichkeiten. Sie können flexibel an beliebigen Vorrichtungen oder Fassaden befestigt werden um das richtige Licht auf die Rosen zu werfen. Je nach Rosenart und Standort eignen sich außerdem Leuchtkegel, Stecklaternen oder Komplettsysteme mit Spotstrahlern und separater Solarzelle. Ketten und Leuchtleisten sind vor allem für Spaliere, Rosenbögen und Pergolen geeignet, mit einzelnen Spots lassen sich auch Beetrosen toll in Szene setzen.

Auf keinen Fall rosentauglich sind hingegen Leuchtmittel, die sehr heiß werden. Insbesondere normale Glühbirnen, aber auch Halogenstrahler entwickeln eine enorme Hitze, die die zarten Blütenblätter leicht verbrennen kann. Aus diesem Grund ist es am besten sich eine LED-Lampe mit warmweißen Lichtstrahl zu besorgen, da diese weder extreme Hitze noch einen zu starken Lichteinfall entwickelt. Denn darüber hinaus kommen Rosen bei zu heller Beleuchtung nicht gut zur Geltung, weil der starke Lichtkegel den Blick auf zahlreiche Blütendetails verwehrt.

Ebenfalls nicht geeignet sind schwere oder starre Lichterketten, etwa Lampionketten, denn sie können dem Blattwerk und der Blüte der Rose schaden. Bei Lichterketten ist darauf zu achten, dass sie tatsächlich nur um den Rosenbogen geschlungen werden, ohne die Pflanze dabei einzuengen.

Blush Damask
Blush Damask

Farblichen Vorlieben sind bei der Rosenbeleuchtung wiederum keine Grenzen gesetzt. Jedoch zeigt sich, dass eine Rose nach Möglichkeit nicht in der Farbe ihrer eigenen Blüte beleuchtet werden sollte. Eine intensiv rote Rose wirkt blasser, wenn sie ebenfalls in Rot beleuchtet wird. Kühle Lichtfarben, etwa kühlweißes LED, unterstreichen hingegen das Rot der Rose und lassen es erstrahlen. Rosafarbene oder orangefarbene Rosen erstrahlen hervorragend unter der Beleuchtung mit warmweißen Lämpchen, deren Licht eher eine gelbliche Nuance ausstrahlt. Grundsätzlich lassen sich dunkle Rosen mit kühlen Lichtfarben präsentieren, etwa mit blauen, lilafarbenen oder grünen Leuchten. Helle Rosenblüten sehen in warmem Licht harmonischer aus. Infrage kommen hier gelbe, orangefarbene oder leicht rötliche Lichter.
Um bei aller Inszenierung auch die Wirtschaftlichkeit nicht zu vergessen, empfehlen sich insbesondere Lichter mit integrierter oder separater Solarzelle, die sich, gut in der Sonne platziert, jeden Tag selbst aufladen. Eine Alternative sind LED-Leuchtmittel mit sehr geringem Stromverbrauch bei intensiver Leuchtstärke und längerer Lebenszeit – setzt natürlich voraus, dass der Garten mit Stromanschluss ausgestattet ist. Meiner ist es nicht, deshalb plane ich für den nächsten Sommer eine solarbetriebene Lichterkette für den neugesetzten Rosenbogen.

Wurzelnackte Rosen pflanzen

HagebuttenIm Herbst werden die wurzelnackten Rosen angeboten, die jedoch oft im Vergleich zur Containerware ein Schattendasein führen. Wurzelnackte Rosen sind nicht eingetopft, und ihre Äste und Zweige sind auf ein Minimum eingekürzt.

Vorteile der Wurzelware

  1. Sie sind deutlich billiger
  2. Wenn man es richtig macht, blühen sie früher und sie sind robuster.

Wurzelware richtig pflanzen

Munstead Wood im Eimer
Mustead Wood saugt sich voll
Wurzelnackte Rosen können von Oktober bis Ende April bei frostfreiem Boden gepflanzt. Empfehlenswert sind die Monate Oktober und November. Wenn das Päckchen mit den Rosen ankommt, sollte man die Rosen erst einmal einen Tag in einen Eimer mit Wasser nach draussen stellen. Anschliessend dann ein ca. 50 cm tiefes Loch graben und unten die Erde mit der Grabegabel noch einmal zusätzlich lockern. Die Rosen hineingeben und zwar so, dass die Veredelungsstelle ca. 5 cm unter der Erde liegt. (In sehr kalten Gegenden auch etwas tiefer.) Anschliessend die Erde gut festtreten und ausgiebig wässern. Und noch einmal Erde daraufgeben und wässern.

Wichtig: Nicht düngen, keinen Kompost geben.

Das ist eine Pflegemaßnahme fürs Frühjahr.
Anschliessend in Ruhe das nächste Jahr abwarten und sich auf die Rose freuen.

Weitere Artikel zum Thema:
» Pflanzhinweise
» Rosen umsetzen

Richtig Düngen

rote Rose
„rote“ Rose
Pflanzen brauchen Nahrung wie wir auch. Natürlich andere Nahrung als wir, mit einem Mittagessen mit Rouladen und Kartoffeln und anschliessendem Dessert werden die meisten nicht glücklich ☺. Leider ist nicht jeder Boden so beschaffen, dass ein Garten dort erfolgreich angelegt werden kann. Um die Bodenfruchtbarkeit zu beeinflussen können wir auf verschiedene Düngemittel zurückgreifen, die das Wachstum fördern. Der ausgewählte Dünger muss die nötigen Nährstoffe beinhalten, die die ausgewählten Blumen oder auch Nutzpflanzen wirklich gut tun. Dazu gehört Ammoniumthisulfat, eine Schwefelverbindung, welche das Wachstum der Flora fördern soll und in den meisten Düngemitteln enthalten ist.

Rosen brauchen zwar viel Dünger, aber frisch gepflanzte Rosen sollten erst mal nicht gedüngt werden, weil viele Dünger für noch nicht entwickelte Wurzeln viel zu scharf sind. Deshalb ist die Herbstpflanzung von wurzelnackten Rosen auch so erfolgversprechend. Die Rose kann sich ganz auf Wurzelbildung konzentrieren, findet dazu genügend Feuchtigkeit im Boden und kann dann im Frühjahr richtig durchstarten. Und dann kann gedüngt werden.
Natürlich muss man vor der Pflanzung wissen, wie der eigene Gartenboden beschaffen ist. Wenn das nicht klar ist, hilft eine Bodenanalyse. Sets dafür können im Fachhandel erworben werden.
Weiteres zum Thema Düngen findet sich hier auf diesen Seiten.