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Rosenschutz im Winter

Richtige Sortenwahl

Im Spätherbst sind bereits deutliche Sortenunterschiede erkennbar. Manche Rosen sind nun völlig nackt und unbelaubt, oft ein Zeichen für unzureichende Gesundheit. Stark geschwächt durch die Rosenkrankheiten wie Sternrußtau und Rosenrost während der Sommermonate hatte die Rose ohne Laub keine Chance Assimilate herzustellen, die während des Winters die Wurzeln versorgen. Durch diese in jedem Sommer wiederkehrende Schwächung besteht eine große Gefahr, dass die Rose einen starken Winter nicht übersteht.
» Weitere Tipps für die Vorbereitung des Winterschutzes finden sich in diesem Artikel auf: Gartenbista.de

Rosen im Beet

Die Veredelungsstelle muss vor Frost und Austrocknen geschützt werden, dazu wird Gartenerde, Kompost oder Laub um die Triebe angehäufelt. Auch Tannenzweige leisten gute Dienste.

Rosen im Kübel

Winterschutz
Winterschutz für Kübelpflanzen
Den Kübel rundum isolieren mit Winterschutzmatten (Kokos, Jutefilz, Stroh, Noppenfolie), direkten Bodenkontakt vermeiden (Pflanzenroller, Styroporplatte), Winterschutz-Discs zu oberen Abdeckung des Topfes.

Stammrosen

Der Winterschutz für Hochststämmchen ist vergleichsweise aufwändig, da sich die frostempfindliche Veredlungsstelle am Kronenansatz befindet. Die Krone wird dann mit Winterschutzhauben aus Jute oder Kokos geschüzt, die auch die Veredlungsstelle umhüllt. Auf keinen Fall Noppenfolie oder Plastik benutzen. Spannungsrisse des Stammes vermeiden. Stamm mit Juteband, Wintervlies oder Winterschutzmatten umwickeln.

Wildrosen

Wer nicht veredelte Wildrosen sein Eigen nennt, hat es gut, die brauchen nämlich überhaupt keinen Winterschutz. Selbst wenn in eiskalten Wintern mit Nacktfrost (das ist die tief durchgefrorene Erde ohne schützende Schnee- oder Laubdecke) einige Zweige zurückfrieren, treibt die Rose unbeirrt wieder aus und blüht zuverlässig. Rosen gedeihen schliesslich auch in der russischen Taiga.
Auch die Kleinstrauchrosen, oft als Bodendeckerrosen verkauft, brauchen normalerweise keinen Winterschutz. Erstens sind sie sehr wüchsig und robust, zum zweiten sind sie im allgemeinen nicht veredelt, sondern durch Stecklinge oder Steckholz vermehrt worden.

Allgemeines

Rosen nicht jetzt im Herbst zurückschneiden, da eingekürzte Enden bei Frost leicht vertrocknen. Faustregel: Rosenschnitt erst zur Forsythienblüte im Frühjahr.
Trotz Klimawandel und milden Wintern sollte man auf Nummer Sicher gehen. Der erste Teil einer effizienten Frostschutzmaßnahme beginnt schon im Sommer: Rosen sollten nach dem 1. Juli nicht mehr mit Stickstoff gedüngt werden, damit die Triebe bis zum Herbst gut aushärten können. Außerdem ist es wichtig, dass Rosen tief genug gepflanzt werden – die Veredlungsstelle, die bei Frost besonders gefährdet ist, muss gut geschützt unter der Erdoberfläche liegen.
Wenn der Frost einzelne Rosentriebe zerstört, ist das nicht weiter dramatisch, denn Rosen sind sehr wüchsig und treiben nach einem starken Rückschnitt bis in das gesunde Holz gut wieder aus. Wichtig ist nur, dass die Veredlungsstelle nicht geschädigt wird, denn dann stirbt der gesamte veredelte Teil der Pflanze ab. Übrig bleibt nur der Wildling als ursprüngliche Veredlungsunterlage.