Der Garten im August

Endlich ist es ein bisschen kühler, aber es fehlt immer noch Regen.

Die Gartenarbeit ist nicht mehr ganz so schweißtreibend und heute habe ich mal wieder Verblühtes – vor allem aus den Rosen – herausgeschnitten.

Der Pfirsichbaum hat sieben riesige, saftige Pfirsiche hervorgebracht – geschmacklich ein Gedicht. Zum allerersten Mal hat er überhaupt Früchte angesetzt. Das lässt hoffen.

Minnehaha schiebt neue Triebe – ca. 5 m lang – mein Garten ist doch eher klein, ich weiss garnicht, wohin sie wachsen will.

Endlich nach langer Zeit wieder im Garten gearbeitet. Es war einfach zu heiss. Ausser Giessen konnte man wirklich nicht viel tun. Heute habe ich mal die verblühten Stauden zurückgeschnitten, Unkraut gejätet, den Rasen gemäht und ein paar Samenkörner für das nächste Jahr geernet.

Die Rosen sind dieses Jahr so mehltaufrei und sternrußtaufrei wie noch nie. Sie haben auch am wenigsten unter der Trockenheit und der Hitze gelitten, halt echte Sonnenanbeter.

Der Regen der letzten Tage hat nicht viel gebracht – nur 20 Liter waren in der Regentonne – , aber doch besser als nichts

Der Garten im Juli

Die Tomaten in ihren Töpfen gedeihen prächtig, es gibt ja auch Sonne satt. Aber Wasser brauchen sie, jede Menge davon und manchmal auch noch einen Schluck von der guten Brennnesseljauche.

Der Pfirsichbaum hat tatsächlich vier Früchte angesetzt, zum ersten Mal. Und er sah dieses Jahr auch nicht mehr so krank aus. Ich habe vor dem ersten Anschwellen der Knospen mit Milch gespritzt – hat jemand im „Mein Schöner Garten Forum“ empfohlen – und es ist tatsächlich besser geworden. Es könnte aber auch an dem trockenen Frühjahr gelegen haben. Die Kräuselkrankheit wird ja durch einen Pilz hervorgerufen und Pilze gedeihen nun mal bei Feuchtigkeit besser.

Der Rasen sieht traurig aus, es hat zu wenig geregnet und wässern mag ich nicht. Naja, er wird sich wohl wieder erholen, aber im Herbst muss nachgesät werden.

Die Rosen machen eine kleine Blühpause, aber Climbing Mme. Meilland macht mir Freude. Nicht nur, dass sie eine duftende Blüte nach der anderen öffnet, sie macht auch Klettertriebe. Jetzt im dritten Jahr scheint sie endlich klettern zu wollen. Ich hatte schon alle Hoffnung aufgegeben.

Endlich Regen. Genug, um die Schnecken aus ihren Löchern zu locken, aber nicht genug, um die Regentonne zu füllen.

Ja, die Tomaten: dieses Jahr gedeihen sie prächtig. Ein Teil ist schon reif, und der erste Tomatensalat hat gut geschmeckt. So süss waren sie lange nicht.

Der Rasen sieht furchtbar aus, gelb-braun und trocken, aber vielleicht erholt er sich ja wieder bei diesen ersten Regentropfen.

Der Garten im Juni

Minnehaha
Minnehaha
Schon lange nichts mehr geschrieben, mir hat einfach die Zeit gefehlt. Dabei war so viel zu tun im Garten.

Die Rosen blühen alle, auch die spätblühende Minnehaha, die meinen Rosenbogen in ein Blütenmeer verwandelt.

Warum mickert Schneewittchen? Ich werde sie im Herbst mal umsetzen, sie ist noch von meinen Vorgängern gepflanzt worden, und ich vermute, sie steht auf einer Stelle, an der schon vorher Rosen standen (Nachbaukrankheit?). Auffallend ist, dass alle späteren Pflanzungen von Rosen nicht so recht gedeihen, nur die alten, die offenbar Anfang der 50er Jahre gesetzt wurden, haben sich prächtig entwickelt.

