Schlagwort-Archive: Schädlinge

Blattwespen

Rosenblattwespe Endelomyia aethiops.
Rosenblattwespe (Endelomyia aethiops)
Creative Commons Attribution 4.0 International

Blattwespen nerven mich jedes Frühjahr an meinen Rosen aufs Neue. Pünklich Mitte Mai direkt nach den Eisheiligen erscheinen die Larven der Rosenblattwespe an meiner Apothekerrose und fressen die Blätter ab. Spritzen mag ich nicht, damit werden viel zu viele Nützlinge vernichtet. Aber die Bekämpfung ist mühsam:

Larve der Rosenblattwespe

Man kann Nützlinge im Garten fördern, vor allem Schlupfwespen. Die Larven absammeln und die befallenen Blätter im Hausmüll entsorgen. Die Larven kann man den Vögeln anbieten, aber damit habe ich wenig gute Erfahrungen gemacht, die Vögel hatten offensichtlich Besseres zu fressen. Die Blätter der Rosen kann man mit Ackerschachtelhalmtee stärken.

Alle Blattwespen sind hochspezialisierte Lebewesen, die es in verschiedenen Formen und Farben gibt und die sich auf eine einzige Pflanze spezialisiert haben. Die Larven, die den Raupen der Schmetterlinge fast täuschend ähnlich sehen können innerhalb kürzester Zeit Kahlfraß verursachen. Anschliessend lassen sie sich fallen, verpuppen sich, überwintern und im Frühjahr beginnt die Wespe mit der Eiablage bevorzugt dort, wo sie sich verpuppt hat. Und so beginnt das Spielchen von Neuem.

Larve der Weidenblattwespe
Larve der Weidenblattwespe

Und seit ein paar Jahren fressen die Larven der Weidenblattwespe, einer verwandten Art, meine Bonsaiweide regelmäßig kahl. Und zwar gleich zweimal im Jahr, Mitte bis Ende des Frühjahrs und jetzt wieder. Auch hier hilft nur systematisches Absammeln und Vernichten der befallenen Blätter und Triebe..

Gallen an Pilgrim

Gallapfel
Gallapfel oder Rosenapfel
Meine Austin-Rose „the Pilgrim“ ist offenbar Opfer der Rosengallwespe geworden. Dicht unterhalb der Blüte sitzen die Gallen, die wie kleine Stechäpfel aussehen. Eigentlich werden ja vor allem Wildrosen befallen und ich werde – nach der Blüte – die Gallen auch entfernen, denn „the Pilgrim“ ist schon stark geschwächt. Sie hat den Winter und den kalten Frühling nicht sehr gut überstanden, ich dachte schon, sie würde überhaupt nicht mehr austreiben. Das tat sie dann aber doch, aber nur mit einem schwächlichen Trieb. Und der ist jetzt befallen. Dazu hat auch die Blattrollwespe zugeschlagen, aber nicht sehr heftig. Hoffentlich kann ich die Rose über den nächsten Winter retten, denn ihr starker Duft wird mir fehlen.

Die Lilien blühen

Lilienblüte
Lilienblüte
Eigentlich wollte ich keine mehr haben, obwohl ihr Duft und ihre Schönheit den Rosen in nichts nachstehen. Sie sind nur anders. Nein, das Problem ist ein fieser kleiner hübscher roter Käfer mit Namen Lilienhähnchen. Letztes Jahr waren alle Lilien – Blätter wie Blüten völlig zerfressen. Also habe ich den Kübel mit den Lilien einfach draussen stehen gelassen und dachte im Frühjahr nicht mehr dran. Aber – im April zeigten sich die ersten Austriebe. Ok, sie sind also winterhart, irgendwie hatte ich sie in die Rubrik „nicht winterhart“ eingeordnet, wahrscheinlich wegen ihrer exotischen Schönheit.

Lilienhähnchen
Eine Makroaufnahme eines Lilienhähnchens. Author=Felix Abraham |Permission=Cc-by-sa-3.0
Nein, es liegt eher daran, dass ich vor Jahren Lilienzwiebeln gepflanzt hatte, die dann aber nie wiederkamen. Der Grund dafür sind wohl auch die im meinem Garten im Massen auftretenden Nacktschnecken.

Aber wie bekämpft man das Lilienhähnchen? Ich habe keine Ahnung, und wie es scheint, ist Absammeln die einzige Methode. Sehr mühsam und auch nicht besonders effektiv, es sei denn, ich lege mich den ganzen Tag auf die Lauer.

Übrigens, um welche Lilie es sich auf dem Bild handelt, weiß ich auch nicht, aber vielleicht kann jemand helfen?