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Ein Hoch aufs Hochbeet

Warum eigentlich ein Hochbeet?

Terrassenhochbeet
Terrassenhochbeet
Wer mich kennt, weiss, dass ich durchaus DIY-affin bin, mich aber an größere Projekte einfach nicht herantraue. Deshalb besitze ich jetzt auch nur selbstgekaufte Hochbeete, drei an der Zahl. Ein oder mehrere Hochbeete sollte eigentlich jeder im Garten haben, denn sie bieten eigentlich nur Vorteile:

  1. für die nicht so ganz Jungen unter uns, sie sind rückenschonend
  2. man kann den Winter hindurch sämtliche Gemüseabfälle dort prima ablegen, im Frühjahr werden die einfach mit der Erde vermischt und man spart sich das Düngen
  3. Das Beet erwärmt sich früher, also ist die Ernte auch ohne Gewächshaus früher möglich.

Zwei meiner Hochbeete stehen auf der Terrasse direkt am Haus und für eins davon plane ich die Anschaffung einer Abdeckung, damit ich das Beet auch als Frühbeet nutzen kann.

Wie befüllt man ein Hochbeet

Vorher muss ein bisschen gesammelt werden. Alles, was so anfällt im Garten wird nicht in die grüne Tonne gegeben, sondern dient als Material fürs Hochbeet. Bei mir war das der Weihnachtsbaum, der Rasenschnitt, der Gehölzschnitt, der halbverrottete Inhalt der Komposttonne, der bereits verrottete Inhalt ebenso. All das habe ich aufbewahrt und gelagert, bis das Hochbeet geliefert wurde. (Ja, ich habe es liefern lassen, denn wie ich oben schon sagte, an so große Projekte traue ich mich einfach nicht ran).
Ganz unten kam dann eine Lage vom Weihnachtsbaum, (wer Wühlmaus geplagt ist, sollte Kaninchendraht auf dem Boden geben) nur die grob zerteilten Äste und Teile vom Stamm. Darauf kommt das Häckselgut. Leider besitze ich keinen Häcksler, ich habe also klein geschnittene Äste vom Gehölzschnitt und Laub genommen. Als nächste Schicht habe ich dann die Grassoden genommen, die ich beim Aufbau des Hochbeetes abgestochen habe, am besten legt man die umgekehrt ins Hochbeet. Dann kam eine Schicht mit dem Herbstlaub gemischt mit ein paar frischen Küchenabfällen und dem Rasenschnitt. Zuletzt habe ich dann den Kompost aus der Tonne genommen, den halbverrotteten Kompost zuerst und obendrauf dann die verrottete Komposterde. Leider hat das noch nicht ganz gereicht, ich musste noch etwas Erde dazukaufen, wobei ich darauf geachtet habe, nur torffreie Erde zu kaufen.

Bepflanzen

Im ersten Jahr habe ich einen Kürbis aufs Hochbeet gesetzt. Zum Glück, kann ich nur sagen, denn in meinem Überschwang habe ich Kürbissamen ausgestreut, aber nur einer hat sich durchgesetzt. Der Kürbis (Hokkaido war es) hat das Hochbeet komplett ausgefüllt und auch ordentlich Kürbisse produziert. Dieses Jahr stehen Tomaten auf dem Hochbeet und dazwischen wächst Basilikum. Nächstes Jahr werde ich wohl Zwiebeln und Möhren anbauen, mal sehen.
Auf den Terrassenhochbeeten wachsen zur Zeit nur verschiedene Salate sowie Zwiebeln und Knoblauch. Aber der wächst bei mir auch bei den Rosen. Ich gebe immer ein paar Knoblauchzehen ins Pflanzloch der Rosen als Schutz gegen Pilzerkrankungen und um die Rosen herum wächst er auch.

Nachfüllen

Wenn die Erde absinkt und das geschieht schon ab dem ersten Jahr, grabe ich im Herbst ein Loch in die Mitte des Hochbeets und entsorge dort den ganzen Winter hindurch alle Küchenabfälle. Im Frühjahr wird das ganze untergemischt und das Hochbeet kann wieder neu bepflanzt werden.

Wann wird es

Flieder
endlich Frühling? Das ist eine rhetorische Frage, denn mit Ausnahme einer einzigen warmen Woche im April lässt der Frühling doch sehr auf sich warten.

Der Flieder blüht zwar, aber letztes Jahr um diese Zeit war er schon verblüht. Die Natur ist um geschätzte 14 Tage im Verzug.

Trotzdem, ich war fleissig. Rasen gemäht (in beiden Gärten), Unkraut (pardon Wildkräuter) gejätet, Quecken bekämpft (ökologisch einwandfrei durch vorsichtiges Ausreissen) und vieles andere mehr.

