Schlagwort-Archive: Insekten

Alle Jahre wieder

weidenraupeim Juli sitzen Raupen in großen Zahlen an meiner Weide und fressen sie kahl. Die Weide steht im Topf, hat sich irgendwann mal selbst ausgesät und scheint diesen Kahlfraß eigentlich ganz gut zu verkraften. Aber ich wüsste schon gerne, um welches gefräßige Tierchen es sich dabei handelt. Die Raupe ähnelt den Gespinstmotten, macht aber kein Gespinst. Sie ähnelt den Spannerraupen, sie krümmt sich, wenn sie Gefahr wittert (mein Fotoapparat war eine solche Gefahr), aber einen Spanner, der so aussieht, konnte ich nirgends finden. Aber vielleicht weiss ja jemand, um welche Raupe es sich handelt. Bekämpfen werde ich sie nicht, denn vielleicht wird ja ein Schmetterling daraus. Oder ein Nachtfalter, oder ….
Und der Weide scheint es wirklich nicht ernsthaft zu schaden.

Nachtrag: Es scheint sich nicht um Raupen zu handeln, sondern um die Larven der Nematus salicis, der Weidenblattwespe, die erheblichen Schaden anrichten können. Als Abhilfe wird Absammeln empfohlen und die abgesammelten Larven den Meisen anbieten. Denen scheint es dann zu schmecken. Wäre einen Versuch wert, denn von meiner Weide steht zur Zeit nur noch ein Gerippe. Und die Larven machen sich gerade über den letzten verbliebenen Ast, der noch Blätter hat, her. Alles andere ist kahl.

Willkommen, Holzbiene

Holzbiene
Große Holzbiene: GNU-Lizenz für freie Dokumentation
Dieses Jahr habe ich versuchsweise Duftwicken an meinen häßlichen Maschendrahtzaun gesetzt. Natürlich habe ich sie zu spät vorgezogen und entsprechend spät haben sie geblüht. Aber das Experiment ist geglückt und nächstes Jahr wird es wiederholt.
Was ich aber heute beobachtet habe, hat mich dann doch schon erstaunt, mehr noch erfreut. Eine große blaue Holzbiene kroch in die Blüten. Diese Biene habe ich hier noch nie gesehen. Holzbienen werden in Deutschland in der Roten Liste gefährdeter Arten auf der Vorwarnliste geführt (Kategorie V), denn sie brauchen viel Wärme und nisten in Totholz. Beides findet sich im Garten, wenn auch nicht in großem Maße. Vielleicht wohnen sie ja auch in einem meiner verschiedenen Insektenhotels.

Gnitzenalarm

GnitzeSie sind (gefühlt) überall und stechen wie die Wilden. Offenbar hungern sie seit dem Frühjahr. Sie stürzen sich auf Mensch und Tier. Und übertragen Krankheiten. Und führen zu unerträglichem Juckreiz.

Gnitzen, Gnitten oder Bartmücken sind eigentlich Pflanzensauger, die Weibchen aber saugen Blut und übertragen dabei auch Krankheiten wie die Blauzungenkrankheit bei Schafen und die Pferdepest bei Pferden.

Der Biss der stechenden Plagegeister ruft Quaddeln und Schwellungen hervor. Schützen kann man sich im Freien kaum die Biester klettern sogar unter die Kleidung, aber in geschlossenen Räumen ist man – anders als bei den Stechmücken, vor ihnen sicher. Vor allem im Herbst und gegen Abend sind sie besonders aktiv. Grauenhaftes Viehzeug.

Insektenhotel

InsektenhotelDas Insektenhotel ist schon ziemlich ausgebucht. Aber noch immer kommen die kleinen roten Mauerbienchen, um eine Wohnung für ihren Nachwuchs zu suchen. Die kleinen pelzigen Tierchen sind sehr häufige Gäste im Garten und ich möchte sie dort auch gerne halten.
Die rote Mauerbiene ist der Hoffnungsträger der Obstbauern. Da der Honigbienenbestand aus verschiedenen Gründen rückläufig ist, hat man in der roten Mauerbiene einen Ersatz gefunden. Sie gilt als robust, anpassungsfähig und leicht zu vermehren und bestäubt – wie die Honigbiene – auch Obstbäume.

Wer aber die kleineren Brutgänge besucht, weiß ich nicht. Sie sind einfach plötzlich verschlossen ohne dass ich vorher etwas beobachten konnte.