Es ist viel zu trocken. Die Regentonne ist leer und es gibt nicht einmal ein Gewitter zwischendurch. Soviel Wasser, wie die Pflanzen eigentlich brauchen, kann man gar nicht giessen. Aber etwas Gutes hat die Trockenheit: Die Schnecken sind dieses Jahr sehr zurückhaltend. Der Nachbar wurde schon leichtsinnig und baute Möhren an, aber über Nacht – ratzfatz alles weg. Sie sind schon noch da, aber sie halten sich klein.

@longstocking: Wie mache ich das mit den Tomaten: Ganz einfach, sie stehen bei mir vor dem Haus, direkt an der Hauswand in großen Töpfen mit Untersetzern (15 Stück sind es dieses Jahr, ist aber noch Platz für mehr). Dadurch bekommen sie wenig bis gar keinen Regen ab und ich habe – ungelogen – noch nie Braunfäule gehabt. Vielleicht habe ich nur Glück, aber ich denke, dass Regen die Ausbreitung der Braunfäule begünstigt und dadurch meine Tomaten in ihren Töpfen sicher sind. Natürlich tragen die Stöcke nicht so viel, aber die Ernte reicht locker für ein bis zwei Monate.

Der Garten im Mai

Endlich Regen, der Garten hat es dringend gebraucht. Aber die Eisheiligen mussten eigentlich ihrem Namen nicht so viel Ehre machen. (Zitter, Bibber!) Die Tomaten sind gesetzt, auch der Paprika, jetzt sollte auch ein bisschen mehr Wärme kommen.

Schwül, Gewitter, Regen, was wir nicht mögen, tut den Pflanzen richtig gut. Und die Schnecken regen sich auch wieder.
Die Frühjahrsblüher haben jetzt ausgeblüht und die ersten Rosen (ich habe keine frühblühenden) zeigen sich.

Der Garten im April

AlpenveilchenWieder eine Woche zu Ende. Kalt ist es geworden, nachts sogar richtig kalt. Vor zwei Tagen hatten wir -3 Grad. Aber trotz aller Vorhersagen, das Wetter ist schön geblieben und es hat – leider – nur wenig geregnet. Langsam könnte der Garten aber Regen vertragen.
Heute habe ich mir vier Alpenveilchen gekauft (Cyclamen hederifolium), ich hoffe, dass ich Glück habe mit ihnen. Sie sind ja recht heikel, aber der Platz sollte ihnen eigentlich zusagen, schattig, nicht zu nass, aber auch nicht zu trocken. Ich bin mal gespannt.
Die Rosen treiben, als ob sie irgendetwas einholen müssten, und keine hat ernsthafte Frostschäden abbekommen, obwohl der Winter mit Nacktfrost begonnen hat. Nur eine meiner Gloria Dei ist bis auf den Boden zurückgefroren, aber sie treibt kräftig aus.

Ist das so kalt geworden. Am Freitag morgen, lag Schnee auf dem Auto und eine Eisschicht. Die Obstblüten sind alle erfroren, und was den Garten betrifft, bin ich noch nicht sicher, ob alles überlebt hat.
Aber heute, im Laufe des Nachmittags, wurde es schon deutlich wärmer, und heute Abend sind es auch noch ca. 8 Grad. Kein Vergleich zu den Vortagen. An Gartenarbeit war garnicht zu denken, der Boden war zu hart gefroren.
@reff: Ja, es ist wirklich ungewöhnlich, das wir hier im sonnigen Südwesten mitten im April noch richtig strenge Nachtfröste haben. Ein Teil der Obstbaumblüte hat sehr darunter gelitten, viele Kirschen wird es dieses Jahr wohl hier nicht geben. Das gleiche gilt auch für die Schlehen.