Meine im Spätwinter gepflanzten Himbeerstecklinge sind leider nicht angegangen – mit einer einzigen Ausnahme. Ich werde das im Vorfrühling nächstes Jahr wiederholen, vielleicht habe ich dann ja mehr Glück.

Die kleinen Obstbäume vom Discounter meines Vertrauen entwickeln sich gut, nur an manchen Blättern gibt es offenbar Mitesser. Na ja, nicht so schlimm.

Das Kartoffelbeet sieht gut aus. Meine Erfahrungen mit Kartoffeln sind zwar Null, ich habe sie einfach in den Boden gelegt, angehäufelt und das wars schon. Ob die Sorte überhaupt geeignet ist? Keine Ahnung, das wird sich zeigen.



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Der Garten im Juli

Die Tomaten in ihren Töpfen gedeihen prächtig, es gibt ja auch Sonne satt. Aber Wasser brauchen sie, jede Menge davon und manchmal auch noch einen Schluck von der guten Brennnesseljauche.

Der Pfirsichbaum hat tatsächlich vier Früchte angesetzt, zum ersten Mal. Und er sah dieses Jahr auch nicht mehr so krank aus. Ich habe vor dem ersten Anschwellen der Knospen mit Milch gespritzt – hat jemand im „Mein Schöner Garten Forum“ empfohlen – und es ist tatsächlich besser geworden. Es könnte aber auch an dem trockenen Frühjahr gelegen haben. Die Kräuselkrankheit wird ja durch einen Pilz hervorgerufen und Pilze gedeihen nun mal bei Feuchtigkeit besser.

Der Rasen sieht traurig aus, es hat zu wenig geregnet und wässern mag ich nicht. Naja, er wird sich wohl wieder erholen, aber im Herbst muss nachgesät werden.

Die Rosen machen eine kleine Blühpause, aber Climbing Mme. Meilland macht mir Freude. Nicht nur, dass sie eine duftende Blüte nach der anderen öffnet, sie macht auch Klettertriebe. Jetzt im dritten Jahr scheint sie endlich klettern zu wollen. Ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben.

Endlich Regen. Genug, um die Schnecken aus ihren Löchern zu locken, aber nicht genug, um die Regentonne zu füllen.

Ja, die Tomaten: dieses Jahr gedeihen sie prächtig. Ein Teil ist schon reif, und der erste Tomatensalat hat gut geschmeckt. So süss waren sie lange nicht.

Der Rasen sieht furchtbar aus, gelb-braun und trocken, aber vielleicht erholt er sich ja wieder bei diesen ersten Regentropfen.

Der Garten im Juni

Minnehaha
Minnehaha
Schon lange nichts mehr geschrieben, mir hat einfach die Zeit gefehlt. Dabei war so viel zu tun im Garten.

Die Rosen blühen alle, auch die spätblühende Minnehaha, die meinen Rosenbogen in ein Blütenmeer verwandelt.

Warum mickert Schneewittchen? Ich werde sie im Herbst mal umsetzen, sie ist noch von meinen Vorgängern gepflanzt worden, und ich vermute, sie steht auf einer Stelle, an der schon vorher Rosen standen (Nachbaukrankheit?). Auffallend ist, dass alle späteren Pflanzungen von Rosen nicht so recht gedeihen, nur die alten, die offenbar Anfang der 50er Jahre gesetzt wurden, haben sich prächtig entwickelt.

Es ist viel zu trocken. Die Regentonne ist leer und es gibt nicht einmal ein Gewitter zwischendurch. Soviel Wasser, wie die Pflanzen eigentlich brauchen, kann man gar nicht giessen. Aber etwas Gutes hat die Trockenheit: Die Schnecken sind dieses Jahr sehr zurückhaltend. Der Nachbar wurde schon leichtsinnig und baute Möhren an, aber über Nacht – ratzfatz alles weg. Sie sind schon noch da, aber sie halten sich klein.

@longstocking: Wie mache ich das mit den Tomaten: Ganz einfach, sie stehen bei mir vor dem Haus, direkt an der Hauswand in großen Töpfen mit Untersetzern (15 Stück sind es dieses Jahr, ist aber noch Platz für mehr). Dadurch bekommen sie wenig bis gar keinen Regen ab und ich habe – ungelogen – noch nie Braunfäule gehabt. Vielleicht habe ich nur Glück, aber ich denke, dass Regen die Ausbreitung der Braunfäule begünstigt und dadurch meine Tomaten in ihren Töpfen sicher sind. Natürlich tragen die Stöcke nicht so viel, aber die Ernte reicht locker für ein bis zwei Monate.