Der Kälteeinbruch ist vorbei – zum Glück, aber trotzdem haben meine Rosen gelitten. Der Neuaustrieb zeigt deutliche Frostschäden. Nun, es ist nicht schlimm, das können sie ausgleichen. Was aber schlimm ist, ist die zunehmende Trockenheit. Es hat seit mehr als 6 Wochen nicht mehr geregnet.
Jetzt ist es frühlingshaft und ich habe vorgestern die Geranien auf den Balkon gebracht, ich glaube einfach nicht an einen nochmaligen Kälteeinbruch. Ausserdem hatten sich im Winterquartier die Blattläuse breitgemacht. Geranien sind ja nicht so furchtbar empfindlich. Auch den Ballenstock – die Bauernhortensie – habe ich ausgepflanzt. Jetzt muss nur noch Kompost auf die Beete ausgebracht werden und damit lasse ich mir Zeit.

Es regnet – endlich. Ich habe in den letzten Tagen schon begonnen, meinen Komposthaufen zu wässern(!!!!!!!!). Vielleicht möchte ja der Rasensamen, den ich vor über 6 Wochen ausgebracht habe, jetzt doch aufgehen?

@longstocking: Giersch? Du Arme, ich habe zum Glück keinen, aber ich weiss, welchen mühsamen Kampf das bedeutet. Tröste Dich, bei mir sind es die Schnecken, die in normalen Sommern alles essbare (und das ist fast alles) wegfressen. Und ich habe auch bis jetzt kein Rezept gefunden, um mit diesen Massen fertigzuwerden. Ein paar könnte ich ja tolerieren, aber wenn der Rasen nach einem Regenschauer kaum noch zu erkennen ist, wird es doch zu viel.
Schneckenkorn hilft (natürlich das Haustierfreundliche) und dieses Jahr probiere ich mal Kaffeesatz. Das wird ja in vielen Foren diskutiert und manche haben damit wohl auch gute Erfahrungen gemacht.

Der Regen hat allen gut getan. Plötzlich keimt und spriesst es an allen Ecken. Die Rosen zeigen die ersten – klitzekleinen – Knospen, auch Climbing Mme A. Meilland. Sie ist groß geworden, im Vergleich zu letzten Jahr, so ungefähr 80 cm hoch. Aber das sie eine Kletterrose werden will, kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Die beiden Neupflanzungen „Sebastian Kneipp“ und die „Königin der Rosen“ lassen sich Zeit mit dem Wachsen.

Nächste Woche werde ich mich mal um Tomatensetzlinge kümmern. Ich ziehe schon seit drei Jahren keine mehr vor, es wird einfach zu eng auf der Fensterbank und ein Gewächshaus habe ich nicht.
Und Rasenmähen ist angesagt, zum ersten Mal in diesem Jahr.

Vor drei Jahren habe ich eine Päonie gepflanzt, die dieses Jahr zum ersten Male eine Knospe angesetzt hat. Man hatte mir gesagt, das sie sich Zeit nehmen, aber drei Jahre … Und es ist auch nur eine. Sie übertreibt es nicht.

@ yoda: Vielen Dank für den Tipp mit den Bierfallen. Meine Bedenken sind nur zwei:
1. Wie verhindere ich, dass die Schnecken der gesamten Nachbarschaft (in der Nähe ist ein schönes feuchtes Bachtal) sich zu mir und meinem Bier aufmachen?

2. Wie hindere ich meinen Hund daran, das Bier zu saufen? Das steht ganz oben auf der Liste seiner Lieblingsgetränke.

Das mit den Tomatenblättern kann ich nicht so glauben, bei mir haben sie auch schon Tomaten abgefressen.
Aber dieses Jahr ist es -toi, toi, toi – nicht so schlimm, daran war sicher die Trockenkeit schuld.

@ longstocking: Ja,ja, das Küchenmesser ist auch eine Methode, irgendwann ertappe ich mich auch bei Mordgelüsten. In manchen Jahren ist es zu schlimm.

in meinem Garten

Was im Herbst zu tun ist:
» Rosenpflege im Herbst
» Wurzelnackte Rosen pflanzen

 

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